Infrastrukturausbau: Jetzt ist der Süden dran

Jörg Leichtfried allein im Abteil: Die Maßnahmen für den Süden sind bereits budgetiert. © APA
Jörg Leichtfried allein im Abteil: Die Maßnahmen für den Süden sind bereits budgetiert. © APA

Rund 12 Milliarden Euro fließen bis zum Jahr 2022 in den Ausbau von Schiene und Straße, in Breitbandnetze sowie in Forschung und Entwicklung entlang der Südstrecke.

175.000 Jobs betroffen

Mit der Headline “Jetzt ist der Süden dran” hat Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) das Investitionspaket seines Ministeriums für den Süden Österreichs präsentiert. Der Ausbau der Weststrecke habe große Effekte gezeigt, nun müsse dasselbe auch im Süden Österreichs geschehen, so Leichtfreid. Durch die Investitionen entlang der Südstrecke würden 175.000 Jobs über sieben Jahre gesichert oder neu geschaffen, das bedeute jährlich 25.000 Arbeitsplätze.

Bahn erhält Löwenanteil

Der Löwenanteil der Infrastrukturinvestitionen im Süden Österreichs fließt in die Modernisierung der Bahn, in die über 7,3 Mrd. Euro gesteckt werden. Durch die Verkürzung der Fahrtzeiten durch den Semmering-Basistunnel und den Koralm-Tunnel und die neuen Bahnstrecken werde die Fahrzeit Wien-Klagenfurt auf 2 Stunden 40 Minuten statt bisher 4 Stunden verkürzt. Graz-Klagenfurt werde mit 45 Minuten zur “Pendlerdistanz”. Dazu komme noch der Vollausbau der Pottendorfer Linie in Niederösterreich, Bahnhofserneuerungen zwischen Graz und Bruck an der Mur sowie ein Kärnten-Paket mit Investitionen in die Gailtalbahn und die Rosentalbahn.

Zweite Röhre für Karawankentunnel

Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl verweist auf mehr als 2,5 Mrd. Euro, die im Straßenausbau bis zum Jahr 2022 in den Süden Österreichs investiert werden. Davon sind rund 900 Mio. Euro für Neubauten und 1,6 Mrd. Euro für Investitionen in die bestehende Straßeninfrastruktur vorgesehen. Für Tunnelsicherheit werden etwa 500 Mio. Euro aufgewendet. Konkret wird die S7, die Fürstenfelder Schnellstraße, zwischen Riegersdorf und Heiligenkreuz errichtet, der Gleinalmtunnel in der Steiermark bekommt eine zweite Tunnelröhre und wird generalsaniert und auch der Karawankentunnel zwischen Kärnten und Slowenien soll voll ausgebaut werden und eine zweite Röhre bekommen.

Schnelles Breitband

Auch die Internetverbindungen werden ausgebaut: Rund ein Drittel der Breitbandmilliarde – 365 Mio. Euro – gehen an über 500 Gemeinden entlang der Südstrecke. Weiters sollen bis zum Jahr 2022 rund 1,4 Mrd. Euro in die angewandte Forschung entlang der Südstrecke fließen, etwa 200 Mio. Euro jährlich. Neben dem Metallurgie-Cluster in der östlichen Obersteiermark soll auch der überregionale Mikroelektronik-Cluster “Silicon Alps” zwischen der Steiermark und Kärnten gezielt gefördert werden. Alle genannten Maßnahmen sind bereits budgetiert. (APA)

 

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