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Neue Förderungen für Jungunternehmer

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Minister Mitterlehner und Fekter bei der Präsentation der neuen Förderung. (c) APA

Finanzministerin Fekter und Wirtschaftsminister Mitterlehner haben am Dienstag zwei neue Fördermaßnahmen für Jungunternehmer präsentiert. Zusammen wollen sie 110 Mio. Euro über 6 Jahre aufbringen, davon 87,5 Mio. Euro von der öffentlichen Hand. Nur 6,9 Prozent der Unternehmen in Österreich sind Neugründungen, also weniger als fünf Jahre alt, begründeten die Politiker den Bedarf.

Staat als Investor
Damit liege Österreich im EU-Vergleich “im hinteren Bereich”. Außerdem hängen Jungunternehmen stark von Bankkrediten ab – die unter den neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel III) weniger leicht vergeben werden. Der neu aufgelegte Gründerfonds hat 65 Mio. Euro zur Verfügung, im ersten Jahr 15 Millionen, dann je 10 Millionen. Er ermöglicht eine 49-Prozent-Beteiligung an Jungunternehmen. Die öffentliche Hand werde als strategischer Investor und nicht als Finanzinvestor agieren, das heißt auch länger beteiligt bleiben. Nach etwa zehn Jahren werde man wieder aussteigen – und vorzugsweise an den Gründer verkaufen, der ein Vorkaufsrecht erhalten soll.

Der Gründerfonds werde über den Austria Wirtschaftsservice(aws) abgewickelt, der über die Beteiligungen entscheidet und diese mit Know-How unterstützt. Ausfälle könne es geben, da es sonst kein Risikofonds wäre, heißt es. Grundsätzlich gehe man davon aus, dass auch viele Beteiligungen mit Gewinn verkauft werden können. Pro Jahr plane man 20 bis 30 Beteiligungen zu je 100.000 bis zu 1 Mio. Euro, um Österreichs Gründer zu unterstützen.

Business Angels
Die zweite Maßnahme ist ein “Business Angels Fund”: Hier zahlt die öffentliche Hand 22,5 Mio. Euro ein – die Republik Österreich 15 Millionen und die EU (der Europäische Investitionsfonds EIF) 7,5 Millionen. Etablierte Unternehmer, sogenannte “Business Angels”, sollen das Geld auf 45 Millionen Euro verdoppeln und zugleich ihre Expertise an den aufstrebenden Unternehmer weitergeben. Fekter erwartet bei den Business Angels 30 bis 50 Beteiligungen pro Jahr.

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