Steuer: Der Vorsteuerabzug bei Amazon-Bestellungen

Unternehmer mit UID-Nummer tun gut daran, bei Amazon ein zweites Konto für Privatkäufe anlegen. |© ruhaltinger
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Unternehmer mit UID-Nummer tun gut daran, bei Amazon ein zweites Konto für Privatkäufe anzulegen.

Rechnungen bei amazon werden in der Regel mit deutscher Mehrwertsteuer ausgewiesen – für österreichische Unternehmen ein Problem. Lesen Sie, wie Unternehmer bei Amazon ohne Zahlung ausländischer USt davonkommen.

 Bei Lieferungen aus dem Ausland an UID-Unternehmern keine USt

Amazon fällt in Österreich unter die Versandhandelsregelung, wonach eine Lieferung von Deutschland an einen österreichischen Privatkunden in Österreich als ausgeführt gilt und daher grundsätzlich der österreichischen Umsatzsteuer zu unterwerfen ist. Handelt es sich beim Leistungsempfänger um einen Unternehmer, stellt eine Lieferung von Amazon aus Deutschland (oder aus einem Auslieferungslager in einem anderen EU-Staat) nach Österreich eine innergemeinschaftliche Lieferung dar, die unter den allgemeinen Voraussetzungen steuerbefreit ist. Der österreichische Leistungsempfänger hat in so einem Fall einen innergemeinschaftlichen Erwerb zu versteuern.

Entweder Unternehmer-Konto oder Privat-Konto

Es ist wichtig, bereits beim Bestellvorgang als Unternehmer aufzutreten. Unternehmer legen bei Amazon ein Unternehmerkonto an. Sie eröffnen ein neues Konto und geben unter dem Konto-Menü “Einstellungen” die UID-Nummer an. Diese wird daraufhin von Amazon geprüft und freigeschalten. Das kann bis zu drei Tage dauern. Bei allen Lieferungen, die über dieses Konto abgewickelt werden, wird der Käufer sodann als umsatzsteuerlicher Unternehmer behandelt. Die Umsatzsteuer wird nicht berechnet. Natürlich darf dann auch kein Vorsteuerabzug mehr erfolgen.

Eigenes Privat-Konto

Private Einkäufe dürfen über ein solches Konto nicht erfolgen. Daher ist es aus steuerrechtlicher Sicht klug, bei Amazon mit einem Unternehmenskonto und  – unter anderer Email-Adresse – mit einem Privatkonto zu agieren.

 

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