Kärnten: Landesweites Shuttle-Service bringt Gäste vom Bahnhof ins Hotel

Ein neue Shuttle-Programm soll in Kärnten "autofreie" Gäste vom Bahnhof ins Hotel bringen. |© ÖBB/Harald Eisenberger
© ÖBB/Harald Eisenberger
Ein neue Shuttle-Programm bringt in Kärnten künftig “autofreie” Gäste vom Bahnhof ins Hotel bringen.

Ein neues Projekt in Kärnten sichert Gästen den Transport von einem öffentlichen Verkehrsmittel zum Hotel.

Last Mile

Unter dem Titel „Sanftmobiles Naturerlebnis Kärnten“ will Kärnten Gäste ansprechen, die mit einem öffentlichen Verkehrsmittel nach Kärnten kommen. Die Gäste sollen von Bus- oder Zugbahnhof mit Hilfe eines Shuttle-Service direkt zu ihrem Hotel kommen. Der Schwerpunkt dieser Aktion liege auf der ‚last mile‘“, so die Kärntner Landesregierung in einer Presseaussendung.

Kärntenweiter Shuttle-Service

Kärnten müsse auf allen Wegen erreichbar sein und es müsse sichergestellt sein, dass der Gast von seiner Haustür problemlos das Hotel-Bett erreicht. Mit dem Projekt werde ein kärntenweiter Bahnhofshuttle-Service aufgebaut. Ziel seien jährlich 15.000 bis 17.000 Gäste, die mit der Bahn nach Kärnten kommen. Weiters werde ein Naturerlebnis-Shuttle aufgebaut, um die Gäste gezielt zu Naturerlebnis-Programmen zu führen.

Autofreie Gäste

Zahlen würden belegen, dass immer mehr Gäste auf ihr Auto verzichten. Und 50 Prozent der in Großstädten lebenden Menschen haben gar kein Auto mehr. Wer in der Stadt lebe, reduziere automatisch seine Mobilitätskosten. Auch bei den Jugendlichen in Städten nehme die Bedeutung des Autos ab, immer weniger Führerscheine würden in Großstädten gemacht. Für Tourismuslandesrat Christian Benger hat Kärnten entsprechende Angebote zu schnüren.

Wachsender Trend

Erst fünf Prozent der Gäste würden mit der Bahn nach Kärnten kommen. Die Bahn werde aber im Sommer wie im Winter immer attraktiver als Verkehrsmittel für die Urlaubsreise angesehen, da der Zeitfaktor eine nicht mehr so große Rolle spiele und Staus kein Thema seien. So sei die Differenz München-Klagenfurt mit Auto oder Bahn lediglich eine halbe Stunde – ohne Stau.

Finanzierung

Das Projekt läuft in Kooperation von Kärntner Tourismusregionen, Kärnten Werbung und Lebensministerium. In Summe werden 450.000 Euro aufgewendet: 200.000 Euro vom Bund, 110.000 Euro vom Land Kärnten, der Kärnten Werbung und 140.000 Euro von sieben Tourismusregionen Kärntens (Villach – Faaker See – Ossiacher See, Nassfeld-Pressegger See – Lesachtal – Weissensee, Klopeinersee – Südkärnten, Mittelkärnten, Millstättersee, Wörthersee sowie Nockberge).

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