IWF: Stabilität der osteuropäischen Kreditmarktes nimmt zu

28. November 2011 Drucken

Der Internationale Währungsfonds erwartet keine weitere Verschlechterung der Kreditqualität in Osteuropa. Das Kreditwachstum ist in der Folge der Krise 2008 bereits spürbar zurückgegangen – und damit auch das damit verbundene Ausfallrisiko. Emerging Markets werden aber externen Schocks gegenüber anfällig bleiben. Der im September veröffentliche  „Global Financial Stability Report 2011“ warnt aber vor den „wachsenden Stabilitätsrisiken, die während der letzten Monate aufgetauchts sind.“

// Der  Höhepunkt bei den faulen Krediten in Zentral- und Osteuropa dürfte  überschritten sein. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem  aktuellen „Global Financial Stability Report 2011“davon aus, dass  sich die Qualität der Kredite in den Emerging Markets Zentral- und Osteuropas, wo die heimischen Banken sehr aktiv sind, nicht verschlechtern wird. In anderen Emerging Markets – vor allem in Asien – werde der Anteil der notleidenden  Kredite (NPL/Non-Performing-Loans) dagegen zunehmen, auch in einem  Basisszenario, also unter der Annahme, dass es keine externen Schocks gibt. Dies geht aus dem Finanzstabilitätsbericht 2011 des IWF hervor.//

Kreditwachstum in Osteuropa abgeschwächt
Dass es in den europäischen Emerging Markets in den nächsten beiden Jahren zu keiner Verschlechterung der Kreditqualität kommen wird, begründen die IWF-Experten  damit, dass hier in den letzten Jahren das Kreditwachstum bereits abgeschwächt worden sei.

Die   Emerging Markets sollten aber generell gegenüber externen Schocks anfällig bleiben, heißt es weiter. Ursachen dafür sieht der IWF in der Staatsschuldenkrise in der Eurozone oder auch anderweitigen finanzpolitischen Anspannungen. (APA)