Steiermark: Land fördert Internetinvestitionen der Tourismusbranche

Steirische Tourismusbetriebe und Vermarkter sollen sich besser auf Big Data vorbereiten. © Paulwip/pixelio.de
Steirische Tourismusbetriebe und Vermarkter sollen sich besser auf Big Data vorbereiten. © Paulwip/pixelio.de

Das Land Steiermark fördert Verbesserungen und Erweiterungen der Internetpräsenz steirischer Tourismusbetriebe. Zwei Programmlinien sollen Web- und Netzakltivitäten der steirischen Tourismusbetriebe anschieben.

Für Betriebe und Verbände

Internetauftritt, Online-Marketingaktivitäten und Serviceangebote sind heute Wettbewerbsfaktoren im Tourismus. Das Tourismusressort des Landes Steiermark unterstützt ab sofort heimische Betriebe, Tourismus- und Regionalverbände bei der Erschließung der digitalen Marktplätze der Zukunft. Gefördert werden die Analyse der bestehenden Online-Präsenz und Maßnahmen zur Optimierung, insgesamt stehen 670.000 Euro zur Verfügung. Im Rahmen der Förderung werden zwei Module angeboten. Die beiden Programmlinien laufen bis 30. Juni 2017.

Web Check

Ziel des „Web Checks“ ist es, den aktuellen Stand aller Internet-Aktivitäten zu dokumentieren, diese zu bewerten und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Unternehmen und Verbände können ihre bisherigen Internet-Aktivitäten von einem qualifizierten E-Coach analysieren lassen.

E-Coach: Der schriftliche Bericht des E-Coaches enthält einen Katalog von empfohlenen Maßnahmen zur Professionalisierung des digitalen Auftritts. Die E-Coaches wurden in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe „Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie“ (UBIT) der Wirtschaftskammer Steiermark ausgewählt und geschult. Die Liste der E-Coaches ist online unter www.digitalesteiermark.at zu finden.

12 Mannstunden: Der Web Check erfolgt im Rahmen einer mit zwölf Stunden veranschlagten Beratung. Mindestens ein Drittel der Beratungsleistung muss im Betrieb oder beim Tourismusverband erbracht werden. Die Kosten sind mit 1.200 Euro netto pauschaliert. Gefördert werden 50 Prozent (600 Euro). Fahrtkosten und Spesen können nicht gefördert werden.

Erst Förderantrag: Der E-Coach darf erst nach Genehmigung des Förderantrages durch das Tourismusressort beauftragt werden.

Digital Upgrade

Mit dem zweiten Modul „Digital Upgrade“ soll die digitale Präsenz von Hotels, Gastronomiebetrieben sowie Tourismusverbänden, Regionalverbänden und touristischen Angebotsgruppen intensiviert und ihre Qualität gesteigert werden.

Förderinhalt: Gefördert werden alle Maßnahmen zur Optimierung des digitalen Auftritts, wie Konzeption, Design, Programmierung oder technische Verbesserung von Websites, die Programmierung von interaktiven Modulen wie Anfrage- und Buchungstools, die Integration in Buchungsplattformen, die Konzeption professioneller Social-Media-Auftritte, das Übersetzen von Webinhalten in Fremdsprachen, die Integration von Web-Analyse-Tools oder die fachliche Begleitung bei der Suchmaschinen-Optimierung.

Web-Check-Empfehlungen inkludiert: Es werden auch sämtliche beim „Web Check“ durch den E-Coach empfohlenen Maßnahmen gefördert, der Web Check ist jedoch keine Voraussetzung, um das Digital Upgrade in Anspruch zu nehmen.

Das wird nicht bezahlt: Eigenleistungen, Kosten für Hardware sowie Kosten für die Schaltung von Bannerwerbung, Content Ads, Pop-ups und vergleichbaren bezahlten Werbemaßnahmen im Internet sind nicht förderbar.

Förderhöhe: Gefördert werden 50 Prozent der Kosten, die Förderhöhe hängt vom Förderwerber ab.

  • Für Hotels und Gastronomiebetriebe beträgt die maximale Förderhöhe 3.500 Euro (maximal 7.000 Euro anrechenbar),
  • für Tourismusverbände 5.000 Euro (10.000 Euro),
  • für mehrgemeindige Tourismusverbände und Angebotsgruppen 7.500 Euro (15.000 Euro) und
  • für Regionalverbände 9.000 Euro (18.000 Euro).

Beantragung: Die Förderung für den Web Check und das Digital Upgrade kann Online beantragt werden unter www.digitalesteiermark.at beantragt werden.

In Summe 670.000 Euro

Insgesamt stehen im Rahmen der Digitalisierungsoffensive 670.000 Euro zur Verfügung, 400.000 für Hotels und Gastronomiebetriebe und 270.000 für Tourismusverbände, Regionalverbände und touristische Angebotsgruppen. Beide Förderprogramme laufen bis 30. Juni 2017.

 

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