KMU-Förderungen: aws hat ERP-Programm erweitert

Die ERP-Kredite für Erweiterungen und Innovationen werden in Wien kaum genutzt. |© Rainer Sturm/pixelio.de
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Die ERP-Kredite für Erweiterungen und Innovationen werden in Wien kaum genutzt.

Mit 2017 hat die aws die Rahmenbedingungen für den Einsatz einer ERP-Förderung erweitert. Dennoch werden die Möglichkeiten des Fonds von den heimischen Klein- und Mittelunternehmen nur teilweise genutzt. Ín Wien ist die Nachfrage im Bundesvergleich am schwächsten. 

Zielgruppe: Unternehmen von 1 bis 3000 Mitarbeitern

Ziel des aws-ERPO-Programms ist die Unterstützung von Innovations- und Wachstums­projekten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU gemäß EU-Definition) bzw. mittelständische Unternehmen. Siet 1.1.2017 werden Unternehmen bis 3.000 Mitarbeitern vom Programm angesprochen.Bis dahin lag die Obergrenze bei 250.

Über 250 Mio. Euro noch zu haben

600 Mio. Euro beträgt das von der Austria Wirtschaftsservice (AWS) für 2015 bereitgestellte Fördervolumen für ERP-Kredite. 326 Mio. Euro davon wurden in den ersten zehn Monaten auch bereits abgeholt. Laut der Wiener Tageszeitung “Die Presse”  gehen mit 49,3 Prozent fast die Hälfte aller ERP-Kredite nach Oberösterreich, nach Niederösterreich 16,1 Prozent. Wien ist weiut abgeschlagen: Mit 2,3 Prozent werden die staatlich geförderten Unternehmenskredite von KMU kaum verwendet.

Unterstützt werden Unternehmen in einem der folgenden Wirtschaftszweige:

  • industrielle oder gewerbliche Produktion,
  • Forschung und Entwicklung,
  • Dienstleistungen,
  • Transport- und Verkehrswirtschaft,
  • Verarbeitungsunter­nehmen von landwirtschaftlichen Produkten der ersten Verarbeitungsstufe
  • und Handel.

Sitz oder Betriebsstätte

Bei dem Unternehmen handelt es sich um ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU), das heißt ein Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und maximal EUR 50 Mio. Umsatz oder maximal EUR 43 Mio. Bilanzsumme oder um ein mittelständisches Unternehmen (mid cap), dessen Beschäftigtenstand in den letzten beiden Geschäftsjahren unter 3.000 Mitarbeiterinnen liegt. Verflochtene Unternehmen sind aus Sicht der aws als Einheit zu betrachten. Das Unternehmen muss über einen Sitz oder eine Betriebs­stätte in Österreich verfügen.

Förderbare Projekte

Im Rahmen des aws erp-KMU-Programms können folgende Projekte unterstützt werden:

  • Neugründungen und Betriebsansiedlungen
  • Produkt- und Verfahrensinnovationen sowie
  • innovative Dienstleistungen, z. B. durch Umsetzung eigener Forschungsergebnisse oder
  • Zukauf und Adaption neuer Technologien
  • Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen
  • Direktinvestitionen im Ausland, wenn das Beteiligungs­projekt den strategischen Zielen des antragstellenden Unternehmens entspricht, einen positiven Beitrag zu seiner wirtschaftlichen Entwicklung erwarten lässt, und die federführende Verantwortlichkeit des antragstel­lenden Unternehmens für die kommerzielle und tech­nische Betreuung des Projektes gegeben ist

 

Förderbar sind grundsätzlich:

  • Investitionen und zu aktivierende Eigenleistungen in Maschinen, maschinelle Anlagen, Spezialwerkzeuge, Einrichtungen, EDV-Hardware etc.
  • Bauinvestitionen
  • Grunderwerb bei Unternehmensneugründungen, Betriebserweiterungen und Betriebsansiedlungen im betriebsnotwendigen Ausmaß
  • Kosten für immaterielle Anlagegüter (Patente, Lizenzen etc.) werden gefördert, wenn sie zu Marktbedingungen durch Kauf von Dritten erworben werden und eine Aktivierung in der Bilanz erfolgt
  • Bei Direktinvestitionen im Ausland sind Kosten in Form von Beteiligungsmitteln förderbar (Kapitalausstattung, Gesellschafterdarlehen an das ausländische Beteiligungsunternehmen, Kaufpreis, u. ä.) sowie
  • Errichtung einer Tochtergesellschaft oder eines Joint-Ventures,
  • Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensanteilen,
  • Erweiterung einer bestehenden Beteiligung

Nicht förderbar sind generell jene Kosten, die vor der Antragsstellung entstanden sind sowie Kosten für Ersatz­investitionen.

 

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