Burgenland: Kaufkraftbindung sinkt deutlich

6 Prozent des gesamten Umsatzes werden in der Form des Internethandels/E-Commerce gemacht. |© Tim Reckmann/pixelio.de
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6 Prozent des gesamten Umsatzes werden in der Form des Internethandels/E-Commerce gemacht.

Die Kaufkrafteigenbindung im Burgenland sinkt, einzig die Konsumenten aus Ungarn verbessern die Kaufkraftbilanz, das zeigt eine aktuelle Studie der Wirtschaftskammer Burgenland.

Ungleichgewicht Innenstadt- und Peripherielagen

Die Kaufkrafteigenbindung ist mit 75,6 Prozent im Burgenland – laut einer von der Wirtschaftskammer Burgenland in Auftrag gegebenen Studie – niedriger als in den Jahren davor. Abflüsse werden vor allem in die Steiermark, nach Niederösterreich und in den Onlinehandel verzeichnet. Positiv hingegen bilanzieren die Kaufkraftzuflüsse von ungarischen Konsumenten.

80 Prozent der Handelsflächen im Burgenland sind in Streu- und Peripherielagen, das ist österreichweit der schlechteste Wert, in Salzburg sind es 33 Prozent und in Vorarlberg 31 Prozent. Oberpullendorf liegt in der Bezirkswertung mit mehr Innenstadtlagen relativ gut, Oberwart dagegen am anderen Ende der Skala. „Hier muss ein Bewusstsein geschaffen werden, wie wichtig lebendige Ortszentren für die Lebensqualität sind, mit dem klaren Ziel diesen Trend des Funktionsverlustes der Zentren zu stoppen. Da braucht es einen klaren politischen Willen mit entsprechenden Maßnahmen, wie Innenstadt-förderungen, Kooperations- und Marketingunterstützung und strikte Raumplanungsgesetze“, so die Studienautoren.

Das Thema Onlinehandel geht auch an dem Burgenland nicht vorüber. 6 Prozent des gesamten Umsatzes werden in der Form des Internethandels/E-Commerce gemacht. Seit 2009 hat sich der Wert verdreifacht und es werden bereits 90 Millionen Euro Umsatz im Internet gemacht.

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