Löhne sind in sieben EU-Staaten geringer als vor acht Jahren

nur in drei Ländern - Deutschland, Polen und Bulgarien - habe es tatsächlich reale Lohnsteigerungen gegeben. |© Paul-Georg Meister/pixelio.de
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Nur in Deutschland, Polen und Bulgarien habe es seit 2009  reale Lohnsteigerungen gegeben, sagt der EGB.

Die Löhne haben sich in den 28 EU-Staaten völlig unterschiedlich entwickelt. Der Europäische Gewerkschaftsbund stellte fest, dass in sieben Ländern die heutigen Löhne geringer sind als noch vor acht Jahren.

Österreich verzeichnete nur minimale Lohnsteigerungen

In 18 Staaten inklusive Österreich habe es nominelle Anstiege gegeben, aber nur in drei Ländern – Deutschland, Polen und Bulgarien – habe es tatsächlich reale Lohnsteigerungen gegeben. Österreich musste sich 2016 mit einer Lohnsteigerung von 0,32 Prozent und damit dem fünftletzten Platz in der EU begnügen. Rumänien wies mit 8,94 Prozent den höchsten Lohnzuwachs gegenüber dem Jahr davor auf. Auf der anderen Seite rangierte Belgien als einziges Land mit einem Rückgang (-0,94 Prozent).

Neuen MItgliedsländer holen auf

Dabei zeigt sich, dass vor allem die östlichen EU-Staaten ihren Aufholprozess bei den Gehältern fortsetzten. Neben Rumänien rangierten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn und Tschechien unter jenen Ländern, deren Lohnsteigerung höher als 3,0 Prozent lag.

Auch GB und IT verzeichnen Rückgänge

Die sieben Staaten mit sinkenden Löhnen in der Periode von 2009 bis 2016 sind Griechenland mit den höchsten Einbußen für die Beschäftigten von 3,1 Prozent. Dann folgen Kroatien (-1,0 Prozent), Ungarn (-0,9 Prozent), Portugal (-0,7 Prozent), Zypern (-0,6 Prozent), Großbritannien (-0,4 Prozent) und Italien (-0,3 Prozent).

Reale Steigerungen in drei Staaten

In nur drei Staaten gab es tatsächlich reale Lohnerhöhungen, wenn man die Inflationsrate mit einrechnet. Dies sind Deutschland, Polen und Bulgarien. Die Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes, Esther Lynch, sprach von “sehr schlechten Neuigkeiten, nicht nur für die Arbeitnehmer und ihre Familien, sondern auch für die Unternehmen. Wenn die Beschäftigten weniger Geld ausgeben können, leiden auch die Arbeitgeber.” (APA)

 

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