Brexit: Jedes 7. Unternehmen bereitet seinen Weggang von der Insel vor

Zum Ärgern: 13 Prozent der Unternehmen wollen GB verlasen - viele davon in Richtung Deutschland. |© ruhaltinger
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Zum Ärgern: 13 Prozent der Unternehmen wollen GB verlassen – viele davon in Richtung Deutschland.

Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU zeigt seine negativen ökonomischen Auswirkungen. Standorte in der EU gewinnen an Attraktivität – allen voran Deutschland. Laut einer Befragung des Beratungskonzerns EY plant bereits jetzt jedes siebente in Großbritannien aktive Unternehmen, seine Geschäftsbereiche zu verlagern.

Zug nach Deutschland

Im übrigen Europa denkt nur jede 50. Firma an Verlagerungen, so EY. Großer Nutznießer des Brexit ist Deutschland, so nannten 54 Prozent der in Großbritannien aktiven Unternehmen Deutschland als bevorzugtes Ziel außerhalb des Vereinigten Königreichs. Dahinter folgten die Niederlande (33 Prozent) und Frankreich (8 Prozent).

Brexit verströmt außerhalb GB nur wenig Schrecken

EY hat 245 Unternehmen befragt, davon haben drei Viertel ihren Sitz oder eine Niederlassung in Großbritannien. Während sich bei den im Vereinigten Königreich präsenten Firmen jede dritte Sorgen wegen des Brexit macht, sind es bei den nicht dort ansässigen nur 15 Prozent. Eine “Brexit-Strategie” haben bisher gerade einmal vier Prozent der befragten Unternehmen. 71 Prozent gaben aber an, zumindest in einem Bereich bereits konkrete Auswirkungen zu spüren.

Bis jetzt alles stabil

Je rund ein Viertel berichtete von niedrigeren Gewinnspannen bzw. gestiegenen Einkaufspreisen. Die Umsätze haben sich seit dem Brexit-Referendum bei 14 Prozent der befragten Unternehmen verbessert und bei 15 Prozent verschlechtert. Die Mehrheit (69 Prozent) sagte im Jänner 2017, das Votum habe sich nicht auf die Erlöse ausgewirkt.

Risiko GB

Der Austritt Großbritanniens aus der EU stelle viele exportorientierte europäische Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen, warnt Helmut Maukner von EY Österreich. “Grenzüberschreitende Lieferketten mit Großbritannien bringen neue Risiken mit sich, die kurzfristige Produktionsanpassungen notwendig machen können.” Maukner: “Volatilität ist die neue Normalität.” (APA)

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