Export

News für exportierende Unternehmen

OECD lobt „Erfolgsmodell Deutschland“ und warnt vor Vergreisung

Nach dem bemerkenswerten Aufschwung der vergangenen Jahre liegen die größten Risiken für Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung in einer Eintrübung des Welthandels und in der Eurokrise. Mittel- und längerfristig hängt Deutschlands Erfolg davon ab, ob es gelingt, sein Wachstumsmodell auf eine zunehmend wissensbasierte Wirtschaft einzustellen und ob es seinen Weg zu „grünem“ Wachstum effizient und konsequent weiterführt. Das geht aus dem „Wirtschaftsbericht Deutschland 2012“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der in Berlin vorgestellt wurde.

Exportwirtschaft trotz Schuldenkrise auf Rekordkurs

Die kürzlich von der Statistik Austria veröffentlichten Exportzahlen von Jänner bis November 2011 zeigen, dass die österreichische Exportwirtschaft beim Ausfuhrvolumen kurz vor einem neuen All-Time-High steht. Trotz eines ungünstigen Konjunkturklimas durch die Folgen der Schuldenkrise werden die österreichischen Produkte und Dienstleistungen weltweit stark nachgefragt. Allein von Jänner bis November 2011 sind die Ausfuhren um 12,7 Prozent auf ein Volumen von 112,82 Milliarden Euro gewachsen.

Deutscher Bierdurst gesunken – Brauereien unter Druck

Erschütternd - bald wird ein Hektoliter Bier pro Jahr und Deutschen knapp.
Die Deutschen trinken nur mehr 202 Krügerl pro Nase und Jahr - das macht den Brauereien Sorgen. (c) APA

Wiesbaden (APA/dpa) – In Deutschland wird immer weniger herkömmliches Bier getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2011 auf den historischen Tiefstand von 101,4 Litern. Allerdings ist alkoholfreies Bier, das sich wachsender Beliebtheit erfreut, in den am Montag veröffentlichten Daten nicht enthalten. Im Ausland hingegen ist deutsches Bier beliebter denn je, wie die steigenden Exporte zeigen. Der Deutsche Brauer-Bund hofft, dass die Talsohle für die Branche erreicht ist. 2012 könnte bei einem besserem Sommerwetter und Großevents wie die Fußball-EM zu einem erfolgreichen Jahr für die deutschen Bierhersteller werden.

Das Ende des China-Zyklus

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt wird China bis 2025 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen  Das rasante Wachstum der letzten Jahrzehnte hält jedoch nicht an: In einigen Branchen wurde der Wendepunkt bereits überschritten und der Marktanteil Chinas ist hier rückläufig. China verliert seinen Kostenvorteil wegen des steigenden Gehaltsniveaus, der Inflation sowie der hohen Export- und Transportkosten  Ausländische Unternehmen sollten ihre Fertigungsstrategie in China überdenken, meint ein aktuelle Roland Berger-Studie – mit harschen Schlußfolgerungen für China.

Möbelexporte nach Deutschland legen zu

Die heimische Möbelindustrie blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2011.  In den ersten beiden Quartalen wurden Möbel im Wert von knapp EUR 1,14 Mrd. (+3,3 %) produziert. Im dritten Quartal 2011 sanken die Produktionszahlen um nahezu 10 % auf einen Wert von EUR 531 Mio. Insgesamt wurden vom 1.-3. Quartal 2011 Möbel im Wert von EUR 1,7 Mrd. produziert, das ist ein leichter Rückgang von -1,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, heißt es in einer Presseaussendung der Österreichischen Möbelindustrie. Die steigenden Branchenexporte nach Deutschland wurden von einem Importplus von fast zehn Prozent in allen Teilbereichen begleitet.

Exporte von Jänner bis Oktober um 13,5 Prozent gestiegen

Die Handelsbilanz weist im Berechnungszeitraum ein Minus von 6,61 Mrd. Euro auf. (c) APA

Wien (APA/red) – Der österreichische Außenhandel verzeichnete laut vorläufigen Berechnungen von Statistik Austria in der Zeitspanne Jänner bis Oktober 2011 einen deutlichen Zuwachs: Die Warenexporte stiegen um 13,5 Prozent auf 101,7 Mrd. Euro, die Importe lagen mit 108,3 Mrd. Euro um 16,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Handelsbilanz wies in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres ein Passivum von 6,61 Mrd. Euro auf, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es erst 3,5 Mrd. Euro. Den Großteil der Importe bezog Österreich aus den EU-Staaten, nämlich Waren um 77,6 Mrd. Euro (+14,8 Prozent). Die Exporte in die EU-Länder stiegen um 12,1 Prozent auf 71,1 Mrd. Euro.

Arbeitslosigkeit in Deutschland auf 20-Jahres-Tief

In Deutschland hatte es nur 1991 nach der Vereinigung weniger Arbeitslose gegeben. (c) APA

Nürnberg (APA/ag.) – Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Im Jahresdurchschnitt seien 2,976 Millionen Arbeitslose registriert gewesen, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Selbst unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosigkeit beim deutschen Nachbarn um 22.000 Jobs zurück. Noch weniger Arbeitslose hatte es zuletzt 1991 gegeben.

Steirische Unternehmen forcieren Exportanstrengungen

Die Exportaktivitäten steirischer Unternehmen haben stark zugenommen. Die Anzahl der Exportbetriebe und das Ausfuhrvolumen haben sich in den letzten 20 Jahren vervielfacht. Derzeit gibt es in der Steiermark 6.755 exportierende Unternehmen. Damit ist jedes elfte steirische Unternehmen im Export aktiv. 2010 gelang es der Steiermark Waren und Dienstleistungen im Wert von 16,3 Mrd. Euro zu exportieren. Im abgelaufenen Jahrzehnt gab es kein anderes Bundesland, das höhere Wachstumsraten im Außenhandel erzielt hat. Das Landesgremium des Außenhandels und die Wirtschaftskammer Steiermark befragten die Exporteure nach den aktuellen Herausforderungen.

WIFO: Exportierende Unternehmen müssen Produktivität hochhalten

Exportierende Unternehmen spielen in der österreichischen Sachgütererzeugung eine wichtige Rolle: Ein großer Teil der Produktion wird im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung auf ausländischen Märkten abgesetzt. Exportaktivitäten bleiben eng mit der Produktivität und Größe von Unternehmen verknüpft, da eine erfolgreiche Exporttätigkeit mit hohen Eintrittsbarrieren verbunden ist. Nur sehr produktive Unternehmen können international erfolgreich bestehen. Die Umsatzproduktivität der Sachgütererzeugung ist im Zeitraum 2002 bis 2007 um 20,3% gestiegen.
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