Kosmetik-Branche: Fünf Kundentypen, die für Online-Wachstum sorgen

Die Online-Umsätze mit Schönheits- und Körperpflegeprodukten in Europa werden bis 2019 weiterhin jährlich um mehr als acht Prozent steigen. Damit wächst dieser Kanal etwa viermal so schnell wie der stationäre Handel. |Kosmetik-Branche © birgitH/pixelio.de
Kosmetik-Branche © birgitH/pixelio.de
Die Online-Umsätze mit Schönheits- und Körperpflegeprodukten wachsen viermal so schnell wie der stationäre Handel .

In der Kosmetik- und Schönheitspflegebranche wachsen Online-Kanäle vier Mal schneller als der stationäre Handel.  Eine Studie von A.T. Kearney hat fünf Kundentypen identifiziert, die für Online-Wachstum sorgen.

Lieferzeit von maximal vier Tagen, Gratis-Lieferung

Die Online-Umsätze mit Schönheits- und Körperpflegeprodukten in Europa werden bis 2019 weiterhin jährlich um mehr als acht Prozent steigen. Damit wächst dieser Kanal etwa viermal so schnell wie der stationäre Handel. Online-Händler und Markenanbieter der Kosmetik-Branche, die ihre Kunden kennen und ihnen auch online ein Gefühl für ihre Produkte vermitteln können, sind dabei erfolgreicher. Gleichzeitig erwarten gerade deutsche Kunden ein Maximum an Komfort: So halten 90 Prozent eine Lieferzeit von höchstens vier Tagen für vertretbar. Für über 50 Prozent der Befragten sollte der Versand kostenlos sein. Lediglich zwei Prozent könnten sich mehr als fünf Euro Gebühren vorstellen.

Fünf Kundentypen im Portefeuille

Insgesamt teilt die Studie die Zielgruppen nach Alter, monatlichen Ausgaben für Schönheit und Körperpflege (on- und offline), Experimentierfreude und Erwartungen beim Versand in fünf Typen ein:

  • klassische Kosmetik- und Pflegekunden (46 Prozent),
  • Naturkosmetik-Fans (18 Prozent),
  • Gesundheitsbewusste (17 Prozent),
  • modebewusste Fashionistas (9 Prozent) und „
  • Beauty-Junkies“ (10 Prozent).

Beauty-Junkies und Fashionistas kaufen das Dreifache

Die Unterschiede zwischen den Konsumentengruppen sollten Online-Anbieter für gezielte Angebote nutzen, etwa, um bei Beauty-Junkies und Fashionistas neue Produkte, Anwendungen oder auch Marken zu platzieren, so die Studie. Denn obwohl sie derzeit die kleinste Käufergruppe sind, investieren sie im Vergleich zum „klassischen“ Online-Kunden monatlich das Doppelte bis Dreifache für Körper- und Schönheitspflege. Da Vertreter dieser Zielgruppe außerdem ein überdurchschnittlich hohes Einkommen haben, sind sie eher dazu bereit, für Versand und Rückgabe zu zahlen.

Bio-Kosmetik bleibt im Trend

Neben individuell auf besondere Kundenwünsche zugeschnittenen Produkteigenschaften und -zusammensetzungen liegen Natur- und Pflanzenkosmetik im europäischen Online-Handel stark im Trend: Ein Großteil der Kunden kauft diese Produkte online, in Deutschland tun dies sogar 65 Prozent.

Online-Shops legen nach

Amazon ist der Studie zufolge in Deutschland und Großbritannien eindeutig Marktführer unter den Shopping-Adressen für Make-up, Parfüm oder Duschgel. In Deutschland folgen Douglas, die Drogeriemarktketten Rossmann und dm sowie Marken-Shops wie NIVEA.de auf den weiteren Plätzen. Frankreich bildet eine Ausnahme: hier liegt der nationale Anbieter Yvesrocher.fr auf Platz 1, gefolgt von Amazon.

Preis bleibt das zentrale Kaufmotiv

A.T.Kearney führt die Studie zu E-Commerce-Trends bei Schönheits- und Körperpflegeprodukten seit 2012 in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA durch. Danach gewinnen neben dem Preis – nach wie vor das wichtigste Motiv für Online Shopper -– zunehmend andere Kriterien an Bedeutung: schon die Hälfte sucht vor allem Produktinformationen, Kundenbewertungen, Anwendungstipps oder neue Styling-Ideen.

Digitale Services

Insbesondere Anwendungen im Umfeld der Social Medias  wie Online-Tests, mobile Hautbild-Apps, Beauty-Foren und Ratgeber-Communities bieten der Studie zufolge gute Chancen zur Differenzierung im Wettbewerb. Das gleiche gilt für bebilderte Produktbewertungen von Kunden oder kostenlose Muster als Bestandteil der Lieferung. Eine potenzielle Zielgruppe dafür sind insbesondere die 20 Prozent der Befragten, die bislang nicht online kaufen, weil sie die Produkte sehen, fühlen und testen wollen.

 

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