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Nachrichten für die eigene Unternehmensform

Handels- KV wird 2012 um 3,6 Prozent ansteigen

Gewerkschaft und Arbeitgeber der Handelsbranche haben sich am 29. Dezember frühmorgens auf ein Lohnplus von 3,6 Prozent geeinigt. Bei der Karenz für das erste Kind wie für die Hospiz werden künftig zehn Monate als Berufszeit angerechnet. Wer weniger als 1500 Euro brutto verdient, erhält einen Fixbetrag von 50 Euro, für einzelne Gehälter bedeutet das ein Plus von bis zu 3,8 Prozent. Wer darüber liegt, für den steigt der Mindestlohn um 3,5 Prozent. Den Handel kostet die Anpassung alles in allem 650 Millionen Euro.

Agrartechnik: Einkaufsoptimierung entscheidet über globale Konkurrenzfähigkeit

Landmaschinentechnik war früher weniger kompliziert.

Westeuropäische Hersteller von Agrartechnik haben im Einkauf noch Luft nach oben. Gemessen an anderen Industrien schneiden ihre Einkaufsabteilungen in puncto Leistungsfähigkeit schlechter ab. Durch eine nachhaltige Optimierung ihres Einkaufs auf Best-Practice-Niveau können Produzenten von Landtechnik ihre Kostenposition innerhalb von drei Jahren um rund 440 Millionen Euro verbessern. Zugleich schaffen sie sich so eine gute Ausgangsposition, um sich in den wachstumsträchtigen Schwellenländern wettbewerbsfähiger aufzustellen und sich in traditionellen Märkten gegen den aufstrebenden Wettbewerb aus China oder Indien zu behaupten.

Erste Group und BCR unterzeichnen EUR 50 Mio. Kreditvertrag mit Mechel Group in Rumänien

Die Erste Group Bank AG (Erste Group) und ihre rumänische Tochter Banca Comerciala Romana (BCR) gewähren vier rumänischen Stahlwerken, die der Mechel Holding angehören, einen Kredit in der Höhe von EUR 50 Millionen. 2010 zählte das Segment Eisen & Stahl mit einem Plus von 35,1% zu den zehn wachstumsstärksten Branchen der rumänischen Wirtschaft. Im Laufe der nächsten zehn Jahre erwartet man in Rumänien einen weiteren Anstieg der Eisen- und Stahlproduktion um durchschnittlich 4,1% pro Jahr. Die Erste Group und BCR kooperieren mit Mechel in Rumänien seit 2007.

Körperschaftsteuersätze in Europa leicht gestiegen

Der Durchschnittssteuersatz bei Körperschaftsteuern ist 2011 zwar weltweit noch gesunken. Der langfristige Trend von sinkenden Körperschaftsteuersätzen scheint jedoch zu Ende zu gehen. In Europa sind die Körperschaftsteuersätze bereits leicht gestiegen. Das ergibt der Vergleich von Körperschaft- und indirekten Steuersätzen in 125 Ländern für die Corporate and Indirect Tax Survey von KPMG.

Finanzministerium informiert über Unternehmensserviceportal

Das Finanzministerium informiert über das Unternehmensserviceportal www.usp.gv.at heimische Unternehmen online. Damit sollen Verwaltungskosten  und Zeit gespart werden. Der Inhalt des Portals wird redaktionell von der Wiener Zeitung betreut, das Unternehmensregister von der Statistik Austria bereitgestellt.

Österreichs Verlage bleiben bei eBook-Trend abwartend

Der Ös­ter­­reichische Ver­leger­­verband untersuchte im Juli und August die Brancheneinschätzung der Themen eBook und eReader. Knapp 17 Prozent der Verlage haben demnach 2010 eBooks vertrieben, weitere 22 Prozent folgen im Jahr 2011. Investitionen in eBooks getätigt haben zum Zeitpunkt der Umfrage bereits 33 Prozent der österreichischen VerlegerInnen, weitere 50 Prozent planen dies für die folgenden zwei Jahre. Insgesamt möchten damit mehr als 80 Prozent der Befragten in der näheren Zukunft in diesem Segment tätig werden.

Finanzministerium will Begünstigungen für „Golden Handshake“ abschaffen

Die steuerlichen Begünstigungen für Sonderzahlungen im Vorfeld von Frühpensionierungen sollen für alle Arbeitnehmer fallen.  Weiters plant das Finanzministerium, die Absetzbarkeit derartiger Abschlagszahlungen für Arbeitgeber abzuschaffen.

WIFO-Prognose: Immer weniger neuer Wohnraum

Einen Rückgang bei den Baubewilligungen im Wohnbau erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO). Ein West-Ost-Gefälle innerhalb Österreichs soll dafür sorgen, dass gerade dort weniger gebaut wird, wo großer Bedarf herrscht. In Niederösterreich und Wien liege sie dagegen unter dem Durchschnitt, in Wien sei das bereits seit 1990 der Fall. 2010 sei die Rate in Niederösterreich bei 4,3 Baubewilligungen auf je 1.000 Einwohner gelegen. Wien war mit 3,1 Einheiten Schlusslicht unter den Bundesländern.
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