IMAS Studie: Steirer legen 155 Euro pro Monat zur Seite

28. November 2011 Drucken

Sparen ist den Steirern überdurchschnittlich wichtig, während der Stellenwert der monetären Genügsamkeit österreichweit sinkt. Bei den Rücklagen sind sie aber zurückhaltend: Die Steirer sparen pro Monat durchschnittlich 155 Euro. Dies bringt im Vergleich der Bundesländer der Grünen Mark nur den vorletzten Platz. Das Sparverhalten zeigt starke regionale Differenzierungen: Spitzenreiter ist die Wiener Bevölkerung, die Salzburger nützen […]

Sparen ist den Steirern überdurchschnittlich wichtig, während der Stellenwert der monetären Genügsamkeit österreichweit sinkt. Bei den Rücklagen sind sie aber zurückhaltend: Die Steirer sparen pro Monat durchschnittlich 155 Euro. Dies bringt im Vergleich der Bundesländer der Grünen Mark nur den vorletzten Platz. Das Sparverhalten zeigt starke regionale Differenzierungen: Spitzenreiter ist die Wiener Bevölkerung, die Salzburger nützen ihr Einkommen am unmittelbarsten und bilden das Schlusslicht im Bundesländerrankling der Sparefrohs.

Sparen ist für Steirer überdurchschnittlich wichtig

Sparen hat für die Steirer gegenüber 2010 an Bedeutung gewonnen. Aktuell ist es für 50% der Befragten „sehr wichtig“ (+8%) und für 23% „ziemlich wichtig“. Damit ist das Sparen in der Steiermark überdurchschnittlich wichtig. Die Steirer sparen pro Monat durchschnittlich 155 Euro. Im Vergleich zu anderen Bundesländern, wie z.B. Wien als Spitzenreiter mit 168 Euro, ist die Steiermark Schlusslicht, mit Ausnahme Salzburg mit 153 Euro. Trotz des vergleichsweise niedrigen Sparkaufkommens pro Monat ist die uneingeschränkte Zufriedenheit mit dem Sparvolumen in der Steiermark gestiegen (22%), und so hoch wie in Österreich insgesamt. Mehr als die Hälfte der steirischen Bevölkerung (56%) ist mit ihrer derzeitigen Sparleistung auch zufrieden. Dies ergab eine .

Das Sparbuch ist beliebteste Sparform der Steirer

Bei der Sparform konnte die älteste Sparform, nämlich das Sparbuch, den ersten Platz in der Beliebtheit mit 84% halten. Das Sparbuch oder die Sparkarte werden somit in der Steiermark noch fast genauso intensiv genutzt wie im Vorjahr (86%). An zweiter Stelle steht das Bausparen mit 63%, das im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 10% enorm an Bedeutung gewonnen hat und nun ebenso häufig genutzt wird, wie in Österreich insgesamt (64%). In Lebens- und Kapitalversicherungen wird in der Steiermark häufiger investiert als in Österreich insgesamt, nämlich von der Hälfte der Bevölkerung mit +9% im Vergleich zum Vorjahr . Wertpapiere und Fonds sind bei etwas mehr als einem Viertel der Steirer gut genutzte Anlageprodukte. Die staatlich geförderte Pensionsvorsorge nutzen derzeit 18% der Befragten. Nur 5% schwört auf die Geldverwahrung zuhause. Die große Mehrheit der steirischen Sparer (84%) legt Geld zur Seite, um „finanziell abgesichert“ zu sein. Die Altersvorsorge (48%) rangiert heuer hinter dem Sparen für größere Anschaffungen wie Auto oder Wohnung (52%).

Sicheres Veranlagen im Trend

Ein Sparvolumen von 6 Mrd. Euro in der Steiermärkischen Sparkasse zeigt besonders deutlich, dass das klassische Sparbuch nach wie vor zu den beliebtesten Anlageformen ihrer Kunden zählt. Der Trend geht ungebrochen zu sicheren Veranlagungsformen wie dem Sparbuch, das ein Höchstmaß an Sicherheit und Stabilität bietet.

Bedeutung des Sparens sinkt österreichweit

Die Österreicher sind nach wie vor echte Sparmeister und legen monatlich ca. 168 Euro zur Seite. Das Hauptmotiv ist nach wie vor die finanzielle Absicherung, gefolgt von größeren Anschaffungen wie ein neues Auto oder Eigenheim. Auch wenn der monatliche Sparbetrag im Vergleich zu 2010 um 3 Euro auf einen Höchststand gestiegen ist, hat sich die Einstellung zum Sparen verändert. War das Sparen 2009 zum Höhepunkt der Finanzkrise noch für etwa die Hälfte der Österreicher sehr wichtig, sind heuer nur mehr 39% dieser Meinung. In der Beliebtheit als Anlageprodukte haben sich das Sparbuch bzw. die Sparkarte seit 2010 noch einmal von 83% auf 86% gesteigert, und somit besitzt fast jeder Österreicher eines.

Sparquote sinkt in Österreich

Nach einer Rekordquote von 12% im Jahr 2008 und immerhin noch 11% 2009, liegt diese derzeit nur mehr bei 8,7% und ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 9,1% noch einmal leicht zurückgegangen. Die Erklärung liegt laut Studie in der Niedrigzinsphase begründet.

Die Einstellung zum Thema Geld und Sparen

59% der Befragten geben an, dass sie einmal mehr und einmal weniger sparen. Gleichzeitig sagen 60%, dass sie regelmäßig einen bestimmten Betrag beiseite legen. Das lässt den Schluss zu, dass auch der regelmäßige Sparbetrag von manchen von Zeit zu Zeit neu festgelegt wird. 22% sparen ausschließlich dann, wenn eine bestimmte Anschaffung bevorsteht. Überdurchschnittlich viele Personen sind in der Steiermark beim Geldausgeben besonders bedachtsam (40%), und drehen jeden Euro dreimal um, bevor sie ihn ausgeben.