Kärnten ist 2014 österreichischer Wachstumssieger im Export

Forst und Holzwirtschaft zählen zu den Top-3-Branchen in Kärnten. |© BMLFUW
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Forst und Holzwirtschaft zählen zu den Top-3-Branchen in Kärnten.

Die Außenhandelsergebnisse Kärntens lagen 2014 deutlich über dem Bundes-Durchschnitt. Österreichs südlichstes Bundeland baute seinen Außenhandelsbilanz-Überschuss im Jahr 2014 um 13,2 % auf € 1,121 Mrd. aus. Damit weist Kärnten mit einem Plus von 5,7 % den größten Export-Zuwachs aller Bundesländer auf. Der österreichweite Export-Zuwachs lag im Vorjahr bei 1,7 %. Gleichzeitig sind die Importe der Kärntner Betriebe um 2,6 % gestiegen (Österreichweit minus 0,8 %).

Stärkster Zuwachs unter heimischen Bundesländern

Kärnten baute seinen Außenhandelsbilanz-Überschuss im Jahr 2014 um weitere 13,2 % auf € 1,121 Mrd. aus. Kärnten ist damit eines von fünf Bundesländern mit einer positiven Außenhandels-Bilanz 2014 (OÖ, STMK, T, VBG, K). Der Anstieg des Außenhandelsbilanz-Überschusses ist auf die vermehrten Waren-Exporte zurück zu führen. Die Importe wuchsen um 2,6 Prozent, was auf ein „solides“ Beschaffungs-Wesen der Kärntner Außenwirtschafts-Betriebe zurückzuführen ist, wie die Wirtschaftskammer Kärnten meint. Die WKK hat die Außenhandelsdaten des Bundeslandes in einer Aussendungen veröffentlicht.

| © WK Kärnten, Kärnten Außenhandel 2014
© WK Kärnten, Kärnten Außenhandel 2014

Exporte

Im Bundesländervergleich haben sich die Waren-Exporte in Kärnten mit einem Plus von 5,7 % am besten österreichweit entwickelt. Haupttreiber waren dabei Deutschland und die USA. Insbesondere die USA gewinnen stetig an Bedeutung und haben mit einem Plus von 27 % zu unserem 2. wichtigsten Handelspartner Italien aufgeschlossen. Stark verbessert haben sich auch die Exporte nach Osteuropa (Ungarn, Polen, Tschechien) sowie nach Malaysia und in die Schweiz. Weiter gesunken sind die Exporte nach Italien und Slowenien.

Importe

Kärntens Importe haben sich im Jahr 2014 sehr stabil entwickelt. Insbesondere durch gestiegene Einfuhren aus Deutschland (+6,1 %) und China (+11,7 %) sind die Importe in Summe um 2,6 % angestiegen. Weiter rückläufig sind die Importe aus Italien und Slowenien sowie den westeuropäischen Ländern Frankreich und den Niederlanden. Auch aus entwickelten Übersee-Märkten wie Japan und den USA wurde weniger bezogen.

Waren-Struktur Kärntner Importe & Exporte im Jahr 2014

  1. Kessel, Maschinen, Apparate & mechanische Geräte:             777 Mio. (+ 3,9 %)
  2. Elektrische Maschinen, Apparate und elektrotechn. Waren:    735 Mio. (+ 8,3 %)
  3. Zugmaschinen, Kfz, Krafträder,
    nicht schienengebund. Fahrz.:  332 Mio. (- 4,9 %)
  4. Kunststoffe und Waren daraus:                                                     310 Mio. (- 1,1 %)
  5. Holz und Holzwaren, Holzkohle                                                   209 Mio. (- 9,6 %)
  6. Möbel, Bettausstat., Beleuchtungskörper,
    vorgefert. Gebäude:                                                                        203 Mio. (+10,9 %)
  7. Mineralische Brennstoffe Mineralöle und
    Erzeugnisse daraus:                                                                      200 Mio. (- 0,6 %)
  8. Anorganische chemische Erzeugnisse:                                   174 Mio. (+ 2,9 %)
  9. Schuhe, Gamaschen und ähnliche Waren:                            155 Mio. (+25,3 %)
  10. Papier und Pappe:                                                                      155 Mio. (+ 2,7 %)

 

Waren-Exporte 2014 (in EUR und %-Veränderung zum Vorjahr):

  1. Elektrische Maschinen, Apparate
    und elektrotechn. Waren:                                                              1,561 Mrd. (+15,8 %)
  2. Kessel, Maschinen, Apparate & mechanische Geräte:          1,483 Mrd. (+ 6,3 %)
  3. Holz und Waren daraus, Holzkohle:                                              534 Mio. (- 1,1 %)
  4. Kunststoffe und Waren daraus:                                                       371 Mio. (+ 4,5 %)
  5. Anorganische chemische Erzeugnisse:                                        258 Mio. (- 3,2 %)
  6. Verschiedene chemische Erzeugnisse:                                       251 Mio. (+ 1,4 %)
  7. Eisen und Stahl:                                                                                193 Mio. (- 0,4 %)
  8. Papier und Pappe:                                                                            185 Mio. (+27,3 %)
  9. Fleisch und genießbare Schlachterzeugnisse                           161 Mio. (+ 4,5 %)
  10. Waren aus Steinen, Gips, Zement und ähnlichen Stoffen       159 Mio. (+ 8,1 %)

 

Maschinenbau schiebt an

Die Warenstruktur des Kärntner Außenhandels ist sowohl Export- als auch Importseitig weiterhin geprägt von den Warengruppen „Kessel, Maschinen, Apparate & mechanische Geräte” sowie „Elektrische Maschinen, Apparate und elektrotechnische Waren”. Beiden Warengruppen sind in Ihrer Wertschöpfungskette eng miteinander verbunden und haben sowohl Import- als auch Exportseitig im Jahr 2014 weiter zugelegt.

Elektrogeräte als Exportschlager

Exportseitig belegt die Warengruppe „Elektrische Maschinen, Apparate und elektrotechnische Waren” erstmals Platz 1 in der Waren-Export-Struktur Kärntens. Erfreulich ist, dass in den Top-2-Warengruppen weiterhin fast doppelt so viel aus Kärnten exportiert als importiert wird. Das unterstreicht noch mehr die Wichtigkeit des Elektro -und Maschinenbaus für den Export und die Wirtschaft in Kärnten gesamt. Holz und Holzprodukte bleiben stabil die dritt wichtigste Warengruppe in Kärntens Wirtschaft. Stark zugelegt haben im Export auch Kunststoffe sowie Papier und Pappe, Importseitig haben die 2 Top-Waren-Gruppen weiter zugelegt. Ein deutliches Minus gibt es beim Import von Zugmaschinen und Kfz sowie von Holz und Holzwaren.

 

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