Straßen und Abwasserkanäle: Das wird 2017 im Burgenland gebaut

das Burgenland wird 2017 rund 123 Millionen für Bau und Erhalt der Infrastruktur ausgeben. |© Rainer Sturm/pixelio.de
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Das Burgenland wird 2017 rund 123 Millionen für Bau und Erhalt der Infrastruktur ausgeben.

Das Burgenland will im laufenden Jahr Infrastruktur mit Kosten von 123 Millionen Euro errichten. Das größte Projekt im Bauprogramm 2017 betrifft die Errichtung einer Kriechspur auf der B50 in Richtung Kreisverkehr B50/B57 („Steinbrückl“).

Der Löwenanteil geht in den Straßenbau

Von der burgenländischen Landesregierung werden die Bauinvestitionen 2017 – inklusive Bund – mit 122,9 Millionen Euro beziffert. Davon entfallen auf Landesstraßen 23,4 Millionen Euro, auf Ländliche Wege 8 Millionen Euro, auf Bundesstraßen – exklusive S7, mit deren Bau im April dieses Jahres begonnen werden soll – 26,5 Millionen Euro, auf (Landes)Hochbauten 15 Millionen Euro sowie auf die Wasser- und Umweltwirtschaft 50 Millionen Euro.

Regionale Verteilung

Von den insgesamt 23,4 Millionen Euro an Bauinvestitionen auf Ebene der Landesstraßen werden 6,9 Millionen Euro im Nordburgenland, 8,1 Millionen Euro im Mittel- und 8,4 Millionen Euro im Südburgenland investiert. Damit können 2017 im Nordburgenland 29, im Mittelburgenland 11 und im Südburgenland 40 Projekte – und diese zu 80 bis 90% von der regionalen Bauwirtschaft – umgesetzt werden. Die größten Projekte im Bauprogramm 2017 betreffen die Errichtung eines Zusatzfahrstreifens auf der B50 („Kriechspur“) in Richtung Kreisverkehr B50/B57 („Steinbrückl“) auf einer Länge von ca. 1,6 km, weiterführende Maßnahmen an der B61a sowie Neu- und Umbauinitiativen im Bereich Businesszone Parndorf – Neusiedl am See.

Wasser- und Abfallwirtschaft

Im Landesvoranschlag 2017 ist für die Wasserversorgung ein Förderbetrag von 950.000 Euro, für die Abwasserbeseitigung ein Förderbetrag von 2 Millionen Euro und für den Schutzwasserbau und die ökologischen Maßnahmen ein Betrag von rd. 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Inklusive der Bundesmittel werden 2017 rund 21 Millionen Euro in den Hochwasserschutzbau investiert. Rund 25 Bauvorhaben – Rückhaltebecken und lineare Maßnahmen – befinden sich in der aktiven Bauphase.

Güterwege-Ländliche Neuordnung-Landesforstinspektion

Die Gesamtinvestitionssumme in das Güterwegenetz, das insgesamt 3.871 Kilometer umfasst, beträgt rd. 8 Millionen Euro, mit einem Beitragsschlüssel von 40 bis 50%. Im Bereich der Landesforstinspektion stehen kofinanzierte Fördermittel von rd. 550.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen ca. 20  Projekte mit einem Fördersatz von 35% unterstützt werden. Im Bereich Ländliche Neuordnung werden mit einem Budget von rd. 180.000 Euro Maßnahmen mit einem Beitragsschlüssel von 50 bis 55% (Benachteiligte Gebiete) gefördert. Für den „Bodenschutz und ökologische Maßnahmen“ werden mit einem Budget von rd. 70.000 Euro die Schaffung von Biotopverbundsystemen mit einem Beitragsschlüssel von 90% und Umstellungsentschädigungen für Biobauern mit 75% gefördert.

Baudirektion Burgenland

Die neu geschaffene Baudirektion des Landes Burgenland gliedert sich in die Fachgruppe Allgemeine Dienste, die Fachgruppe Wasser, Umwelt und Ländliche Struktur, die Fachgruppe Straße, Brücke, Planung, die Fachgruppe Betriebliche und Bauliche Erhaltung, sowie in das Hauptreferat Sachverständigendienst. Die Aufgabengebiete reichen vom Straßen- und Brückenbau, über die Bodenerkundung, die Planung und Technischen Dienste, die Bauliche und Betriebliche Erhaltung, die Wasserwirtschaft, die Umweltwirtschaft, den Bereich Ländliche Struktur, den Sachverständigendienst für Gewerbe bis hin zum Kraftfahrwesen und den Hochbau. In den 2 Bau- und Betriebsdienstleistungszentren in Eisenstadt und Oberwart bzw. den 15 Straßenmeistereien sind derzeit ca. 680 MitarbeiterInnen beschäftigt.

 

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