Innovation und Wirtschaft

2014 verringert Europa seinen Innovationsrückstand gegenüber den Vereinigten Staaten und Japan. Österreich liegt bei F&E über dem Durchschnitt, ist aber ein “Folger”. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des Leistungsanzeigers ...mehr

Innovationserhebung: Produktneuerungen gehen zurück

Unternehmen haben Innovation auf Produktebene zurüpckgefahren. Neuerungen bei Organisationsstrakturen legten hingegen zu. |©  FEEI/Infineon Villach
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Unternehmen haben Innovationen für Produkte zurückgefahren. Neuerungen bei Organisationsstrukturen legten hingegen zu.

54% der österreichischen Unternehmen setzten zwischen 2010 und 2012 innovative Aktivitäten, dies bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber der letzten Erhebung (2008–2010: 57%). Organisatorische Innovationen wurden dabei von 36% aller Unternehmen eingeführt und waren damit die häufigste Art von Neuerungen. 30% der Unternehmen meldeten Marketinginnovationen, 29% Prozessinnovationen und 27% die Einführung neuer oder merklich verbesserter Produkte. Das zeigt eine Erhebung von Statistik Austria unter rund 3.000 Unternehmen ab 10 Beschäftigten in den wichtigsten Wirtschaftszweigen.

aws fördert Gründer mit innovativen Dienstleistungs-Ideen

Ernährungssicherheit und nachhaltigkeit: Einer der Themenschjwerpunkte, aus denen die neuen Dienstleistungen der gesuchten Start ups kommen sollen. | © Uwe Schlick/pixelio.de
© Uwe Schlick/pixelio.de
Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit: Einer der Themenschwerpunkte, aus denen die neuen Dienstleistungen der gesuchten Start ups kommen sollen.

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) fördert Gründer, die innovative Dienstleistungen auf Basis technologischer Entwicklungen forcieren. Der aws Innovative Services Call unterstützt diese Dienstleistungs-Start-ups mit bis zu 100.000 Euro. Das Förderbudget beträgt insgesamt 1,8 Millionen Euro. Die Einreichfrist endet am 17. Oktober 2014.

Forschung: Neue EU-Regeln erleichtern staatliche Förderung

Neue Rahmenbedingungen ermöglichen mehr staatliche Forschungsförderung. |© Tim Reckmann / pixelio.de
© Tim Reckmann / pixelio.de
Neue Rahmenbedingungen ermöglichen mehr staatliche Forschungsförderung.

Die staatliche Förderung für Forschung, Entwicklung und Innovation durch die Mitgliedstaaten wird einfacher.  Die EU-Kommission hat diese Woche neue Vorschriften für Beihilfemaßnahmen erlassen und die Sätze für Gruppenfreistellung angehoben. Die neuen Regeln treten am 1. Juli 2014 in Kraft.

Forschungsquote 2014: Österreich bleibt unter den führenden Nationen Europas

 

Österreich hat seine F%E-Ausgaben seit 1981 um 260  Prozent gesteigert. Die absoluten Ausgaben sollen heute um 2,7 Prozent zulegen. | © Infineon Villach
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Österreich hat seine F&E-Ausgaben seit 1981 um 260 Prozent gesteigert. Die absoluten Ausgaben sollen heute um 2,7 Prozent zulegen.

Die österreichischen Bruttoinlandsausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) werden nach einer Schätzung von Statistik Austria im Jahr 2014 9,32 Mrd. Euro betragen. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) entspricht das einer Forschungsquote von 2,88%, geringfügig niedriger als im Vorjahr (2013: 2,90%). Gegenüber 2013 wird der Absolutwert der österreichischen F&E-Ausgaben um geschätzte 2,7% ansteigen. Dieser Anstieg ist etwas höher als jener zwischen 2012 und 2013 – in diesem Zeitraum stiegen die F&E-Ausgaben nur um 1,8%.

Forschungsquote: Österreich hat bei F&E-Ausgaben stark aufgeholt

Die Forschungsquote ist für Österreich in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Trotz Wirtschaftskrise gingen die F&E-Ausgaben in Österreich nicht bzw. nur geringfügig zurück. |©  FEEI/ Bernhard Wolf
© FEEI/ Bernhard Wolf
Die Forschungsquote ist für Österreich in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Trotz Wirtschaftskrise blieben die F&E-Ausgaben in Österreich stabil.

Für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) wurden in Österreich im Jahre 2013 nach vorläufigen Berechnungen von Statistik Austria   8,96 Mrd. Euro ausgegeben werden. Damit ist die die Gesamtsumme der österreichischen F&E-Ausgaben um 2,9% ansteigen. Die Forschungsquote liegt damit bei 2,81% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) , was im Europavergleich Platz vier  hinter Finnland, Schweden und Luxemburg bedeutet.
Von den gesamten Forschungsausgaben 2013 ist mit 43,9% (rund 3,93 Mrd. Euro) der größte Anteil von österreichischen Unternehmen finanziert werden. Der öffentliche Sektor trägt 40,4% (rund 3,62 Mrd. Euro) bei. 

Europa wird innovativer – F&E in Österreich über EU-Schnitt, aber nicht Spitze

Österreich gilt im EU-Vergleich als Innovationsfolger und liegt über dem Durchschnitt. |© Rudolpho Duba / pixelio.de
© Rudolpho Duba / pixelio.de
Österreich gilt im EU-Vergleich als Innovationsfolger und liegt über dem Durchschnitt.

Europa verringert seinen Innovationsrückstand gegenüber den Vereinigten Staaten und Japan. Österreich liegt bei F&E über dem Durchschnitt, ist aber ein “Folger”. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des kürzlich vorgestellten Leistungsanzeigers der Innovationsunion 2014 der Europäischen Kommission und des Regionalen Innovationsanzeigers 2014.

Forschungs- und Technologiebericht 2013: Unternehmen steigern Innovationsbemühungen

Forschungs- und Technologiebericht 2013
Die heimischen F&E-Ausgaben blieben in der Krise auf einem hohen Niveau. © Uwe Bergeest/pixelio.de

Wie die Statistik Austria in ihrer aktuellen Globalschätzung prognostizierte, werden die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Österreich 2013 um 2,9 % steigen und einen Rekordwert von voraussichtlich 8,96 Milliarden Euro erreichen. Die Forschungsquote als Prozentanteil am Bruttoinlandsprodukt, das zuletzt wieder merklich angestiegen ist, beträgt voraussichtlich 2,81 %. Damit liegt Österreich im internationalen Vergleich deutlich über dem EU Durchschnitt von 2,03 % und weist innerhalb der EU-27 die fünfthöchste Forschungsquote auf, wie das bmvit informiert. 

aws bietet neue Förderungen für Universitäten und Unternehmen

Forderprogramm will den Innovationstransfer von Unis in die Wirtschaft beschleunigen. | ©  Klimafonds/Ringhofer
© Klimafonds/Ringhofer
Das neue Förderprogramm will den Innovationstransfer von Unis in die Wirtschaft beschleunigen.

Die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws)  bietet seit 14. Oktober neue Förderungen, um Innovationen schneller in den Markt zu bringen. Das neue, modular aufgebaute Programm „Wissenstransferzentren und IPR- Verwertung“ will den Transfer von akademischem Wissen in die Wirtschaft massiv beschleunigen.

Österreich bei Innovationsindex nur auf Rang 23

Innovationen, Ranking, Venture Capital

Tatsächliche Innovationsleistung
Der Index untersucht anhand von 84 Kriterien die Rahmenbedingungen und die tatsächlich erzielte Innovationsleistung. Den Studienautoren zufolge hat Österreich zwar gute Infrastruktur- und Ausbildungsvoraussetzungen – erzielt wurden beim “Innovationsinput” 60,6 von 100 Punkten – allerdings wird wenig daraus gemacht. “Österreich nutzt die relativ gute Innovationsvoraussetzung völlig unzureichend aus”, erläutert Klaus Hölbling, Partner und Geschäftsführer bei Booz & Company in Wien.

Produktionsverlagerungen ins Ausland stimulieren Innovationskraft im Inland

Outsourcing und Innovation, Auslagerung und Forschung
Auslagerungen nach China oder andere Wachstumsmärkte sind in der Regel Ergebnis einer expansiven Wachstumsstrategie. © Gerd Altmann vector4free.com/ pixelio.de

Europäische Unternehmen haben in den letzten Jahrzehnten in beträchtlichem Umfang Pro­duktionsaktivitäten ins Ausland verlagert. Eine  Studie untersucht die Auswirkungen dieser Verlagerungen für F&E und Innovation in den Herkunftsländern. Ergebnis:: Verlagernde Unternehmen investieren mehr in Forschung und Entwicklung (F&E) oder Design als nicht-auslagernde Firmen investieren.