E-Government: Das kann das neue Unternehmensserviceportal usp.gv.at

Das Unternehmensserviceportal soll ab 2017 Behördenwege stärker rationalisieren. |© Didi01/pixelio.de
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usp.gv.at soll ab 2017 Behördenwege stärker rationalisieren.

Mit der Weiterentwicklung des Unternehmensserviceportals USP will die Bundesregierung die Digitalisierung nutzen. Neben anderen Features können in Zukunft alle öffentlichen Ausschreibungen eingesehen werden. 

Wiederverwendung von Informationen

Das USP ist das zentrale Internetportal der österreichischen Bundesregierung für Unternehmen und bietet direkten Zugang zu zahlreichen E-Government-Anwendungen sowie unternehmensrelevante Informationen. Am 2. November hat der Ministerrat eine weitgehende Verbesserung von usp.gv.at beschlossen. Die Maßnahmen werden mit einem Sammelgesetz – „Deregulierungsgesetz“ – umgesetzt und als Regierungsvorlage am 13. Dezember 2016 in den Nationalrat eingebracht werden. Der Ausbau des Portals soll im Laufe des Jahres 2017 greifen.

Geplante Neuerungen

  • once-only principle: Durch Wiederverwendung von Unternehmensinformationen, die bereits bei Behörden vorliegen () müssen Unternehmen keine Mehrfachangaben mehr machen. Der  Verwaltungsaufwand für Unternehmen und Behörden soll reduziert werden.
  • Gesamte Behördenpost: Durch die Integration der elektronischen Zustellung in das Portal wird ein einziger elektronischer Briefkasten (Anzeigemodul) für alle behördlichen Zustellungen von Unternehmen geschaffen.
  • Einheitliche Formulare: Durch standardisierte Online-Formulare werden zahlreiche Behördenverfahren digital zugänglich.
  • Öffentliche Ausschreibungen im Blick: Mit dem e-Procurement erhalten Unternehmen Informationen über sämtliche für sie relevante öffentliche Ausschreibungen. Die wichtigsten Vergabeplattformen im Bundesbereich werden zudem über ein single sign on erreichbar gemacht.
  • Administration von Unternehmensgründungen: Darüber hinaus wird ein erster großer Schritt bei der Erleichterung von Unternehmensgründungen mittels One-Stop-Shop gesetzt: Mit der Abwicklung im USP werden die Verfahrensschritte der Gründung für Einzelunternehmen und EinPersonen-GmbHs vereinfacht und die Gründungsdauer wird wesentlich verkürzt. Dieser erste Schritt umfasst ca. 80% aller Gründungsfälle. Sämtliche Wege – von der Inanspruchnahme der Neugründungsförderung über die Meldung an Sozialversicherung und Finanzamt bis hin zur Gewerbeanmeldung – sollen an einer Stelle online erledigt werden können.
  • Gründung ohne Notar: Ein-Personen-GmbHs, deren Errichtungserklärung einen standardisierten Inhalt hat, können in Hinkunft entweder mittels Bürgerkarte / Handysignatur bzw. über das USP ohne verpflichtende Beiziehung eines Notars (“Online-Gründung”) oder konventionell mit einem stark reduzierten Notariatstarif gegründet werden. Für Einzelunternehmen ohne Firmenbucheintragung ist die vollelektronische Gründung noch einfacher möglich.
  • Reduktion von Eichpflichten: Im Maß- und Eichgesetzt werden Eichpflichten reduziert und Intervalle zur Nacheichung verlängert und an die heutigen technischen Möglichkeiten angepasst.

 

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