Druckereien und Verlage

Druckereien konnten Umsatz 2012 halten – Anzahl der Betriebe und Beschäftigten schrumpft weiter

Rudolf A. Cuturi ist Eigentümer von Wimmer Medien und Herausgeber der OÖ. Nachrichten. © APA

Wien (APA) Die heimische Druckbranche kann für 2012 nach Jahren des Umsatzrückgangs wieder positiv bilanzieren: 1,74 Mrd. Euro wurden im Vorjahr für Druckwerke ausgegeben, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht. Die Zahl der Betriebe (- 1,2 Prozent) sowie der Beschäftigten (- 2,8 Prozent) ist aber weiter gesunken ist.

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Heimische Papier- und Zellindustrie verzeichnete Umsatzeinbußen bei gesteigerter Produktion

Die Papierbranche musste trotz Produktionssteigerungen einen Umsatzrückgang von 0,5 % hinnehmen. © Frantschach

Die heimische Zellstoff- und Papierindustrie verzeichnete laut Branchenverband Austropapier ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2012. Die Produktion von Papier, Karton und Pappe konnte 2012 um 2,1 Prozent auf fünf Millionen Tonnen gesteigert werden. Damit konnte sich Österreichs Papierindustrie gegen den Trend behaupten:  In ganz Europa musste die Branche einen Produktionsrückgang von 1,8 % hinnehmen. Treiber dieser positiven Entwicklung war die auf fast 87 Prozent gestiegene Exportquote. Der Branchengesamtumsatz fiel um 0,5 Prozent.

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Digitalisierte Medien: Umsatz steigt schleppend

Medien, Newsroom der Erste Bank und Sparkasse
Wenig Umsatz bei digitalen Medien. © Jorma Bork / pixelio.de

Zeitungen, Zeitschriften und Filme in digitalem Format bringen nach wie vor wenig Umsatz.  Dies geht aus dem Bericht der EU-Forschungsstelle (JRC) über die Medien- und Inhalteindustrie hervor, den die Europäische Kommission vorgestellt hat. Zwar kaufen die Leser weltweit doppelt so viele elektronische Bücher. Verglichen mit den USA, die bis 2014 mit einer Umsatzsteigerung von 17 Prozent rechnen, sind es für Europa nur 9 Prozent. Weltweit verharren die Ausgaben für E-Books bei drei Prozent. Insgesamt hat die Buchwelt in den vergangenen 15 Jahren einen Verlust an Werbeeinahmen von fast acht Prozent hinnehmen müssen, während die allgemeinen Ausgaben für Werbung um durchschnittlich fast 40 Prozent gestiegen sind.

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Zellstoff- und Papierindustrie kämpft mit hohen Rohstoffpreisen und schwindender Auslastung

Die heimische Zellstoff- und Papierindustrie bekam 2011 wenig vom Aufschwung zu spüren. Die Branche steigerte zwar auf Grund teils verbesserter Erlöse ihren Gesamtumsatz um über 6 Prozent auf 4,02 Milliarden Euro und erzielte damit einen neuen Höchstwert. Die Ergebnisse vieler Unternehmen konnten nach Aussage der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie mit der positiven Umsatzentwicklung nicht Schritt halten. Die Gesamtproduktion an Papier, Karton und Pappe ging 2011  mit einem Minus von 2,2 Prozent leicht zurück und lag mit 4,9 Millionen Tonnen deutlich unter dem Rekordjahr 2006.
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Medien: Online-Umsätze legen weiter zu, Print sucht nach Kooperationen

Die Umsätze der Online-Medien legen bei Konsumenten- und Werbeausgaben sowie Umsatz und Rendite kräftig zu. Die Social Networks Facebook, Twitter und Co gelten dabei als Treiber des Wachstums.  Allerdings können digitale Medien und Kooperationen die Printbranche vor dem Absturz bewahren, heißt es in einer Studie des internationalen Beraterunernehmens Oliver Wyman. Allein in Deutschland ist von einer Steigerung der Onlinewerbeumsätze von 5,4 Milliarden Euro in 2010 auf 8,1 Milliarden Euro im Jahr 2015 auszugehen, Mobile wird um 50 Prozent auf 300 Millionen Euro zulegen.
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Österreichs Verlage bleiben bei eBook-Trend abwartend

Der Ös­ter­­reichische Ver­leger­­verband untersuchte im Juli und August die Brancheneinschätzung der Themen eBook und eReader. Knapp 17 Prozent der Verlage haben demnach 2010 eBooks vertrieben, weitere 22 Prozent folgen im Jahr 2011. Investitionen in eBooks getätigt haben zum Zeitpunkt der Umfrage bereits 33 Prozent der österreichischen VerlegerInnen, weitere 50 Prozent planen dies für die folgenden zwei Jahre. Insgesamt möchten damit mehr als 80 Prozent der Befragten in der näheren Zukunft in diesem Segment tätig werden.

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