Handels- KV wird 2012 um 3,6 Prozent ansteigen

01. Dezember 2011 Drucken

Gewerkschaft und Arbeitgeber der Handelsbranche haben sich am 29. Dezember frühmorgens auf ein Lohnplus von 3,6 Prozent geeinigt. Bei der Karenz für das erste Kind wie für die Hospiz werden künftig zehn Monate als Berufszeit angerechnet. Wer weniger als 1500 Euro brutto verdient, erhält einen Fixbetrag von 50 Euro, für einzelne Gehälter bedeutet das ein […]

Gewerkschaft und Arbeitgeber der Handelsbranche haben sich am 29. Dezember frühmorgens auf ein Lohnplus von 3,6 Prozent geeinigt. Bei der Karenz für das erste Kind wie für die Hospiz werden künftig zehn Monate als Berufszeit angerechnet. Wer weniger als 1500 Euro brutto verdient, erhält einen Fixbetrag von 50 Euro, für einzelne Gehälter bedeutet das ein Plus von bis zu 3,8 Prozent. Wer darüber liegt, für den steigt der Mindestlohn um 3,5 Prozent. Den Handel kostet die Anpassung alles in allem 650 Millionen Euro.

Die 520.000 Angestellten erhalten ab 2012 um im Schnitt 3,6 Prozent höhere Mindestlöhne. Die ursprüngliche Forderung der Gewerkschaft lag bei 4,2 Prozent, während die Arbeitgeber 2,9 Prozent boten. Die Erhöhungen verlaufen differenziert: Wer weniger als 1500 Euro brutto verdient, erhält einen Fixbetrag von 50 Euro, für einzelne Gehälter bedeutet das ein Plus von bis zu 3,8 Prozent. Wer darüber liegt, für den steigt der Mindestlohn um 3,5 Prozent. Lehrlinge erhalten um 3,9 Prozent höhere Entschädigungen. Den Handel kostet die Anpassung alles in allem 650 Millionen Euro.

Urlaubsgeld bereits im Juni
Die Handelsgewerkschaft in der Gewerkschaft der Privatangestellten erreichte Zugeständnisse beim Rahmenrecht. Das Urlaubsgeld gibt es ab 2012 schon Ende Juni. Bei der Karenz für das erste Kind wie für die Hospiz werden künftig zehn Monate als Berufszeit angerechnet. Das gilt für die Einstufung im Kollektivvertrag, als auch für die Berechnungen des Jubiläumsgelds. Entkoppelt ist es nunmehr von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, was die starke Fluktuation im Handel berücksichtigt.

Mindestens 200 Euro brutto mehr
Je nach Einstufung bedeutet das laut Berechnungen der Gewerkschaft nach der Karenz 200 bis 500 Euro brutto mehr auf dem Gehaltskonto. Die Unternehmen selbst sind sich ob der Kosten noch ungewiss. Gut drei Prozent der Frauen gingen im Handel jährlich in Karenz, im Einzelfall stiegen ihre Löhne künftig um etwa ein Prozent, heißt es von Arbeitgeberseite.