Salzburg stellt 1,2 Mio. Euro für neue Beschäftigungsprogramme bereit

01. Dezember 2011 Drucken

Das Territoriale Beschäftigungspaket soll in den kommenden zwei Jahren Beschäftigungsinitiativen in Höhe von 1,2 Mio. Euro finanzieren. Neben dem Tenngauer Projekt „Checkpoint Zukunft“ befassen sich die Maßnahmen mit der Erhebung des Qualifizierungswandels, mit der Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen sowie von Bezieher/innen der bedarfsorientierten Mindestsicherung in den ersten Arbeitsmarkt. Territorialer Beschäftigungspakt beschließt Maßnahmen für 2012/13 Bei der […]

Das Territoriale Beschäftigungspaket soll in den kommenden zwei Jahren Beschäftigungsinitiativen in Höhe von 1,2 Mio. Euro finanzieren. Neben dem Tenngauer Projekt „Checkpoint Zukunft“ befassen sich die Maßnahmen mit der Erhebung des Qualifizierungswandels, mit der Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen sowie von Bezieher/innen der bedarfsorientierten Mindestsicherung in den ersten Arbeitsmarkt.

Territorialer Beschäftigungspakt beschließt Maßnahmen für 2012/13
Bei der am 29. November 2011 abgehaltenen Vollversammlung des „“ (TEP) zeigten sich die Mitglieder (Land Salzburg, AMS, Bundessozialamt, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, ÖGB, Kammer für Land und Forstwirtschaft sowie Landarbeiterkammer) mit den 2010 und 2011 durchgeführten Projekten und Maßnahmen zufrieden und unterzeichneten das zuvor im Strategieteam intensiv diskutierte Arbeitsprogramm für die nächste Förderperiode 2012 bis2013.

Europäischer Sozialfonds zahlt mit
Im Bundesland Salzburg werden für die nächsten beiden Jahren ca. 1,2 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen bereitgestellt. Das Land bringt 336.000 Euro auf, das AMS 313.000 Euro. Dadurch können weitere 557.000 Euro vom Europäischen Sozialfonds ESF mobilisiert werden. Neben dem Tenngauer Projekt „“ befassen sich die Maßnahmen mit der Erhebung des Qualifizierungswandels in fünf Branchenclustern – auch als Reaktion auf die verstärkte Nachfrage nach Facharbeitern, mit der Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen sowie von Bezieher/innen der bedarfsorientierten Mindestsicherung in den ersten Arbeitsmarkt.

2012 soll Projekt „Jobchoaching“ anlaufen
2009 wurde das Jugendbetreuungs- und Jugendbeschäftigungsprojekt „Checkpoint Zukunft“ gestartet, das auf die Verknüpfung von Schule und externen Beratungs- sowie Betreuungsstrukturen  setzt. Bereits 2012 soll in Salzburg das Projekt „Jobcoaching“ anlaufen, das in einigen Teilen dem Tennengauer Projekt folgt.

Salzburger Job-Probleme
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen in Salzburg mit 1. Dezember 2011 um 6,6 Prozent gestiegen, das sind 875 Personen mehr. Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung beträgt 14.168, wobei rund die Hälfte davon über eine Einstellzusage verfügt. Die Arbeitslosenrate beträgt derzeit 5,7 Prozent. Salzburg liegt damit – wie bereits vor einem Monat – im Bundesländervergleich an zweiter Stelle hinter Oberösterreich.
Der Anstieg ist laut AMS Salzburg sowohl auf die derzeitige schlechte Schneelage und die deshalb gestiegene Arbeitslosigkeit im Tourismus als auch auf den weiterhin spürbaren Konjunkturabschwung zurückzuführen. So stieg die Arbeitslosigkeit bei der Arbeitskräfteüberlassung um 14,7 Prozent, in der Warenherstellung um 13,4 Prozent und im Handel um 11,9 Prozent.
Weiterhin rückläufig ist die Zahl der Schulungsteilnehmer, die im Vergleich zum Dezember 2011 um 13,4 Prozent bzw. 456 Personen auf 2.936 gefallen ist. Derzeit stehen 2.825 offene Stellen zur Verfügung, das ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang von 15,3 Prozent. Die Anzahl der offenen Lehrstellen ist dagegen um 20,3 Prozent gestiegen. 742 offenen Lehrstellen stehen 257 Lehrstellensuchende gegenüber.