Angabe des Mindestentgelts im Stelleninserat

19. Dezember 2011 Drucken

Seit 1. März 2011 müssen in Stelleninseraten verpflichtend Angaben zum Mindestentgelt gemacht werden. Über die Begriffsinhalte besteht nicht immer Einigkeit. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich veröffentlicht, wie Mindestentgelt zu definieren sind, liefert Formulierungsvorschläge sowie Informationen über Sanktionen. Wichjtig dabei: Nicht jedes Stelleninserat ist im Sinne des Gesetzgebers auch ein solches – und daher von einigen Formvorschriften ausgenommen. […]

Seit 1. März 2011 müssen in Stelleninseraten verpflichtend Angaben zum Mindestentgelt gemacht werden. Über die Begriffsinhalte besteht nicht immer Einigkeit. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich veröffentlicht, wie Mindestentgelt zu definieren sind, liefert Formulierungsvorschläge sowie Informationen über Sanktionen. Wichjtig dabei: Nicht jedes Stelleninserat ist im Sinne des Gesetzgebers auch ein solches – und daher von einigen Formvorschriften ausgenommen.

Ab 1. März 2011 sind in Stelleninseraten verpflichtend Angaben zum Mindestentgelt zu machen. Diese Verpflichtung trifft

  • Arbeitgeber,
  1. private Arbeitsvermittler und
  2. mit der Arbeitsvermittlung betraute Personen öffentlichen Rechts.

Stelleninserate saind sehr unterschiedlich
Der Begriff des Stelleninserates erfasst interne (am „Schwarzen Brett“) und externe (in Zeitungen, im Internet usw.) Veröffentlichungen, in denen ein konkreter Arbeitsplatz ausgeschrieben wird.
Allgemeine Hinweise auf Schildern wie z.B. „Wir stellen ein …“ oder Einladungen zum allgemeinen Kennenlernen („Get together“) erfüllen nicht den Begriff des Stelleninserates, sofern nicht ein konkreter Arbeitsplatz ins Auge gefasst wird.
Mindestentgelt
Im Stelleninserat ist das für den ausgeschriebenen Arbeitsplatz geltende kollektivvertragliche oder durch Gesetz oder andere Normen der kollektiven Rechtsgestaltung festgelegte Mindestentgelt anzugeben. Diese Angabe hat

  • betragsmäßig,
  • unter Anführung der Zeiteinheit von Stunde/Woche/Monat,
  • ohne anteilige Sonderzahlungen,
  • unter Einrechnung personenbezogener Zulagen, die bereits zum Zeitpunkt der Ausschreibung bekannt sind (z.B. bei Vorarbeitern).

Ankündigungen sind einzuhalten
Der Arbeitgeber kann im Stelleninserat auf seine Bereitschaft zur kollektivvertraglichen Überzahlung hinweisen. Gewährt der Arbeitgeber dem Stellenwerber trotz angekündigter Bereitschaft keine kollektivvertragliche Überzahlung, besteht das Risiko, dass dieser aufgrund seines Alters, seines Geschlechtes oder eines anderen Diskriminierungstatbestandes einen Anspruch auf Bezahlung der Differenz und auf Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung geltend macht.
Eine Verpflichtung zur Angabe des Mindestentgelts besteht auch bei Ausschreibungen von Stellen für Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte.
Die WK Oberösterreich rät, einen „Lohn/Gehalt ab …. € brutto“ auszuloben.

Die vollständige Fassung des Textes fnden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Oberösterreich.