So will die EU-Kommission Start ups stärker fördern

EU-Kommissar Jyrki Katainen will eine europäische Initiative für Start ups auf den Weg bringen. |© APA
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EU-Kommissar Jyrki Katainen will eine europäische Initiative für Start ups auf den Weg bringen.

Die EU-Kommission will Start up-Unternehmen wesentlich stärker unterstützen. Es soll ein gesamteuropäischer Risikokapitalfonds ins Leben gerufen werden. Zudem sind Vereinfachungen bei den Steuervorschriften geplant. 

Vorteile des gemeinsamen Marktes werden nicht genützt

Der Vizepräsident der EU-Kommission Jyrki Katainen erklärte am Dienstag in Straßburg, die “Start ups von heute sollen zu einer globalen Erfolgsgeschichte morgen werden”. EU-Binnenmarktkommissarin Elzbieta Bienkowska sagte, derzeit könnten Start ups nicht alle Vorteile der Möglichkeiten des gemeinsamen Marktes nützen.

Erleichterungen für Private Equity

Um Start ups zu Wachstum zu verhelfen, müssten auch regulatorische Hindernisse abgebaut werden, so Katainen. Notwendig sei ein besserer Zugang zu Risikokapital-Fonds und auch eine “zweite Chance”, wenn sich die Idee junger Unternehmer beim ersten Mal nicht durchsetzen konnte. “Es muss leichter werden, dass sie eine zweite Chance erhalten, ohne deswegen stigmatisiert zu sein, wenn ihre Idee beim ersten Durchgang nicht Erfolg hatte”, sagte Katainen.

Rascheres Wachstum ermöglichen

Bienkowska betonte, neben der Förderung für die Start-ups gehe es auch um eine “Scale-up-Initiative”, damit kleine Unternehmen rasch größer werden können. Europa müsse die “erste Wahl für große Geschäftsideen werden, die zu erfolgreichen Unternehmen heranwachsen können. Da geht es um Jobs, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.”

“Paneuropäischer Risikokapitalfonds”

Konkret will die Kommission gemeinsam mit der EIB (Europäische Investitionsbank) einen “paneuropäischen Risikokapital-Fonds” schaffen. Die EU werde die Ecksteine für Investitionen mit einem Maximalbudget von 400 Millionen Euro bieten, und die Fondsmanager müssten noch die dreifache Summe generieren, um einen Gesamtbetrag von 1,6 Mrd. Euro an Risikokapital-Fonds auslösen zu können.

Steuerlichen Rahmen erweitern

Außerdem sollte es einfachere Steuervorschriften für Start ups geben. Eine Möglichkeit dazu sei die von der EU-Kommission bereits geplante gemeinsame Körperschaftssteuer-Bemessungsgrundlage (CCCTB – Common Consolidated Corporate Tax Base). Es sei auch eine Vereinfachung des Mehrwertsteuer-Systems angedacht sowie eine Best-Practice-Initiative, um Start ups und Scale ups zu fördern. Ein Scale up ist ein Unternehmen, das kleinen Firmen bei der Erweiterung ihrer Geschäfte hilft. (APA)

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