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E-Medikation – Ärzte laut Umfrage gespalten

NEWSROOM von Erste Bank und SParkassen Ärzte, eCard, ELGA, eMedikation
Ärzteschaft ist bei eMedikation und ELGA laut Umfrage geteilter Meinung. (c) APA

Wien (APA) – Österreichs Ärzte sind in Sachen E-Medikation gespalten. Laut einer GfK-Umfrage haben 54 Prozent grundsätzlich eine positive Einstellung, 46 Prozent eine negative. Bei den erwarteten Auswirkungen fällt das Urteil freundlicher aus, noch höher sind die Erwartungen der Patienten an die elektronische Medikamentenerfassung.

Sparpaket: Gesundheitsreform hat jetzt ein Einsparungsziel

Bei einem Treffen der sechsköpfigen Steuerungsgruppe im Gesundheitsministerium einigten sich Vertreter von Bund, Ländern und Sozialversicherung in Grundzügen auf eine gemeinsame Planung, Steuerung und Finanzverantwortung des Gesundheitssystems. Bis 2016 sollen rund 3,5 Mrd. Euro hat die gespart werden, damit die Ausgaben nicht stärker steigen als das BIP-Wachstum. Abzüglich der im Sparpaket bei den Sozialversicherungen veranschlagten minus 1,37 Mrd. Euro bleiben den Ländern damit rund 2,1 Mrd. Euro an Einsparungsvolumen. Laut Ländervertreter Josef Pühringer soll in Zukunft die Steuerung von Spitalswesen und dem niedergelassenen Bereich auf Landesebene gemeinsam von Kassen und Spitalserhaltern durchgeführt werden.

e-Medikation: Erster Pilotbetrieb mit 31. Dezember 2011 beendet

In Tirol, Oberösterreich und Wien haben 8000 Patienten am Probelauf für e-Medikation teilgenommen.

Der Pilotbetrieb e-Medikation, der seit April 2011 in einigen Bezirken in Tirol, Oberösterreich und Wien stattgefunden hat, ist mit Ende Dezember beendet worden. Konkret ging es in der Testphase um die Vernetzung und elektronische Kommunikation zwischen Ärzten, Apothekern und Krankenanstalten über die Medikation eines Patienten. Nicht nur vom Arzt verordnete, sondern auch in der Apotheke rezeptfrei erworbene Arzneimittel wurden dabei berücksichtigt. Von den rund 100 teilnehmenden ÄrztInnen, den 57 teilnehmenden Apotheken und den 5 Krankenanstalten wurden insgesamt rund 37.000 elektronische Prüfungen auf Wechselwirkungen durchgeführt.

Neuanpassung der Sozialversicherungs- Werte für das Kalenderjahr 2012

Die Geringfügigkeitsgrenze, die Rezeptgebühr, die Ausgleichszulage und andere Werte werden für das Jahr 2012 neu angepasst. Die Geringfügigkeitsgrenze nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz beträgt im Jahr 2012 376,26 Euro (im Jahr 2011 374,02 Euro). Die Rezeptgebühr nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz beträgt im Jahr 2012 5,15 Euro (im Jahr 2011 5,10 Euro). Die Höchstbeitragsgrundlage für die Sozialversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz wird auf 4.230 Euro erhöht. Die Höchstbeitragsgrundlage für selbstständig Erwerbstätige und Bäuerinnen/Bauern wird auf 4.935 Euro erhöht.

Der Gewinnfreibetrag für Freiberufler

Der Freibetrag für investierte Gewinne brachte mit seiner Einführung 2007 eine echte Steuererleichterung für alle Freiberufler. Als Einnahmen-Ausgaben-Rechner dürfen seither Teile ihres Gewinnes steuerfrei als Freibetrag nutzen, wenn sie in bestimmte Wirtschaftsgüter investieren. Als erlaubte Investition wird dabei auch der Kauf von risikoarmen Wertpapieren gesehen. Sowohl die Wirtschaftsgüter als auch die Wertpapiere, die zur Deckung des investitionsbegünstigten Gewinnfreibetrages angeschafft werden, müssen vier Jahre lang in der Ordination bzw. Kanzlei genutzt werden. Die Überlegung des Gesetzgebers: Auch Einnahmen-Ausgaben-Rechner  sollen Gelegenheit zum Aufbau stiller Reserven haben.