2016 war für heimischen Außenhandel bislang schwach

Die heimischen Exporte gaben vor allem in den Hauptmärkten USA und China nach. |© Thorben Wengert/pixelio.de
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Die heimischen Exporte gaben in den Hauptmärkten USA und China nach.

Der österreichische Außenhandel entwickelte sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 bei minimalem Wachstum verhalten. Die Exporte in die USA gingen um 5,1 Prozent zurück, wie Statistik Austria heute mitteilte. 

Handelsbilanzdefizit wächst

Der Gesamtwert der Einfuhren von Waren lag im Zeitraum Jänner bis September 2016 laut vorläufiger Ergebnisse von Statistik Austria mit 100,12 Mrd. Euro um 0,9% über dem Vorjahreswert, die Ausfuhren von Waren verzeichneten einen Zuwachs von 0,3% auf 97,90 Mrd. Euro. Das Defizit der Handelsbilanz belief sich auf 2,22 Mrd. Euro, nach 1,68 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode.

Handel mit EU stabil

Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bezog Österreich im Berichtszeitraum Waren im Wert von 71,50 Mrd. Euro (+2,4%). Der Wert der in diese Länder versandten Waren zeigte ebenfalls einen Anstieg zur Vorjahresperiode (+1,5%) und betrug 68,20 Mrd. Euro. Die Zuwächse lagen somit in beiden Verkehrsrichtungen deutlich über dem globalen Durchschnitt. Ausfuhrseitig ergaben sich bei 20 der 27 anderen EU-Partnerländer Zunahmen; die wertmäßig größten bei den Ausfuhren nach Deutschland (+0,58 Mrd. Euro), Frankreich (+0,12 Mrd. Euro) und in die Slowakei (+0,11 Mrd. Euro). Das Handelsbilanzdefizit mit der Europäischen Union belief sich auf 3,30 Mrd. Euro.

Handel mit USA und China war schwach

Der Außenhandel mit Drittstaaten wies im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum sowohl einen Rückgang bei den Importen (-2,7% auf 28,62 Mrd. Euro) als auch bei den Exporten (-2,1% auf 29,70 Mrd. Euro) auf. Daraus ergab sich ein Handelsbilanzaktivum mit Drittstaaten von 1,08 Mrd. Euro (siehe Tabelle 1). Österreichs drei wichtigste Exportpartner außerhalb der Europäischen Union waren: Vereinigte Staaten (-5,1% auf 6,50 Mrd. Euro), Schweiz (+0,3% auf 5,39 Mrd. Euro) und China (-1,1% auf 2,48 Mrd. Euro).

Monatsergebnis September 2016: Einfuhren -3,7%, Ausfuhren -1,5%

Im Berichtsmonat September 2016 lag der Wert der Einfuhren von Waren bei 11,58 Mrd. Euro (-3,7% gegenüber September 2015), die Ausfuhren von Waren beliefen sich auf 11,47 Mrd. Euro (-1,5%). Die Handelsbilanz wies ein Defizit in Höhe von 0,11 Mrd. Euro auf. Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bezog Österreich im September 2016 Waren im Wert von 8,52 Mrd. Euro; Waren im Wert von 8,05 Mrd. Euro wurden in diese Länder versandt. Gegenüber September 2015 erhöhten sich sowohl die Eingänge aus den EU-Ländern (+0,3%) als auch die Versendungen (+0,1%). Dies führte mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu einem Handelsbilanzdefizit in Höhe von 0,47 Mrd. Euro. Die Importe aus Drittstaaten beliefen sich auf 3,05 Mrd. Euro und zeigten gegenüber dem Vorjahresmonat eine Abnahme von -13,2%; die Exporte waren ebenfalls rückläufig (-5,0% auf 3,42 Mrd. Euro). Das daraus resultierende Aktivum der Handelsbilanz mit Drittstaaten lag bei 0,37 Mrd. Euro.

 

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