Immer mehr Unternehmen veröffentlichen einen Nachhaltigkeitsbericht

12. Dezember 2011 Drucken

Fast die Hälfte der 250 größten Unternehmen der Welt gibt  an, dass sich ihre Bemühungen um nachhaltiges Wirtschaften im Immer mehr Unternehmen legen Rechenschaft über ihr  nachhaltiges Wirtschaften ab. Das zeigt der internationale „Corporate Responsibility Survey 2011“ von  KPMG, für den die 3.400 umsatzstärksten Unternehmen in 34 Ländern unter die Lupe genommen wurden. Die größten […]

Nachhaltigkeitsberichte werden zum Industriestandard. (c) ruh

Fast die Hälfte der 250 größten Unternehmen der Welt gibt  an, dass sich ihre Bemühungen um nachhaltiges Wirtschaften im Immer mehr Unternehmen legen Rechenschaft über ihr  nachhaltiges Wirtschaften ab. Das zeigt der internationale „Corporate Responsibility Survey 2011“ von  KPMG, für den die 3.400 umsatzstärksten Unternehmen in 34 Ländern unter die Lupe genommen wurden. Die größten Fortschritte haben Unternehmen der Pharma-, Konsumgüter- und Baubranche gemacht. Im internationalen Vergleich liegen das Vereinigte  Königreich und Japan an der Spitze. Am wenigsten verbreitet sind Nachhaltigkeitsberichte in Israel, Indien sowie in Neuseeland und Chile.

Bereits 95 Prozent der 250 größten Unternehmen der Welt veröffentlichen regelmäßig einen Nachhaltigkeitsbericht; das sind 14 Prozentpunkte mehr als noch vor drei Jahren. Die größten Fortschritte haben Unternehmen der Pharma-, Konsumgüter- und Baubranche gemacht; hier hat sich die Quote der Berichtersteller seit der letzten Analyse 2008 jeweils verdoppelt.

UK und Japan führen

Im internationalen Vergleich liegen das Vereinigte  Königreich und Japan an der Spitze: hier legen sämtliche beziehungsweise 99 der  100 größten Unternehmen einen entsprechenden Bericht vor. Die  Veröffentlichungsquote deutscher Unternehmen liegt im Ländervergleich mit 62  Prozent zwar nur im Mittelfeld (Platz 15 von 34); doch gehört man hierzulande  zur Spitzengruppe, was Qualität und Glaubwürdigkeit der veröffentlichten  Berichte angeht. Als Maßstab gelten hierbei unter anderem  die Ausgestaltung der internen  Informationssysteme und Prozesse sowie die Zuverlässigkeit der erhobenen Daten.

KPMG stellt dabei einen „Kulturwandel fest. War das Bekenntnis  zu ökologischer und sozialer Verantwortung anfangs eher ethisch motiviert, hat  es sich inzwischen zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit entwickelt.“ Fast  die Hälfte der 250 größten Unternehmen der Welt gibt an, dass sich ihre  Bemühungen um nachhaltiges Wirtschaften im wahrsten Sinne des Wortes auszahlen.  Etwa durch ein gestiegenes Markenimage, das sich positiv auf Umsatz und Aktienkursentwicklung auswirkt.

Trend zur Vereinheitlichung der Berichte

Obwohl es keinen weltweit verbindlichen Standard für die  Nachhaltigkeitsberichterstattung gibt, zeichnet sich ein Trend zu einer
qualitativ höherwertigeren Datenerhebung und Vereinheitlichung der Berichte ab.  Demnach orientieren sich dabei bereits 69 Prozent der Unternehmen an den Richtlinien der Global Reporting Initiative; unter den 250 weltweit größten
Unternehmen liegt diese Quote sogar bei 80 Prozent.

Laut KPMG-Studie erstellen die meisten unternehmen noch einen separaten Nachhaltigkeitsbericht. Der Grund liegt in den hohen Anforderungen an eine integrierte Berichterstattung, beispielsweise in der Entwicklung von Berichterstellungsstrukturen und der zeitgerechten und zuverlässigen Erhebung der Daten. Die Zeit ist jetzt reif, um die entsprechenden Reportingsysteme weiterzuentwickeln und auf eine Stufe zu heben mit der Finanzberichterstattung.

Weitere Ergebnisse der Studie sind:

  • Im weltweiten Branchenvergleich sind Unternehmen der Holz- und papierverarbeitenden Industrie sowie Minenbetreiber führend. Hier erstellen jeweils 84 Prozent einen Nachhaltigkeitsbericht.
  • Handel und Einzelhandel bilden im Branchenvergleich das Schlusslicht: Hier liegt die Berichtsquote nur bei 52 Prozent – dies sind allerdings doppelt so viele wie 2008.
  • 69 Prozent aller börsennotierten Unternehmen berichten über ihr nachhaltiges Wirtschaften. Unter den Familienunternehmen sind es nur 36 Prozent.
  • In China, das zum ersten Mal bei der Untersuchung berücksichtigt wurde, veröffentlichen bereits 60 der 100 größten Unternehmen   einen Nachhaltigkeitsbericht.
  • Am wenigsten verbreitet sind Nachhaltigkeitsberichte in Israel (18 Prozent), Indien (20 Prozent) sowie in Neuseeland und Chile (jeweils 27 Prozent).
  • 38 Prozent aller Unternehmen (und 46 Prozent der G250) lassen ihre Berichte von einem Wirtschaftsprüfer bestätigen.