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Apps messen Zuckerwerte: Der digitale Boom der Gesundheitsbranche

Viele Gesundheitsservices werden in Zukunft von Apps übernommen. |© Christoph Droste/pixelio.de
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Viele Gesundheitsservices werden in Zukunft von Apps übernommen.

Apps messen in Zukunft Blutdruck oder Zuckerwerte und erstellen Erstdiagnosen. Die Möglichkeiten der Digitaliserung lassen den Gesundheitsmarkt laut einer Studie von Roland Berger von gegenwärtig knapp 80 Milliarden Dollar im Jahr 2015 auf über 200 Milliarden Dollar bis 2020 explodieren.

Betriebliche Gesundheitsförderung: Unternehmen werden stärker gefordert

Stress: Unternehmen, die sich nicht um die Stressbelasttung der Beölegschaft kümmern, bezahlen mit hohen Krankenstandsraten. |© Bernd Kasper/pixelio.de
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Stress: Unternehmen, die sich nicht um die psychische Belastung der Belegschaft kümmern, weisen hohe Krankenstandsraten auf.

Von 1994 bis 2014 ist die Zahl der Krankenstandstage wegen berufsbedingter psychischer Erkrankungen von 1 Million auf 3,6 Millionen gestiegen. Laut Berechnung der AK Wien resultiert daraus ein wirtschaftlicher Schaden von 3,3 Mrd. Euro jährlich.

Krankenpflege-Ausbildungsreform: Dreistufige Ausbildung für Pflegekräfte

Mit der Ausbildungsreform kommt auch das Gesundheitsregister: Mitarbeiter der Branche müssen sich registrieren lassen. |© APA
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Mit der Ausbildungsreform kommt auch das Gesundheitsregister: Mitarbeiter der Branche müssen sich registrieren lassen.

Das neue Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) sieht eine einheitliche dreistufige Ausbildung für Pflegekräfte und mehr Kompetenzen für Fachkräfte vor. 

Gesetz zu neuer Tabakrichtlinie in Begutachtung

Ab 2017 müssen Tabakprodukte "verfolgbar" sein. Sie müssen mit elektronischen Tags versehen werden. |© APA
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Ab 2017 müssen Tabakprodukte “verfolgbar” sein. Sie werden mit elektronischen Tags versehen.

Die EU-Tabakrichtlinie, die unter anderem Verordnungen zur Vereinheitlichung von Zigarettenverpackungen enthält, muss bis zum 20. Mai dieses Jahres in nationales Recht umgesetzt werden. Ab 20. Mai 2017 dürfen nur mehr Produkte nach der neuen Richtlinie vertrieben werden. Zudem werden Zigarettenpackungen künftig verfolgbar gemacht. Die “EU-Tabakprodukterichtlinie II” ist am Freitag in Begutachtung gegangen, die Begutachtungsfrist endet am 5. Februar, informierte das Gesundheitsministerium in Wien. 

Länder übernehmen 30 Prozent der Kosten für Lehrpraxen

Die vereinbarten 30 Prozent sollen aus dem Strukturfonds genommen werden. |© APA
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Die vereinbarten 30 Prozent sollen aus dem Strukturfonds genommen werden.

Die Länder wollen 30 Prozent der Kosten für Lehrpraxen übernehmen, um den Bund zu entlasten. Einen entsprechenden Beschluss haben die Gesundheitsreferenten der Länder bei ihrer Konferenz am Donnerstag in Bad Hall verabschiedet. Damit “wollen wir die Blockade bei diesem Thema auflösen”, erklärte der Gastgeber, der oö. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), im Anschluss an die Konferenz.

Gesundheitsakte ELGA startet am 9. Dezember in Steiermark und Wien

Den Anfang machen SpitaŠler in Wien und der Steiermark. Niedergelassene Ärzrte sind ab 2017 verpflichtend dabei. |© APA
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Den Anfang machen SpitaŠler in Wien und der Steiermark. Niedergelassene Ärzrte sind ab 2017 verpflichtend dabei.

Nach jahrelangen Vorbereitungen, mehreren Verschiebungen und beinahe endlosen Diskussionen startet die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) nun am 9. Dezember. Den Anfang machen Spitäler in Wien und der Steiermark, gleichzeitig geht das ELGA-Portal in Vollbetrieb. Niedergelassene müssen 2017 verpflichtend mitmachen. Die Verantwortlichen schließen Kinderkrankheiten nicht aus, erwarten bei der Einführung des Systems aber keine größeren Probleme.

OECD-Bericht: Die Schwächen des österreichischen Gesundheitssystems

Österreich kommt auf 266 Spitalsentlassungen je tausend Einwohner und damit um 70% mehr als der OECD-Schnitt. |© Albrecht E. Arnold/pixelio.de
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Österreich kommt auf 266 Spitalsentlassungen/1000 Einwohner und damit um 70% mehr als der OECD-Schnitt.

Das österreichische Gesundheitssystem gewährleistet einen leichten  Zugang zur Gesundheitsversorgung, es gibt jedoch Verbesserungspotenzial bei der Qualität der Krebsversorgung sowie der Reduktion von Spitalsaufnahmen. Die OECD rät in ihrem jüngsten Bericht zu einer Stärkung der medizinischen Primärversorgung. Das Angebot an stationären Betten und die Anzahl der stationären Aufnaheme sei weit über dem Schnitt vergleichbarer Länder wie Finnland oder Schweden. 

Pflegeausbildung – Breite Kritik an Begutachtungsentwurf

Die Neugestaltung der Pflegeausbildung bleibt heftig umstritten. |© Gerda Mahmens/pixelio.de
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Die Neugestaltung der Pflegeausbildung bleibt heftig umstritten.

Breite Kritik hat sich das Gesundheitsministerium mit seinem Begutachtungsentwurf für die Neuordnung der Ausbildung der Pflegekräfte eingehandelt. Der Gemeindebund und das Land Salzburg haben wegen befürchteter Mehrkosten sogar den Konsultationsmechanismus ausgelöst. Die Hilfsorganisationen kritisieren die Nichtberücksichtigung der Langzeitpflege und der Behinderten-Betreuung.

Die OECD-Gesundheitsausgaben im Ländervergleich

Die OECD-Statistik erlaubt einen interessanten Vergleich aller Gesundheitsausgaben pro Land. |© APA
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Die OECD-Statistik erlaubt einen interessanten Vergleich aller Gesundheitsausgaben pro Land.

Die OECD-Gesundheitsstatistiken 2015 sind die umfassendste Quelle zu vergleichenden Daten über Gesundheit und Gesundheitssysteme in den 34 Ländern der OECD. Österreichs Gesundheitsdaten können dabei multimedial mit jedem beliebigen Land in Vergleich gesetzt werden. Für den Zeitraum 1960 bis 2014 bietet die interaktive Datenbank Informationen über den Gesundheitszustand der Bevölkerung, über gesundheitsgefährdendes Verhalten, über die Ressourcen in der Gesundheitsversorgung sowie über die Ausgaben im Gesundheitssektor. Für den Link bitte weiterlesen. 

Krankenkassen 2014 mit 88 Mio. im Plus

Teure Medikamente und hohe Arbeitslosenrate stürzen Kassen 2015 ins Minus. |© Sara Hegewald/pixelio.de
© Sara Hegewald/pixelio.de
Teure Medikamente und hohe Arbeitslosenrate stürzen Kassen 2015 ins Minus.

Die Krankenkassen haben das vergangene Jahr mit einem Plus von 88 Millionen Euro abgeschlossen, was noch ein wenig höher ist als ursprünglich erwartet. Für 2015 indes wurde die Prognose nach unten revidiert: Man rechnet nun mit einem “Gebarungsabgang”, sprich Minus, von 137 Millionen Euro. Dies geht aus den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Hauptverbands der Sozialversicherungen hervor.