Weinmarketing: Warum Online-Verkauf mittlerweile unverzichtbar ist

Der Verkauf ab Hof hat bei deutschen Winzern auf 30 Prozent abgenommen. |© BMLFUW/AMA Bioarchiv
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Der ab-Hof-Verkauf der deutschen Winzer ging auf 27 Prozent zurückj.

Bereits mehr als jeder zweite deutsche Weinkäufer (57 Prozent) hat sich nach den Ergebnissen einer repräsentativen Befragung der Hochschule Heilbronn schon im Internet bedient. Online verkaufte Weine sind doppelt so teuer wie der Durchschnitt. 

Immer mehr Wein aus dem Supermarkt

Der Durchschnittspreis pro verkauften Liter Wein liegt in Deutschland bei 2,97 Euro. Ein weiterer Trend auf dem Weinmarkt: Der Verkauf im Supermarkt. Vor allem die klassischen Supermärkte mit einer Fläche unter 5.000 Quadratmetern werden als Absatzschiene für die Erzeuger immer wichtiger. Ergänzt um regionale und höherwertige Weine im Regal sei der Marktanteil des klassischen Lebensmitteleinzelhandels (Ladengröße unter 5.000 Quadratmeter) am Verkauf deutscher Weine gestiegen, seit 2012 von 10 auf 17 Prozent beim Absatz. Die Kehrseite: Während der Supermarkt Kasse macht, gehen die direkten Verkäufe der Erzeuger zurück – im selben Zeitraum von 30 auf 27 Prozent. Grund für das veränderte Konsumverhalten der Weinliebhaber ist nach Ansicht der Weinvermarkter vom DWI nicht zuletzt auch die älter werdende Gesellschaft.

Erzeugerpreise sind höher als im Geschäft

Weinliebhaber gaben im vergangenen Jahr für die Flaschen aber auch etwas mehr Geld aus. Laut DWI stieg der durchschnittliche Preis pro Liter Wein – egal welche Herkunft – im gesamten Lebensmitteleinzelhandel um zwei Prozent auf 2,97 Euro. Der deutsche Tropfen ist etwas teurer: Ein Liter aus deutschen Anbaugebieten kostete 3,23 Euro (plus drei Prozent), beim Erzeuger sogar 6,23 Euro.

Internet-Handel wird zunehmen

Der Onlinehandel werde sich weiter vergrößern. Vor allem im oberen Preisbereich seien bereits ganze Sortimentsteile ins Internet abgewandert, heißt es in der Studie. Mit einem Durchschnittspreis von 6,86 Euro je Liter liege der Preis der im Internet gehandelten Weine damit mehr als doppelt so hoch wie im Lebensmitteleinzelhandel. Derzeit drängten aber auch Discounter und andere Anbieter von Lebensmitteln ins Geschäft mit dem Wein im Internet. Immer mehr Winzer, Weingüter und Genossenschaften betrieben zudem einen eigenen Online-Shop.

 

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