Umstrittene Ticketsteuer wird ab 2018 halbiert

Die Hälfte des Steueraufkommens, rund 50 Mio. Euro, zahlte die Lufthansa-Gruppe mit ihrer Tochter AUA. |©  Rapid Wien/wikipedia
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Die Hälfte des Steueraufkommens, rund 50 Mio. Euro, zahlte die Lufthansa-Gruppe mit ihrer Tochter AUA.

Die umstrittene Steuer auf Flugtickets wird ab 1. Jänner 2018 halbiert. Das hat der Ministerrat am Dienstag beschlossen.

Standortstärkung

Mit der Verringerung der Abgabe, die die Regierung eigentlich schon voriges Jahr beschließen wollte, sollen der Standort Österreich gestärkt und Jobs gesichert werden. Zudem soll die Verbilligung Konsumenten zugutekommen.

Ersparnis zwischen 17,50 und 3,50 Euro pro Ticket

Für Kurzstreckenflüge sind ab kommendem Jahr statt 7 Euro nur mehr 3,50 Euro zu berappen, für Mittelstreckenflüge statt 15 Euro 7,50 Euro und für Langstreckenflüge statt 35 Euro 17,50 Euro.

100 Mio. Euro pro Jahr

Die Flugabgabe wurde 2011 eingeführt und 2013 für Kurz- und Mittelstreckenflüge minimal reduziert. Fluggesellschaften haben seit Anbeginn gegen die Steuer gewettert, weil sie sich im internationalen Wettbewerb benachteiligt sehen. Bisher spülte die Ticketsteuer jährlich rund 100 Mio. Euro in die Staatskasse, den Großteil, rund 50 Mio. Euro, zahlte die Lufthansa-Gruppe mit ihrer Tochter AUA, von Niki/Air Berlin kamen etwa 15 Mio. Euro.

Günstigere Tickets

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Finanzminister Hans Jörg Schelling (beide ÖVP) nannten die Halbierung der Flugabgabe ab 2018 als nächsten Schritt zur Entlastung der Wirtschaft. Profitieren sollen nun auch die Konsumenten, “im Sinne günstiger Tickets”, wie es heute hieß.

60 Mio. weniger für Budget

Mitterlehner sieht mit der Entscheidung das Flughafen-Drehkreuz Wien aufgewertet, damit sichere man auch Jobs. Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) bezifferte das Einsparungsvolumen durch die Halbierung mit jährlich rund 60 Mio. Euro, bisher brachte die Ticketsteuer laut seinem Büro etwa 100 bis 120 Mio. Euro. Beim Debriefing nach dem Ministerratsbeschluss verwies er darauf, dass es die Flugabgabe in einigen Ländern gebe. Für ein internationales Drehkreuz wie den Flughafen Wien Schwechat seien diese “eher eine Belastung”, so der Staatssekretär. (APA)

 

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