Währungen

CEE-Märkte und Aktien: 2013 weiterhin im Aufwärtstrend

Moskau: Russland ist für Analysten der Erste Group der interessanteste Aktienmarkt der kommenden Monate. © Fabian Voswinkel / Pixelio.de

Der Wirtschaftsabschwung sollte in CEE im 1Q 2013 Tiefpunkt erreichen. Die BIP-Wachstumsprognose von Erste Group Research liegen 2013 für Polen bei 2,2%, für die Slowakei bei 1,3% und für Rumänien bei 1,1%. Daher sollte bei den CEE-Aktien auf einen verhaltenen Start im Januar noch im 1Q ein kräftiger Aufwärtstrend folgen.

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CEE: Leichter Kreditabbau, aber Zuflüsse von EU-Mitteln verdoppelt

CEE, Osteuropa, Kapitalausstattung CEE.

Der Nettozufluß an EU-Mitteln nach CEE hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt . © Gerd Altmann/pixelio.de

In den meisten CEE-Ländern blieb der grenzüberschreitende Kreditabbau durch Banken in der Periode 3Q11-2Q12 relativ gering (4% des BIP) und wurde zudem durch starke Zuflüsse von Finanzkapital (EUR 4,6 Mrd)  sowie eine Verdoppelung von EU-Mitteln abgefedert, lautet die Erkenntnis der 2. Auflage der von der Erste Group durchgeführten Studie “Living in a time of global deleveraging”. Damit – und dank der Tatsache, dass die Region ihren Bedarf an Außenfinanzierung beträchtlich verringern konnte – ist CEE nun weniger stark von der  globalen Abschwächung der Kapitalzuflüsse betroffen.

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Globaler Kreditabbau: CEE nur mässig betroffen

Im Zuge des globalen Kreditabbaus haben die internationalen Banken ihre Auslandskredite reduziert. Dies gab Anlass zu ernsten Sorgen hinsichtlich Zentral- und Osteuropa, wo sich viele Banken in ausländischer Hand befinden. Berechnungen von Erste Group Analysten zeigen jedoch, warum die CEE6 (bis auf Ungarn) von dem massiven globalen Kreditabbau nur mäßig betroffen sind. Der geringere Kreditabbau in CEE ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass österreichische Banken, die einen großen Teil der Finanzierung der Region zur Verfügung stellen, meist eng mit Deutschland verflochten sind und sich weniger stark über Großbritannien (wo die Kreditvergabe am aggressivsten zurückgefahren wurde) refinanzieren.
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OeNB: Fakten zu Österreich und seinen Banken

Die Schulden- und Finanzkrise wird in weiten Diskussionsbereichen wenig faktenbasiert behandelt. Das Oesterreichische Nationalbank publizierte im Herbst eine Unterlage, in der die Daten zu Österreichs Wirtschaftsentwicklung seit Einführung des Euros und die Wettbewerbsposition der heimischen Banken zahlenbasiert wiedergegeben werden. Nach Aussage der OeNB und des Bundesministierums für Finanzen, auf deren Website die Broschüre als Download bereitgestellt ist, werden die Daten den Entwicklungen entsprechend aktualisiert. Die Kernaussagen aus dem Bankenbereich: Das Engagment der Banken in den Ostmärkten ist hoch, aber breit gestreut. Die konsolidierte Kernkapitalquote der heimischen Banken stieg Mitte 2011 auf rund 10,3 % und die Solvabilitätsquote auf 13,5 % an. Dies ist im internationalen Vergleich zwar unterdurchschnittlich, aber deutlich besser als vor der Krise. Die Auslandsforderungen der österreichischen Banken (126 % des BIP) sind im Vergleich zu anderen Ländern, wie z.B. der Schweiz (331 % des nationalen BIP) relativ niedrig.
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VIDEO. Ausblick Aktienmärkte und Wiener Börse 2012: Moderat positiv bei einigen Turbulenzen

Günther Artner erwartet 2012 stabile CEE-Märkte.

Der ATX verzeichnet bis dato in 2011 ein sehr enttäuschendes Aktienjahr (-36% Ytd). Die Wiener Börse folgte im Wesentlichen dem negativen internationalen Trend, wobei europäische Märkte im Besonderen unter Druck standen. A.o. Faktoren wie die arabische Krise, die Ereignisse in Japan/Fukushima sowie die weiterhin eskalierende Schuldenkrise belasteten insgesamt das Umfeld in 2011 schwer. Deutlich geringere Verschuldungsraten in Österreich und vor allem CEE konnten sich bis dato nicht wirklich als positiv und unterstützend erweisen. Das Handelsvolumen bleibt schwach. Die Experten Fritz Mostböck, Head of Erste Bank Group Research, und Günther Artner, Co-Head Equity Research CEE, erläutern im Video ihre Finanzmarktprognosen für das Jahr 2012.

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VIDEO. EBA-Stresstestergebnisse in Österreich und CEE

CEE-Analyst Henning Esskuchen

Die Stresstestergebnisse der European Banking Authority (EBA) zeigen für österreichische Banken insgesamt eine Kapitallücke von EUR 3,9 Mrd., wobei hier auch eine größere Summe für die Österreichische Volksbanken AG (EUR 1,05 Mrd.) inkludiert ist. Bei der Erste Group beträgt der Kapitalbedarf EUR 0,74 Mrd., bei der RZB EUR 2,13 Mrd. Alle Zahlen beziehen sich auf die Lücke zur 9,0% Mindesterfordernis an hartem Tier 1 Kapital per 30.6.2012. Diese kann auf verschiedenste Weisen erreicht werden – prinzipiell durch einen Abbau von Aktiva oder durch eine Erhöhung des anrechenbaren Kapitals. Spätestens am 20. Jänner 2012 müssen von Seiten der Banken detaillierte Pläne zum Erreichen dieser Quote vorgelegt werden. Die CEE-Experten der Erste Bank Research, Günther Artner und Henning Esskuchen, analysieren im Video die Auswirkungen der strengen Kapitalerfordernisse.

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IWF: Stabilität der osteuropäischen Kreditmarktes nimmt zu

Der Internationale Währungsfonds erwartet keine weitere Verschlechterung der Kreditqualität in Osteuropa. Das Kreditwachstum ist in der Folge der Krise 2008 bereits spürbar zurückgegangen – und damit auch das damit verbundene Ausfallrisiko. Emerging Markets werden aber externen Schocks gegenüber anfällig bleiben. Der im September veröffentliche  “Global Financial Stability Report 2011″ warnt aber vor den “wachsenden Stabilitätsrisiken, die während der letzten Monate aufgetauchts sind.”

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