Österreich: Wo die Hedonisten wohnen

Die Egozentrikerdichte steigt mit der Kaufkraft, heißt es in einer Milieustudie. |© Wolfgang Pfensig/pixelio.de
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Die Egozentrikerdichte steigt mit der Kaufkraft, heißt es in einer Milieustudie.

Eine Studie definiert Hedonisten als Menschen der unteren Gesellschaftsmitte, die nur auf sich selbst schaut. Die von RegioData veröffentlichte Untersuchung kommt zu biblischen Ergebnissen. Mit der Kaufkraft wächst der Egoismus.

Momentbezogen mit spezieller Eigenfokussierung

Hedonisten mit starkem Eigenfokus finden sich laut  RegioData In Wien und südlich und östlich davon, in Vorarlberg, im Inntal, im Südburgenland und in Südkärnten.
Das Deutsch Sinus-Institut untersucht seit 40 Jahren die soziokulturellen Eigenschaften und Wertehaltungen von Zielgruppen und hat die „Sinus-Milieus“ auch für Österreich entwickelt. Eines dieser Milieus sind die sogenannten Hedonisten, die folgendermaßen definiert sind: Die momentbezogene, erlebnishungrige untere Mitte, die speziell eigenfokussiert ist: Leben im Hier und Jetzt, Suche nach Spaß und Unterhaltung, Verweigerung von Konventionen der Mehrheitsgesellschaft.
|© RegioData (zum Vergrößern bitte anklicken)

Beschränkte Mittel – mehr Nächstenliebe

Ermittelt man die Anteile der einzelnen Sinus-Milieus auf Gemeindeebene, zeigen sich oft erstaunliche Verteilungen der Zielgruppen, die man gar nicht vermutet hätte. Wenn man beispielsweise die „Hedonistendichte“ mit der regionalen Kaufkraft vergleicht, zeigt sich, dass nicht – wie man vermuten könnte – die ganz „armen“ Gegenden den höchsten Anteil jener haben, die eben eher nur auf sich schauen (müssen), sondern im Gegenteil: Gerade wenn die finanziellen Mittel sehr beschränkt sind, wird sozusagen mehr auf die anderen geachtet.

 

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