Rot-Weiß-Rot-Karte soll attraktiver werden

Die Rot-Weiß-Rot-Karte wird auf Bachelor- und Doktoratsabsolventen ausgeweitet. |Studierende © uni vie
Studierende © uni vie
Die Rot-Weiß-Rot-Karte wird auf Bachelor- und Doktoratsabsolventen ausgeweitet.

Auf Initiative des Wirtschaftsministeriums wird die Rot-Weiß-Rot-Karte insbesondere für Akademiker weiterentwickelt. Nach langen Verhandlungen hat das zuständige Sozialministerium vor kurzem eine entsprechende Novelle des Ausländerbeschäftigungsgesetzes und des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes in die Begutachtung versandt.

Rot-Weiß-Rot-Karte wird ausgeweitet

Mit dieser Reform wird die Rot-Weiß-Rot-Karte auf Bachelor- und Doktoratsabsolventen ausgeweitet. Bisher waren nur Master und Diplomstudien umfasst. Das entspricht auch der Bologna-Struktur und einer Anerkennung der Bachelor-Abschlüsse als vollwertige Studienabschlüsse. Weiters sollen Absolventen aus Drittstaaten künftig zwölf Monate Zeit haben, um nach ihrem Studienabschluss eine adäquate Beschäftigung zu finden. Die Praxis zeigt, dass die bisherige Suchdauer von sechs Monaten zu kurz angesetzt ist, zumal hier die Verfahrensdauer zur Beantragung eingerechnet wird. In Deutschland sind es 18 Monate.

Darüber hinaus wird das zulässige Beschäftigungsausmaß neben dem Studium für Bachelor- und Master-Studierende aus Drittstaaten auf 20 Stunden angeglichen. Bisher waren für Bachelor-Studierende nur zehn Stunden Arbeit möglich, für Master-Studierende 20 Stunden Arbeit.
Zusätzlich wird das Punktesystem für Fachkräfte in Mangelberufen dahingehend geändert, dass Sprachkompetenz und Berufserfahrung im Gegensatz zum Kriterium des Alters aufgewertet werden. Damit haben auch ältere Fachkräfte mit qualifizierter Berufs- und Spracherfahrung eine Möglichkeit, die RWR-Karte zu erlangen.

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