Frische Impulse: So funktioniert die Investitionszuwachsprämie

2017 und 2018 sollen insgesamt 175 Millionen Euro als Investitionszuwachsprämie an heimische Unternehmen vergeben werden. |© Rainer Sturm/pixelio.de
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2017 und 2018 sollen insgesamt 175 Millionen Euro als Investitionszuwachsprämie vergeben werden.

Anträge für die Investitionszuwachsprämie können bei der aws bereits eingebracht werden, auch wenn das Programm noch nicht formal beschlossen ist. Einreichen können Unternehmen bis 250 Mitarbeiter, die in ihre österreichische Betriebsstätte investieren.

25.000 neue Arbeitsplätze

2017 und 2018 sollen insgesamt 175 Millionen Euro als Investitionszuwachsprämie an heimische Unternehmen vergeben werden. Mit dieser Förderungsaktion soll ein Anreiz für Unternehmensinvestitionen geschaffen werden, um der gegenwärtig zurückhaltenden Investitionsneigung von österreichischen Unternehmen zu heben und Wachstums- und Beschäftigungsimpulse zu setzen. Der Impuls für unternehmerische Investitionen soll zu einer Steigerung der betrieblichen Wettbewerbsfähigkeit, zur Sicherung von Unternehmensstandorten und Betriebsstätten sowie von Arbeits- und Ausbildungsplätzen beitragen. Die Regierung erwartet, mit der Maßnahme Investitionen von 1,2 Milliarden Euro auszulösen und damit rund 25.000 Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.

Finanzierbare Projekte

Gefördert werden Neuinvestitionen, die in einer Betriebsstätte in Österreich realisiert werden, und die  bei Kleinst-/Kleinunternehmen zumindest um Euro 50.000,- (Investitionszuwachs) bzw. bei mittleren Unternehmen zumindest um Euro 100.000,- (Investitionszuwachs) höher liegen als der Wert der durchschnittlichen aktivierten Anschaffungs- und Herstellungskosten der letzten drei Geschäftsjahre (spätestens neun Monate nach Bilanzstichtag ist der aktuellste Jahresabschluss heranzuziehen).

Finanzierungsvolumen

  • Der Zuschuss für Kleinst- und Kleinunternehmen beträgt 15 % des Investitionszuwachses von zumindest EUR 50.000,- bis max. EUR 450.000,-.
  • Für mittlere Unternehmen ab 50 Mitarbeiter bis 250 Mitarbeiter gibt es 10 % des Investitionszuwachses von zumindest EUR 100.000,- bis max. EUR 750.000,-.

Daher beträgt der maximale Zuschuss im Einzelfall EUR 75.000,-. Abgewickelt wird die KMU-Investitionszuwachsprämie von der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws).

Wie bemisst sich der Investitionszuwachs?

Die Höhe des Investitionszuwachses muss  bei Betrieben mit bis zu 49 Mitarbeitern zwischen 50.000 und 450.000 Euro liegen, bei den Unternehmen mit 49 bis 250 Mitarbeitern zwischen 100.000 und maximal 750.000 Euro. Als Investitionszuwachs ist jener Betrag der Neuinvestition definiert, der über dem Durchschnitt der Investitionen der vorangegangenen drei Jahre liegt. Gefördert werden Investitionen in neu angeschaffte, aktivierungspflichtige Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens

Warten auf rechtlichen Beschluss

Die Richtlinie zu diesem Förderungsprogramm soll vom Bund in Kürze beschlossen werden. Um Verzögerungen zu vermeiden können Förderungsanträge bereits auf Basis des vorliegenden Entwurfs gestellt werden. Entscheidungen über die Gewährung einer Förderung können laut aws erst bei Vorliegen der endgültigen Rechtsgrundlagen getroffen werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Förderung oder Ersatz des mit der Antragstellung verbundenen Aufwandes.

Selbstcheck vor Antrag

Um eine rasche und unkomplizierte Abwicklung dieser Förderung zu ermöglichen wurde bei der Einreichung der Anträge über den aws Fördermanager ein „Selbstcheck“ eingeführt. Dabei kann das Unternehmen selbst prüfen ob die Grundvoraussetzungen für die Förderung eingehalten werden und erhält eine Indikation, ob eine Förderung grundsätzlich möglich ist. Es können nur vollständige Anträge – d.h. alle Pflichtfelder am Fördermanager sind befüllt, die notwendigen Unterlagen sind hochgeladen und der „Selbstcheck“ hat ein positives Ergebnis – abgesendet werden. Die Vergabe der Förderungsmittel erfolgt nach der Reihenfolge der eingehenden, vollständigen  Anträge.

 

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