Apotheker

Wirtschaftsnews- und -infos für Österreichs Pharmazeuten

Apotheken wollen Liberalisierung des Online-Handels nützen

Apotherkerverband will mehr Online-Formulare unjd Nachdienst-Ausgleich, um "Unterschiede zwischen Onöinehandel und stationärem Verkauf" auszugleichen. |©  APA
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Der Apothekerverband will mehr Online-Formulare und einen “Nachdienstaus-gleichsfonds”, um “Ungleichheiten” auszugleichen.

Ab Mitte 2015 sollen österreichische Apotheken rezeptfreie Medikamente über das Internet verkaufen können. Nach Umfragen wollen 65 Apotheken das neue Geschäftsfeld nützen. Der Apothekerverband will aber härtere Durchführungsregeln für den eben erst liberalisierten Onlinehandel. Geht es nach dem Präsident der Berufsvertretung selbstständiger Apotheker, Christian Müller-Uri, soll beispielsweise ein “Nachtdienstausgleichsfonds” etabliert werden, heißt es im Wirtschaftsmagazin “trend”. In diesen sollen die Betreiber von Internet-Shops einzahlen müssen.

Der Bedarf an Mitarbeitern im Gesundheitswesen ist europaweit im Steigen

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Europaweit steigt die Nachfrage nach Pflegerinnen und anderen Gesundheitsberufen

Brüssel (APA) Während 2012 der Bedarf an Arbeitskräften auf dem europäischen Arbeitsmarkt insgesamt zurückging, steigt nun der Bedarf nach Neueinstellungen im Gesundheitswesen. Nach dem von der EU-Kommission vorgelegten Monitor für offene Stellen stieg die Beschäftigung in diesem Sektor um fast 2 Prozent. 2012 gab es nach Angaben der EU-Kommission in dieser Branche rund eine Million Neueinstellungen.

Ablaufende Blockbuster-Patente bescheren Pharmabranche Strategieproblem

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Ausgedrückt: Der ablaufende Patentschutz auf Blockbuster-Medikamente beschert den Pharma-Konzernen Milliardeneinbussen.

Frankfurt (APA/dpa) Die großen Pharmafirmen wie Pfizer, Novartis oder Sanofi stehen an der “Klippe” – an der “Patentklippe”. So nennen Experten das, was sich derzeit in der Pharmabranche abspielt und an den aktuellen Halbjahreszahlen zu sehen ist: Bei vielen umsatzstarken und hochpreisigen Medikamenten sind die exklusiven Verkaufsrechte ausgelaufen – wie zum Beispiel bei der Viagra oder dem Blutfettsenker Lipitor.

Erstmals Umsatzrückgang in Österreichs Apotheken

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Kassenumsätze der Apotheken konnten nicht mit Inflationsrate Schritt halten.

Anfang März schlug der Österreichische Apothekerverband  Alarm, da der Kassenumsatz in den 1.330 Apotheken im Jahr 2012 stagnierte. Nun liegen die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2013 vor, die sogar einen Umsatzrückgang bei dem für Apotheken wichtigen Kassenumsatz aufweisen. Rund 70 Prozent des Gesamtumsatzes einer Apotheke werden mit auf Kassenrezepten verschriebenen Arzneimitteln erzielt, dem so genannten Kassenumsatz.

Verjährungsfristen für Ärzte im Steuerrecht

Die Verjährungsfrist beträgt für die wichtigsten Steuerarten einheitlich 5 Jahre. © Gerd Altmann/pixelio.de

Verjährung bedeutet, dass die Behörde das Recht verliert, eine Abgabe festzusetzen. Die Verjährungsfrist betrifft hauptsächlich die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer (bei Gruppenpraxis nach GmbH -Recht) und die Umsatzsteuer (nur für bestimmte andere Einnahmen wie Gutachterhonorare oder Einnahmen aus Gebäudevermietung.)

Fehlzeitenreport: Sinkende Anzahl an Krankentagen und Arbeitsunfällen

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Vorjährige Grippewelle brachte einen leichten Anstieg an Fehlzeiten im Vergleich zu 2010. © Simone Hainz / pixelio.de

Durchschnittlich 13,2 Tage waren unselbständig Beschäftigte in Österreich im Verlauf des vergangenen Jahres im Krankenstand (2010: 12,9 Tage). Das zeigt der aktuelle Fehlzeitenreport 2012, der vom WIFO im Auftrag des Hauptverbands der Sozialversicherungs-träger erstellt wurde. Das entspricht einer Krankenstandsquote, d. h. einem Verlust an Jahresarbeitstagen, von 3,6% (2010: 3,5%). Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr kann zum Teil auf eine hohe Zahl an Krankenständen in den Monaten Jänner und Februar und somit auf eine überdurchschnittlich starke Grippewelle zurückgeführt werden.

Ärztekammer fordert Änderungen bei ELGA

ELGA 2012, Ärztekammer, Newsroom von Erste Bank und SParkassen
ELGA benötigt noch Nachbesserungen, fordert die Ärztekammer. © Gerd Altmann/pixelio.de

Wien (APA/red) Die Ärztekammer fordert weitere Veränderungen am Regierungsentwurf für die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) und verlangt ein Expertenhearing im Parlament. Für Präsident Artur Wechselberger ist der Entwurf zwar “deutlich besser” als die ursprünglichen Pläne, “aber bei weitem nicht gut genug”. Kritisiert werden vor allem mangelnde Usability der Software, die Frage des “Opting Out” für Patienten und der Datenschutz. Derzeit ist keine Suchfunktion nach relevanten Gesundheits-informationen vorgesehen. Zweifel hegt die Ärztekammer auch an den kolportierten Einsparungen. Die vom Gesundheitsministerium errechneten Einsparungen von 129 Millionen Euro im Jahr könnten höchstens mit 22 Millionen angesetzt werden.

Krankenkassen bilanzieren heuer positiv

Österreichisches Gesundheitssystem, Newsroom von Erste Bank und Sparkassen
Medikamentenkosten werden sich laut Kassen heuer um 4,6 % verteuern. © Sara Hegewald/ pixelio.de

Nach der vorliegenden August-Prognose werden die heimischen Krankenkassen im laufenden Geschäftsjahr eine positiven Jahresabschluss in Höhe von voraussichtlich rund 73 Millionen Euro ausweisen, heißt es heute in einer Aussendung des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger. Als Gründe werden die Konsolidierungsmaßnahmen seit 2009 sowie der durch die gute Konjunktur bedingte Einnahmenanstieg genannt. Bis 2016 sollen die Kassen rund 1,4 Mrd. Euro einsparen und zur heimischen Budgetkonsolidierung beitragen. 

Hausapothekenregelung teilweise vom VfGH gekippt

Wien (APA) – Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat einen Teil der Hausapothekenregelung gekippt. Die Sonderregelung für Gemeinden mit zwei Kassenvertragsärzten verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz. Die zehnjährige Übergangsfrist für den Weiterbetrieb der Hausapotheken nach Eröffnung einer Apotheke ist sachlich nicht gerechtfertigt, befanden die Höchstrichter. Die Regelung wird mit 31. Dezember 2013 aufgehoben. Dann gilt auch in diesen Gemeinden die dreijährige Übergangsfrist, die für Gemeinden mit drei Kassenärzten vorgesehen ist.

Pharma: Konzerne sperren Forschungszentren zu

Pharmaindustrie 2012, Pharma, Medikamente, personalisierte Medizin, Newsroom von Erste Bank und Sparkassen
Pillen werden für Hersteller bitterer (c) APA

(02.05.2012) Wien/APA – Die Pharmaindustrie befindet sich international in einem Umbruch. Weltweit schließen die großen Konzerne aus Spargründen Forschungszentren mit mehreren tausend High Tech-Arbeitsplätzen, erzählt  Richard Bergström, Generaldirektor des Europäischen Pharma-Fachverbandes (EFPIA). Man müsse das Innovationspotenzial der Branche schützen, sagte er bei einem Hintergundgespräch in Wien gegenüber der APA.  Weltweit werden von den Konzernen Forschungszentren zugesperrt.  Der ehemals weltweit größte Pharmakonzern, Pfizer, verliert mit dem Patentschutz für einen Cholesterinsenker etwa die Hälfte seines Umsatzes.