Österreicher und CEE-Bürger glauben an stabiles Sparverhalten

30. November 2011 Drucken

In CEE, zählen Tschechen und Slowaken n(EUR 90) zu den emsigsten Sparern; Ungarn und Ukrainer legen nur 40 bis 50 Euro zur Seite. Im Europavergleich sind die Deutschen die absolute Sparmeister mit 180 Euro pro Monat, Österreicher liegen an zweiter Stelle (EUR 168) gefolgt von Briten (EUR 160). In Österreich und Deutschland sind Sparbücher, Bausparverträge […]

In CEE, zählen Tschechen und Slowaken n(EUR 90) zu den emsigsten Sparern; Ungarn und Ukrainer legen nur 40 bis 50 Euro
zur Seite. Im Europavergleich sind die Deutschen die absolute Sparmeister mit 180 Euro pro Monat, Österreicher liegen an zweiter Stelle (EUR 168) gefolgt von Briten (EUR 160). In Österreich und Deutschland sind Sparbücher, Bausparverträge und Versicherungsprodukte die beliebteste Sparform; Tschechen, Slowaken und Ungarn setzen zusätzlich auf Pensionsversicherungen, während Ukrainer raschen Zugang zu Geld schätzen. Die Erwartungen für die Zukunft sind unterschiedlich: Drei Viertel der Österreicher, Slowaken, Tschechen und Ukrainer erwarten mindestens gleiche Sparleistung; Ungarn eher pessimistisch.

Das Sparverhalten ist in Zentral- und Osteuropa höchst unterschiedlich. Während in Österreich, Tschechien und der Slowakei jeder Zweite regelmäßig Geld beiseite legt, setzt sich der Spargedanke in Ungarn und der Ukraine erst durch. In Großbritannien wird doppelt so viel Geld ausgegeben wie gespart. Im Vergleich dazu drehen vor allem die Slowaken und die Ungarn jeden Cent bzw. Forint zweimal um (85% bzw. 82% der Befragten). Die traditionell als Sparmeister geltenden Deutschen zeigen sich von der aktuellen Wirtschaftslage wenig beeindruckt und sparen hauptsächlich für das Alter.

Absolute  Sparmeister sind die Deutschen, die pro Monat 180 Euro auf die Seite legen,  gefolgt von den Österreichern (EUR 168) und den Briten (EUR 160). In CEE zählen die Tschechen und die Slowaken mit 90 Euro zu den emsigsten Sparer. Mit 50 bzw. 40 Euro pro Monat ist die Sparleistung der Ungarn und Ukrainer am geringsten.

Dies ergab eine methodische Zusammenschau folgender Sparstudien:  TNS-Infratest-Umfrage „Das Sparverhalten der Deutschen“, durchgeführt vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. UK:  „UK savings survey“ von Standard Life  Rest: IMAS Studie „Das Sparverhalten 2011 in Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn und der Ukraine“, durchgeführt von der Erste Group Bank AG

Österreich und Deutschland  halten Sparniveau

Nominell hat Österreich, mit einem monatlichen Sparbetrag von 168 Euro, einen historischen Höchststand erreicht.
Seit vergangenem Jahr stagniert der Betrag jedoch, was darauf hinweist, dass es nicht mehr viel Spielraum für eine Steigerung gibt. Die Deutschen sparen aus Tradition. 2010 wurden EUR 180 oder 11,3% des verfügbaren Einkommens pro Monat zur Seite gelegt, was einem Niveau wie vor der Lehman-Pleite gleichkommt (Jahr 2006: 10,8%). Damit wird ein Niveau wie vor der Krise erreicht. Dies ergab eine methodische Zusammenschau mehrer europäischer Sparstudien: TNS-Infratest-Umfrage „Das Sparverhalten der Deutschen“, durchgeführt vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. UK:  „UK savings survey“ von Standard Life  Rest: IMAS Studie „Das Sparverhalten 2011 in Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn und der Ukraine“, durchgeführt von der Erste Group Bank AG

Tschechen und Slowaken legen auf die hohe Kante

Innerhalb der CEE-Region sind die Tschechen und die Slowaken die eifrigsten Sparer. Sie legen pro Monat rund 90 Euro beiseite. Die Mehrheit zeigt sich mit diesem Betrag zufrieden. Am anderen Ende der Skala sind die Ungarn mit rund 50 Euro und die Ukrainer mit etwa 40 Euro pro Monat. Ungarn und die Ukraine verzeichnen allerdings den höchsten Anstieg bei der Sparneigung: Die Hälfte der Befragten meinte, Sparen sei heute wichtiger als noch vor einigen Jahren.

Sparformen in CEE

Das Sparbuch ist in Österreich immer noch außerordentlich beliebt und beinahe jeder Österreicher verfügt über eines (86% der Befragten). In Tschechien besitzt jeder Zweite einen Bausparvertrag – in Österreich gilt dies sogar für 64% der Bevölkerung. Die Slowaken bevorzugen hingegen das Sparkonto. Beinahe die Hälfte der Befragten verfügt über eines. In Ungarn und der Ukraine zeigt sich, dass Sparprodukte noch nicht so beliebt sind und der Spargedanke in diesen Ländern erst allmählich Fuß fasst.

Die Ungarn entscheiden sich großteils für Lebens- und Kapitalversicherungsprodukte (30%), in fast gleichem Ausmaß aber auch für Sparbücher, -karten, und –konten (27%). Die Ukrainer bevorzugen einen rascheren Zugriff auf ihre Ersparnisse und wählen daher meist die Karte (32%). Nur 15% verfügen über ein Sparkonto oder Spareinlagen. Ungarn und die Ukraine weisen auch den höchsten Anteil an Menschen auf, die keinerlei Sparprodukte ihr Eigen nennen (etwa jeder fünfte Befragte).