Konjunktur

Alles aus dem Bereich der Wirtschaftsentwicklung

CEE-Konjunktur: Warum das kräftige Wachstum gesund ist

Budapest: Die ungarische Wirtschaft ist dabei, wieder Tritt zu fassen. |© Jochen Fenn/pixelio.de
© Jochen Fenn/pixelio.de
Budapest: Die ungarische Wirtschaft ist dabei, wieder Tritt zu fassen.

Das Wirtschaftswachstum bleibt in CEE kräftig: Für 2017 wird ein Plus von 3,3% erwartet. Die deutlich verbesserten Leistungsbilanzen – die vielfach sogar Überschüsse aufweisen –  lassen ein ausgewogenes Wachstum denn eine Überhitzung der Wirtschaft erwarten, schreiben die Analysten der Erste Group Research. 

Konjunktur: Ein Pflänzchen sucht das Licht

In der letzten Woche hat Statistik Austria neue Daten zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht, einem der wichtigsten Indikatoren für die Wirtschaftskraft. Demnach betrug das BIP von Österreich im Jahr 2016 rund 349,5 Milliarden Euro und stieg preisbereinigt (real) um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Digitalisierung: Wachsender Online-Handel verschiebt Umsätze ins Ausland

Wenn heimische Plattformen gegen Amazon und Co nicht erfolgreicher auftreten, wandert künftiges Handelswachstum ins Ausland ab. |© Tim Reckmann/pixelio.de
© Tim Reckmann/pixelio.de
Wenn heimische Plattformen gegen Amazon und Co nicht erfolgreicher auftreten, wandert künftiges Handelswachstum ins Ausland ab.

Laut den neuesten Prognosen von RegioPlan werden die Ausgaben der österreichischen Haus­halte im Handel fast nur noch online steigen. Dadurch sind sogar die Top-Einkaufsdestinationen vom Frequenzrückgang betroffen. Im Worst Case wandern zehn Prozent des Online-Handelsvolumens über Plattformen ins Ausland ab. 

Inlandsnachfrage trägt Konjunkturaufschwung in Österreich

Die Grundtendenz der Konjunktur weist weiterhin aufwärts. |© APA
© APA
Die Grundtendenz der Konjunktur weist weiterhin aufwärts.

Gemäß der aktuellen Schnellschätzung des WIFO stieg das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich im IV. Quartal 2016 gegenüber der Vorperiode um 0,5% (Trend-Konjunktur-Komponente). Damit war die Grunddynamik der heimischen Konjunktur im IV. Quartal gleich jener des Vorquartals. Maßgebend für den Zuwachs war die inländische Nachfrage, während von der Außenwirtschaft kein wesentlicher Impuls ausging. Das Bild der Vorlaufindikatoren verbessert sich weiter und deutet auf eine sich verstärkende Konjunktur im Frühjahr 2017 hin.

Österreich: Wo die Hedonisten wohnen

Die Egozentrikerdichte steigt mit der Kaufkraft, heißt es in einer Milieustudie. |© Wolfgang Pfensig/pixelio.de
© Wolfgang Pfensig/pixelio.de
Die Egozentrikerdichte steigt mit der Kaufkraft, heißt es in einer Milieustudie.

Eine Studie definiert Hedonisten als Menschen der unteren Gesellschaftsmitte, die nur auf sich selbst schaut. Die von RegioData veröffentlichte Untersuchung kommt zu biblischen Ergebnissen. Mit der Kaufkraft wächst der Egoismus.

Bruttoregionalprodukt: Tirol und Vorarlberg wachsen am deutlichsten

BRP 2015: Unterdurchschnittliche Einkommen verzeichneten Tirol und die Steiermark. |© Benjamin Klack/pixelio.de
© Benjamin Klack/pixelio.de
BRP 2015: Unterdurchschnittliche Einkommen verzeichneten Tirol und die Steiermark.

Im Berichtsjahr 2015 verzeichneten alle Bundesländer nominelle Zuwächse des Bruttoregionalproduktes (BRP) zwischen +3,6% (Tirol, Salzburg, Burgenland) und +2,2% (Steiermark) – bei einer nominellen BIP-Steigerung Österreichs von +2,9%. Es waren weniger starke regionale Unterschiede – gemessen an der Entwicklung des BRP – zu beobachten als in den Jahren zuvor. Das zeigen die Daten von Statistik Austria zu den Regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für das Jahr 2015.

WIFO-Prognose: Inlandsnachfrage bleibt weiter stark

Steuerentlastung beflügelte den heimischen Konsum. |© Erdmann
© Erdmann
Steuerentlastung beflügelte den heimischen Konsum.

Die Inlandsnachfrage expandiert zur Zeit kräftig, die Steuerentlastung fördert eine Ausweitung des Konsums dauerhafter Güter wohl noch bis Mitte 2017. Die Investitionen werden 2016 von Fahrzeuganschaffungen getrieben, sodass die heimische Produktion weniger davon profitiert.

2016 war für heimischen Außenhandel bislang schwach

Die heimischen Exporte gaben vor allem in den Hauptmärkten USA und China nach. |© Thorben Wengert/pixelio.de
© Thorben Wengert/pixelio.de
Die heimischen Exporte gaben in den Hauptmärkten USA und China nach.

Der österreichische Außenhandel entwickelte sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 bei minimalem Wachstum verhalten. Die Exporte in die USA gingen um 5,1 Prozent zurück, wie Statistik Austria heute mitteilte. 

OeNB: Restrukturierung der heimischen Banken zeigt Wirkung

Die Gewinne der österreichischen Banken sind im ersten Halbjahr 2016 gestiegen. Dies war allerdings maßgeblich auf geringere Risikovorsorgen zurückzuführen. |© Rainer Sturm/pixelio.de
© Rainer Sturm/pixelio.de
Nachfrage und Volumen längerfristiger Investitionskredite sind gestiegen. Österreich Unternehmen sind aktuell sehr liquid.

Der Druck auf die heimischen Banken hat auch 2016 nicht nachgelassen. Erfolgreiche Restrukturierungen haben die Kredtiqualität am heimischen Markt aber merklich steigen lassen. 

WIFO: Heimische Wirtschaft wächst im III. Quartal

Tourismus belebt die heimische Wirtschaft. |© Andreas Hermsdorf/pixelio.de
© Andreas Hermsdorf/pixelio.de
Tourismus belebt die heimische Wirtschaft.

Gemäß der aktuellen Quartalsrechnung des WIFO wuchs die heimische Wirtschaft im III. Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent (II. Quartal +0,3 Prozent). Die Konsum- und Investitionsnachfrage war erneut stark und stützte das Wirtschaftswachstum.

12336