Oberösterreich schafft offenes Testgelände für autonomes Fahren

Autobahnabschnitte im oö. Zentralraum und ein Gelände bei Enns sollen als Teststrecken für autonome Logistikkopnzepte dienen. |© H.D.Volz/pixelio.de
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Autobahnabschnitte im oö. Zentralraum und ein Gelände bei Enns sollen als Teststrecken für autonome Logistikkopnzepte dienen.

DigiTrans ist ein Projekt des Automobil-Clusters (AC) mit dem Ziel, im Zentralraum Österreich-Nord (Linz – Wels – Steyr) eine Testregion für automatisiertes und vernetztes Fahren zu errichten. Unternehmen können Entwicklungsprojekte ab 2018 auf einem Gelände in Enns und später auf Straßen erproben. 

Offen für alle interessierten Unternehmen

DigiTrans widmet sich dem Aufbau und Betrieb der Testregion nach den Anforderungen der Industrie, Gütermobilitätsdienstleistern und Infrastrukturbetreibern (Straße, Bahn, Binnen-Schiffshafen, Flughafen). Die DigiTrans-Teststrecke für Gütermobilität ist offen für alle Fahrzeughersteller und Service-Betriebe, die sich einer neuen Gütermobilität mit assistierten und selbstfahrenden Fahrzeugen verschrieben haben, um Bedarfe für eine Systemabstimmung und -integration mit neuen, automatisierten Lösungen zu testen.

EU-Gemeinschaftztsprojekt

Die Bedeutung von autonomen Systemen (z.B. Spur- und Abstandsassistenten in Fahrzeugen) steigt stark an und auch die Anzahl der Systeme nimmt rapide zu. Das Testen und Validieren solcher Systeme ist jedoch aktuell noch mit sehr hohem Aufwand und teils einigen Unsicherheiten verbunden. An dem Projekt, das ein Gesamtvolumen von 68 Mio. Euro hat, arbeiten insgesamt 74 Partner aus Forschung und Industrie aus 15 verschiedenen EU-Staaten. Die Herausforderungen sind in vielen Industriebereichen gleich. Daher sind Partner aus den Bereichen Automotive, Aerospace, Rail, Maritime, Health und Farming an dem Projekt beteiligt.

DigiTrans schafft Erfahrung

Autonom gesteuerte Fahrzeuge werden in Oberösterreich nicht ohne eine intensive Prüf- und Testphase im Verkehrsnetz auftauchen. Erst wenn technologische Standards sowie intensive Sicherheitsprüfungen und auch die gesetzlichen Voraussetzungen auf dem Tisch liegen, wird die Zulassung erster, vereinzelter Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen erfolgen. Im Rahmen von DigiTrans wird die technologische Umsetzung von konkreten Anwendungsfällen mit Schwerpunkt „autonomes Fahren im Bereich Gütermobilität” sondiert und ein mögliches Betreibermodell einer Testregion evaluiert. Ein Drei-Stufen-Plan gewährleistet dabei die Sicherheit der Technologie vor deren Einführung im öffentlichen Bereich.

  • Virtuelle Simulation: Bevor in der Praxis getestet wird, soll in einem virtuellen Szenario geprüft werden, wie die Systeme miteinander optimal kommunizieren können, wie Übergabesituationen von Straßen auf Betriebsgelände aussehen sollen und welche Schnittstellen wie zusammenarbeiten müssen.
  • Test in gesichertem Bereich: Am Ennshafen Kai 21 wird auf Basis der virtuellen Ergebnisse ein gesicherter Testbereich aufgebaut. Hier werden frühestens 2018 erste Versuche mit nachgestellten Logistik-Szenarios erfolgen wie etwa das Rangieren von Sonderfahrzeugen oder autonome Umschlagvorgänge.
  • Sicherer Betrieb in Betriebsgelände-Umgebung: Erst nach erfolgreichen Ergebnissen aus der Testphase am Kai 21 wird der öffentliche Verkehrsraum in unmittelbarer Nähe von definierten Betriebsgeländen mit einbezogen und gewonnenen Erkenntnisse auf andere Anwendungsbereiche transferiert.

Kontakt mit Regionen in Steiermark

Der Kontakt mit anderen Testregionen wie z.B. in der Steiermark, wo demnächst auf Autobahnen getestet werden soll, sowie in Deutschland, wo ebenfalls bereits Tests laufen, garantiert, dass auch in Oberösterreich die nötigen Schritte gesetzt sind, bevor die ersten autonom fahrenden Autos bzw. Nutzfahrzeuge in den öffentlichen Verkehrsraum geschickt werden.”, heißt es in einer Presseaussendung des Landes.

Eckdaten des Projekts

  • Name: „DigiTrans: Testregion Österreich-Nord für automatisiertes Fahren unter Einbeziehung von Digitalisierungs- und Logistikaspekten”
  • Projektlaufzeit: 12/2016 bis max. 5/2017
  • Projektvolumen: € 270.000,- (davon Förderung: € 200.000,-)
  • Kernkonsortium:   Automobil-Cluster   der   Business   Upper   Austria   – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH, AIT – Austrian Institute of Technology GmbH, LOGISTIKUM Steyr – FH OÖ, IESTA – Institut für innovative Energie- & Stoffaustauschsysteme e.V. 0ptimale Gütermobilität fü Oberösterreich.

 

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