Zukunft des Autos: Das Ende des Diesels, neue Ära der Akkus

Die Zahl der Autobesitzer wird drastisch sinken, vernetzte Gefährte werden nach neuen Kriterien verkauft: Mobilität wird sich stark verändern. |© ruhaltinger
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Die Zahl der Autobesitzer wird drastisch sinken, vernetzte Gefährte werden nach neuen Kriterien verkauft: Mobilität wird sich stark verändern.

Dieselmotoren werden verschwinden. Autobesitzer werden weniger. Elektromobilität und autonomes Fahren bestimmen die nahe Zukunft der automotiven Industrie. Nicht alle Konzerne agieren danach, heißt es in einer Studie von KPMG.

Autonomes Fahren lässt traditionelle Kaufkriterien verschwinden.

In den Vorstandsetagen der Automobilbranche werden „Elektromobilität“ sowie „Vernetzung & Digitalisierung“ als die bestimmenden Trends der kommenden zehn Jahre genannt. Rund die Hälfte der befragten Führungskräfte sieht in diesen Themen die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt die 18. KPMG Global Automotive Executive Studie, die knapp 1.000 Entscheidungsträger aus 42 Ländern zur Entwicklung der Branche befragt.

Dieselmotoren werden verschwinden

Unentschieden ist man in den Vorstandsetagen in Hinblick auf traditionelle Verbrennungsmotoren. Einerseits glauben 76 Prozent der Befragten, dass Verbrennungsmotoren noch lange wichtiger sein werden als elektrische Antriebstechnologien. Andererseits werden sie als sozial inakzeptabel eingestuft. Die Studie geht davon aus, dass der Anteil an Elektroautos bis 2023 auf über 30 Prozent steigen wird. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte vermutet, dass Dieselmotoren langfristig aus der Produktion verschwinden werden. Gleichzeitig planen die Unternehmen hohe Investitionen sowohl in traditionelle Verbrennungsmotoren als auch in revolutionäre Antriebstechnologien.

50 Prozent weniger Autobesitzer

Die Mehrheit der Führungskräfte (83 Prozent) erwartet eine tiefgreifende Veränderung der Geschäftsmodelle in der Automobilbranche in den nächsten fünf Jahren. Dass sich diese ändern müssen, zeigt sich auch in folgendem Umfrageergebnis: 59 Prozent der Führungskräfte nehmen an, dass die Hälfte der derzeitigen Autobesitzer bis 2025 kein Auto mehr besitzen will. Die aktuellen Geschäftsmodelle der Branche basieren jedoch ausschließlich auf dem Besitz von Fahrzeugen. Um einen drastischen Umsatzeinbruch zu vermeiden, müssen Strategien grundlegend verändert werden.

Daten als Geschäftsmodell der Zukunft

85 Prozent der Befragten stimmen überein, dass die intelligente Verknüpfung von fahrzeug- und kundenbezogenen Daten Kernelement zukünftiger Geschäftsmodelle sein wird. : 83 Prozent der Befragten glauben, dass Automobilhersteller mit Daten zukünftig Geld verdienen können. Dazu werden neue Formen der Kooperation nötig. 55 Prozent sind der Meinung, dass traditionelle Hersteller und Unternehmen aus dem Informations- & Kommunikationstechnologiebereich stark zusammenarbeiten werden.

Autonomes Fahren verändert Kaufkriterien

In der Automobilbranche wird auch in puncto Kaufkriterien mittelfristig kein Stein auf dem anderen bleiben. Die wichtigsten Kriterien der Vergangenheit waren Geschwindigkeit, Komfort und Leistung. Mit dem Einsatz selbstfahrender Autos finden hier grundlegende Umwälzungen statt.  „Es geht nicht mehr um das Lenken und Steuern des Autos, sondern darum, wie ich meine Zeit im Auto bestmöglich nutzen kann”, heißt es in der Studie.

 

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