Milch- und Fleischbranche: Hier gibt es Förderungen für Exportprojekte

aws ünerstrützt kleine und große Milch- und fleischverarbeitende Betriebe bei Exportmaßnahmen. |@ Martina Siebenhandl
@ Martina Siebenhandl
aws unterstützt kleine und große milch- und fleischverarbeitende Betriebe bei Exportmaßnahmen.

Das aws lobt Zuschüsse für Investitionen zur Erschließung neuer Exportmärkte in der Milch- und Fleischbranche aus. Das Programm ist auch für Grußunternehmen offen und läuft bis Ende des Jahres.

Branchenhilfe für mehr Exporte

Die schwierige Branchenentwicklung im Milch- und Fleischsektor ruft das aws und eines ihrer Förderprogramme auf den Plan. Es wird eine zusätzliche Förderungsantragstellung im Rahmen eines jährlichen „Calls (Aufrufes)“ angeboten. Das Programm ist auch für Großunternehmen der Milch- und Fleischbranche geöffnet.​​​ In Summe sind alle Unternehmen aus den Bereichen „Milch- und Molkereiprodukte“ sowie „Fleisch- und Fleischverarbeitung inkl. Lebendviehvermarktung“ angesprochen, die Investitionen zur Erfüllung von Anforderungen für den Export in neue Märkte (im Speziellen Drittlandsmärkte) tätigen.​​​

Achtung: Das Projekt darf vor Einreichung dieses Antrags noch nicht begonnen sein, wobei der Projektbeginn nicht nur Lieferungen/Leistungen, Rechnungen und Zahlungen sondern auch die erste verbindliche Bestellung umfasst.​​​

Förderbare Projekte​​​ in der Fleischbranche

Das aws listet Beispiele förderungswürdiger Investitionen im Sektor „Fleisch und Fleischverarbeitung inkl. Lebendviehvermarktung“ für den Export in neue Märkte​​​ auf:

  • Errichtung eigener Räumlichkeiten/räumlich getrennte Bereiche für unterschiedliche Fleischarten (v. a. Trennung Rind-/Schweinefleisch) entlang der gesamten Produktionskette
  • Aufbau von Rückverfolgbarkeitssysteme (Software, Datenmanagement , elektronische Lesegeräte,…)
  • Modernisierung und Errichtung von Kühl-/Tiefkühllagern
  • räumliche Trennung von Schlachtung/Zerlegung/Verarbeitung
  • Modernisierung und Ausbau von Laborausstattungen
  • Bau von Produktionsanlagen zur Erzeugung von Produkten für den Export in neue Märkte
  • Investitionen in Nebenprodukteverarbeitung (für den menschlichen Verzehr) – bspw. gesonderte Arbeitsbereiche bei der Bearbeitung von Pfoten, Köpfen, Ohren, Innereien und anderen Nebenprodukten
  • Errichtung länderbezogener Verpackungsstationen bzw. länderbezogene Expeditabteile
  • Verbesserung seuchenrechtlicher Maßnahmen (Voraussetzungen für Notschlachtungen, Seuchenteppich, Stallungen, …) in der Fleischverarbeitung
  • Erneuerung der Kistenwaschanlagen bzw. eigene Kisten für Pfoten und Köpfe (mit gesonderter Kennzeichnung für den Export) sowie in Förderanlagen
  • Bau eigener Stallungen zur Durchführung seuchenrechtlicher Maßnahmen für die Lebendviehvermarktung

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Förderbare Projekte des Sektors “Milch und Milchverarbeitung” für den Export in neue Märkte​​​

  • ​​Produktionsanlagen zur Erzeugung von Produkten für den Export in neue Märkte
  • Lagererweiterungen inkl. Reifelager
  • Betriebslabor
  • länderbezogene Expeditabteile
  • Sperrlager für abgelaufene Ware​​

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Förderbare Kosten​​​​

  • Bauinvestitionen
  • Maschineninvestitionen
  • Sonstige Kosten wie Planungs- und Beratungskosten (bis zu 12 % der förderbaren Investitionskosten) ​​​

Mehrere Angebote einholen

Zur Prüfung der Angemessenheit der zur Förderung beantragten Kosten müssen drei Angebote pro beantragtem Investitionsgegenstand (ab Auftragsvolumen von EUR 10.000,00, darunter zwei Angebote) ebenfalls bis spätestens 30.12.2016 vorgelegt werden.​​​ Gefördert werden Projektgrößen ab EUR 300.000.

 

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