Erste Group mit besten Ergebnis ihrer Geschichte

Erste Group-CEO Andreas Treichl verdoppelt die Dividende für 2016. |© Erste Bank/Bruckner
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Erste Group-CEO Andreas Treichl verdoppelt die Dividende für 2016.

Die börsennotierte Erste Group zahlt ihren Aktionären nach einem deutlichen Gewinnanstieg für das Jahr 2016 eine Dividende von einem Euro je Aktie. Diese Dividendenverdopplung war vom Vorstand bereits in Aussicht gestellt worden. Mit einem Nettogewinn von 1,26 Milliarden Euro erzielte die Bankengruppe das beste Ergebnis seit Gründung.

Visa-Verkauf und niedrigere Risikokosten

Rückenwind gab es vor allem durch sinkende Kredit-Wertberichtigungen, aber auch einen Sonderertrag von 138,7 Mio. Euro aus dem Verkauf der Visa-Beteiligung. Auf der Kostenseite schlug eine einmalige Abschlagszahlung mit 200 Mio. Euro zu Buche, mit der sich die österreichischen Banken für die nächsten Jahre vom größten Teil der Bankensteuer freikaufen konnten. Der Nettogewinn legte 2016 um 30,6 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro zu, wie die Großbank am Dienstag früh bekannt gab.

Starker Anstieg bei Kundeneinlagen

Die Betriebserträge waren aufgrund des Niedrigzinsumfelds leicht rückläufig, während die Betriebsaufwendungen insbesondere wegen verstärkter Investitionen in IT und die Digitalisierung anstiegen. Während sich das Kreditwachstum mit einem Nettoneukreditvolumen von nahezu fünf Milliarden Euro 2016 ordentlich entwickelte, erhöhten sich die Kundeneinlagen – im Privat- und Firmenkundengeschäft zusammen – um mehr als zehn Milliarden Euro.

Kapitalisierung verdoppelte sich seit 2008

Das Wirtschaftswachstum liegt in der CEE-Region weiterhin über dem Durchschnitt der Eurozone. Die Tochterbanken der Erste Group (v.a. Tschechien, Slowakei und Rumänien)  entwickelte sich positiv und leisteten einen Beitrag zum Ergebnis der Gruppe. Damit hat die Erste Group seit Ausbruch der globalen Finanzkrise ihre Kapitalisierung mehr als verdoppelt. Die harte Kernkapitalquote gemäß Basel 3 phased-in lag zum Jahresende bei 13,4 Prozent. (APA/red)

 

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