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Inlandsnachfrage trägt Konjunkturaufschwung in Österreich

Die Grundtendenz der Konjunktur weist weiterhin aufwärts. |© APA
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Die Grundtendenz der Konjunktur weist weiterhin aufwärts.

Gemäß der aktuellen Schnellschätzung des WIFO stieg das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich im IV. Quartal 2016 gegenüber der Vorperiode um 0,5% (Trend-Konjunktur-Komponente). Damit war die Grunddynamik der heimischen Konjunktur im IV. Quartal gleich jener des Vorquartals. Maßgebend für den Zuwachs war die inländische Nachfrage, während von der Außenwirtschaft kein wesentlicher Impuls ausging. Das Bild der Vorlaufindikatoren verbessert sich weiter und deutet auf eine sich verstärkende Konjunktur im Frühjahr 2017 hin.

WIFO-Prognose: Inlandsnachfrage bleibt weiter stark

Steuerentlastung beflügelte den heimischen Konsum. |© Erdmann
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Steuerentlastung beflügelte den heimischen Konsum.

Die Inlandsnachfrage expandiert zur Zeit kräftig, die Steuerentlastung fördert eine Ausweitung des Konsums dauerhafter Güter wohl noch bis Mitte 2017. Die Investitionen werden 2016 von Fahrzeuganschaffungen getrieben, sodass die heimische Produktion weniger davon profitiert.

Europa: Kaufkraft entwickelt sich leicht positiv

Insgesamt stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2016 etwa 9,18 Billionen Euro zur Verfügung. |© Andreas Hermsdorf_pixelio.de
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Insgesamt stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2016 etwa 9,18 Billionen Euro zur Verfügung.

Die Europäer haben im Jahr 2016 nominal rund 0,3 Prozent mehr Kaufkraft pro Kopf als im Vorjahr. Allerdings variiert das verfügbare Nettoeinkommen der untersuchten 42 Länder erheblich.

WIFO: Heimische Wirtschaft wächst im III. Quartal

Tourismus belebt die heimische Wirtschaft. |© Andreas Hermsdorf/pixelio.de
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Tourismus belebt die heimische Wirtschaft.

Gemäß der aktuellen Quartalsrechnung des WIFO wuchs die heimische Wirtschaft im III. Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent (II. Quartal +0,3 Prozent). Die Konsum- und Investitionsnachfrage war erneut stark und stützte das Wirtschaftswachstum.

Österreichs Bevölkerungszahl wächst durch Zuwanderung

Im Jahresdurchschnitt 2015 betrug die Bevölkerungszahl Österreichs 8,63 Mio. Einwohner. |© Foto Hiero/pixelio.de
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Im Jahresdurchschnitt 2015 betrug die Bevölkerungszahl Österreichs 8,63 Mio. Einwohner.

Die österreichische Bevölkerung wächst derzeit jährlich um rund 1%, wie aktuelle Einwohnerzahlen und Prognosen von Statistik Austria zeigen. Grund dafür ist in erster Linie die verstärkte Zuwanderung nach Österreich, wobei ein guter Teil davon derzeit auch auf asylwerbende Personen entfällt.

Wifo-Chef Badelt: Neuer Protektionismus ist “verrückt zur Potenz”

Export ist die Haupttriebfeder der heimischen Wirtschaft. Protektionismus sei  "verrückt".|© APA
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Export ist die Haupttriebfeder der heimischen Wirtschaft. Protektionismus sei “verrückt”.

Wifo-Chef Christoph Badelt hat mit Unverständnis auf den wachsenden Protektionismus und die auch in Österreich steigende Kritik an der Globalisierung reagiert. Das Maß an Kritik an der Globalisierung sei gerade für ein Land wie Österreich “verrückt zur Potenz”, sagte Badelt am Donnerstag.

Tourismus stützt die österreichische Außenwirtschaft

Die Tourismusbranche verzeichnete bislang ein hervorragendes Geschäftsjahr. |© Nassfeld/Hermagor
© Nassfeld/Hermagor
Die Tourismusbranche verzeichnete bislang ein hervorragendes Geschäftsjahr.

Der Tourismus erweist sich im ersten Halbjahr wieder einmal als Stabilisierungsfaktor der heimischen Wirtschaft. Der Güterexport in die neuen Mitgliedsländern verzeichnete das höchste Regionalwachstum, wie die OeNB heute mitteilte. 

Wirtschaftsklima in EU: Österreich am stärksten verbessert

Nahe an der Partystimmung: Der Optimismus der heimischen Unternehmer steigt. |©  Alexandra H./pixelio.de
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Nahe an der Partystimmung: Der Optimismus der heimischen Unternehmer steigt.

Österreich konnte sich beim Wirtschaftsklima im Oktober am stärksten unter allen EU-Staaten verbessern. Mit +2,6 Punkten (von 100,6 auf 103,2 Punkte) gegenüber September gab es den höchsten Zuwachs gemeinsam mit Spanien (von 105,0 auf 107,6 Punkte).

Europa: Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit 2009

Die Arbeitslosigkeit ging in 24 Mitgliedstaaten zurück, es bestehen jedoch starke Unterschiede zwischen den EU-Ländern. |© Thorben Wengert/pixelio.de
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Die Arbeitslosigkeit ging in 24 Mitgliedstaaten zurück, es bestehen jedoch starke Unterschiede zwischen den EU-Ländern.

In fast allen EU-Staaten ist die Beschäftigungsrate gestiegen, zwischen August 2015 und August 2016 fanden weitere 3,2 Millionen Menschen eine Arbeit, davon 2,2 Millionen in Ländern des Euroraums. Auch die Zahl der unbefristeten Stellen und Vollzeitjobs ist gestiegen. Die Arbeitslosigkeit ist mit 8,6 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit März 2009.

Brexit: Britische Prognosen prophezeien schweren Konjunktureinbruch

Die Bank of England (Bild) hat bei Leitzinsen von 0,5 % kaum Spielraum. |© Bank of England London,© Diliff/Wikipedia
© Bank of England London,© Diliff/Wikipedia
Die Bank of England (Bild) hat die Leitzinsen von 0,5 % auf 0,25 % gesenkt.

Großbritannien steuert nach dem Brexit-Schock auf den stärksten Konjunktureinbruch seit der Weltwirtschaftskrise von 2009 zu. Das Londoner Forschungsinstitut Markit schließt aus seinen am Mittwoch veröffentlichten Umfragedaten unter Einkaufsmanagern, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um 0,4 Prozent verringern wird.

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