Versicherungen

Tipps aus dem Versicherungsgeschäft

Die neuen Unisex-Tarife und ihre Auswirkungen auf die “Betriebliche Vorsorge”

Die Unisex-Tarife bringen lassen auch im Bereich der Betrieblichen Vorsorge Teuerungen befürchten. © Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Aufgrund einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf es ab dem  21.Dezember 2012 keine geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Berechnung von Versicherungsprämien mehr geben. Dies bringt auch einige Änderungen bei betrieblichen Vorsorgeprodukten. Versicherungsverträge, die vor dem 21.Dezember 2012 abgeschlossen wurden, sind von dieser Regelung nicht betroffen. Die Steiermärkische Sparkasse informiert im neuen Newsletter für Firmenkunden über die Neuerungen. 

Ab 21. Dezember werden Unisex-Tarife in der Versicherungswirtschaft verpflichtend

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Ab 21. Dezember gelten für Mann und Frau die gleichen Versicherungstarife. © Bady (markus) / pixelio.de

Aufgrund der Unisex-Richtlinie dürfen ab dem 21.12.2012 nur mehr einheitliche im Sinne von geschlechtsunabhängige Tarife bzw. Prämien verwendet werden. Dadurch ist vor allem für die private Kranken-, Renten-, Berufsunfähigkeits- und Pflegeversicherung mit möglichen Erhöhungen der Beiträge zu rechnen. In einigen wenigen Fällen sind aber auch Vergünstigungen zu erwarten.

Heimische Privatversicherungswirtschaft litt 2011 unter schwachen Finanzerträgen

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Lebensversicherungen brachten es 2011 laut WIFO auf eine durchschnittlichen Rendite auf das veranlagte Kapital von 3,7%. © Benjamin Klack / pixelio.de

Niedrige Renditen auf Veranlagungen auf dem Geld- und Kapitalmarkt, Kursverluste an den Börsen und hoher Abschreibungsbedarf für Anleihen der Länder an der Peripherie der EU schwächten im  Jahr 2011 die Finanzerträge in der Versicherungswirtschaft, heißt es in einem Branchenbericht des WIFO. Trotz der vorsichtigen Veranlagungs-strategie verringerte sich der Abstand zwischen der Rendite auf Lebens-versicherungen und der Sekundärmarktrendite auf Bundesanleihen auf 1,1 Prozentpunkte.

Krankengeld für Kleinunternehmer soll kommen

27 Euro Unternehmerkrankengeld soll es ab dem 43. Tag. geben. Angestellte erhalten für die ersten sechs Krankenwochen den vollen Lohn. © Gerd Altmann / pixelio.de

Ein am Montag vom Gesundheitsministerium in Begutachtung geschickter Gesetzesentwurf zum 2. Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2012 will Unternehmern mit weniger als 25 Beschäftigten Krankengeld bei längerer Arbeitsunfähigkeit gewähren. Selbstständig Erwerbstätige bekommen künftig ein Krankengeld, wenn sie länger als 42 Tage arbeitsunfähig sind. Er gilt höchstens 20 Wochen für dieselbe Krankheit. Laut Entwurf ist das Krankengeld vom Einkommen unabhängig und beträgt 26,97 Euro am Tag. Die Begutachtungsfrist endet mit 31.10. des Jahres.

Ab 2013 sollen neue Regelungen für Frächter und Spediteure bei Transporten in Ungarn greifen

Ungarn: Frächter und Spediteure dürfen bald Sicherheiten für gefahrlosen Transport verlangen. © M. Großmann / pixelio.de

Das ungarische Parlament erarbeitet derzeit ein Gesetz für Frächter und Spediteure, das 2013 in Kraft treten soll. Der Frachtführer kann dann nach ungarischem Recht eine Sicherheit für den Fall verlangen, dass Gefahrenpotentiale des Transportgutes erst nach der Übernahme bekannt werden. Dasselbe Recht steht dem Beförderer zu, wenn ihm die Erfüllung durch eine nach Beginn der Beförderung erteilte Anweisung beschwerlicher wird. Auch die durch den Empfänger erteilte Anweisung kann an eine Sicherheit gebunden werden, heißt es in einem Kunden-Newsletter des Industrie-Versicherungsmaklers GrECo. Wenn der Auftraggeber keine Sicherheit leistet, kann der Spediteur den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen.

NEWSROOM-Wissen: Versicherungsschutz – wenn Mitarbeiter ihren Führerschein verlieren

Unternehmen müssen bei Unfällen mit ihren Dienstautos nachweisen, dass sie vom Führerscheinentzug des Mitarbeiters nichts wussten. © Arno Bachert / pixelio.de

Kfz-Versicherung verlangen, dass Fahrzeuge nur mit gültigem Führerschein gefahren werden dürfen. Bei Firmen, die Fahrzeuge an Beschäftigte überlassen, wird dies üblicherweise bei der Erstübergabe des Fahrzeugs geprüft. Alkohol am Steuer, Überschreiten der Höchst-geschwindigkeit, Führerscheinpunkte etc., können zu einem Führerscheinentzug führen, ohne dass dies dem Arbeitgeber gemeldet wird. Wird das Fahrzeug ohne Führerschein weiter benutzt und kommt es zu einem Unfall, muss das Unternehmen nachweisen, dass es nichts vom Führerscheinverlust wissen konnte, heißt es in einer Publikation des Industrie-Versicherungsmaklers GreCo.

Zusatzpensionen: Viele Firmen müssen nachschießen

Generationenvertrag bricht: Heuer wurden zwei Drittel der Pensionskassenpensionen gekürzt. © ruh

Zwei von drei Beziehern von Pensionskassenpensionen mussten 2011 Kürzungen im Schnitt von fünf Prozent hinnehmen. Besser sind jene dran, bei denen der Arbeitgeber eine Pension in fixer Höhe garantiert.  Für die Firmen bedeutet dies allerdings, dass sie für die Auszahlung der Pensionen Kapital nachschießen müssen. Noch kommen etwa 90 Prozent der Pensionszahlungen in Österreich vom Staat („erste Säule“).

Ärzte: Aushändigen von Merkblättern ersetzt nicht die Aufklärungspflicht

Die Aufklärung von Patienten über Diagnose und Therapie bedarf eines dokumentierten Gespräches. (c) Helene Souza/pixelio.de

Die Pflicht, Patienten vor einem Eingriff über damit einhergehende, mögliche Komplikationen und Risiken ordnungsgemäß aufzuklären, ist bekannt. Üblicherweise erfolgt die ärztliche Aufklärung anhand der gängigen Vor drucke („Aufklärungsbögen“). Die bloße Aushändigung und Unterzeichnung von Merkblättern oder Aufklärungsbögen ersetzt das persönliche Gespräch zwischen Arzt und Patient aber nicht, berichtet die Klientenzeitschrift der Ecclesia GrECo Hospital Versicherungsmakler GmbH.

Warum Haftpflichtversicherungen in Heilberufen immer teurer werden

Heilberufe leiden unter steigenden Schadenersatzurteilen. (c) Matthias Balzer / pixelio.de

In bestimmten Fachgebieten wird es für Ärzte und andere Heil-berufe immer schwieriger, Haftpflichtversicherungen zu finden. Auch steigen die Prämien. Eine Analyse eines Maklerkonzerns zeigt, dass nicht die Anzahl der Schadensfälle das Problem sind, sondern deren Höhe: Bei einem Schadenersatzurteil geht es um sehr hohe Summen.

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