Europa: Kaufkraft entwickelt sich leicht positiv

Insgesamt stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2016 etwa 9,18 Billionen Euro zur Verfügung. |© Andreas Hermsdorf_pixelio.de
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Insgesamt stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2016 etwa 9,18 Billionen Euro zur Verfügung.

Die Europäer haben im Jahr 2016 nominal rund 0,3 Prozent mehr Kaufkraft pro Kopf als im Vorjahr. Allerdings variiert das verfügbare Nettoeinkommen der untersuchten 42 Länder erheblich.

9,18 Billionen Euro

Die höchste Durchschnittskaufkraft findet sich in Liechtenstein, der Schweiz und Luxemburg, die niedrigste in Weißrussland, Moldawien und der Ukraine. Die Ukrainer haben nur gut ein Achtzigstel der Durchschnittskaufkraft der Liechtensteiner. Dies sind Ergebnisse der Studie „GfK Kaufkraft Europa 2016“.
Insgesamt stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2016 etwa 9,18 Billionen Euro für ihre gesamten Ausgaben sowie zum Sparen zur Verfügung. Dies entspricht einer durchschnittlichen Kaufkraft von 13.672 Euro pro Einwohner der 42 Studienländer. Das ist ein nominaler Anstieg von rund 0,3 Prozent. Dieses niedrige Wachstum der durchschnittlichen europäischen pro-Kopf-Kaufkraft ergibt sich unter anderem durch Wechselkurseffekte sowie stagnierende Wachstumsraten in einigen größeren Ländern. Eine Reihe von Ländern – Island, Bulgarien, Rumänien, Estland, die Tschechische Republik, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Malta, die Slowakei, Luxemburg und Lettland – weisen Wachstumsraten von über 5 Prozent auf.

Ungleichgewicht nach wie vor groß

Die Ungleichheit zwischen den Nettoeinkommen ist in Europa nach wie vor groß: Das kaufkraftstärkste Land, Liechtenstein, weist die fast achtzigfache pro-Kopf-Kaufkraft der Menschen in der Ukraine, dem kaufkraftschwächsten Land Europas, auf. Die vier einwohnerreichsten Länder – Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien – vereinen etwa 40 Prozent der Bevölkerung Europas und sogar fast 60 Prozent der verfügbaren Kaufkraft.

Selbst innerhalb des Top 10 Rankings nach der pro-Kopf-Kaufkraft der Länder sind Liechtenstein und die Schweiz mit Werten, die beim 3- bzw. 4,6-fachen des Europaschnitts liegen, einsame Spitze. Fast schon abgeschlagen kommt Luxemburg mit dem 2,2-fachen des Europadurchschnitts auf Rang 3. Alle anderen Länder in den Top 10 weisen mindestens das 1,5-fache der durchschnittlichen europäischen Pro-Kopf-Kaufkraft auf.

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