2011 brachte starken Zuwachs für Zeitarbeit

20. Dezember 2011 Drucken

Nachdem die Zahl der ZeitarbeiterInnen bis 2008 in Österreich kontinuierlich gestiegen war, wurden in der Wirtschaftskrise verstärkt Zeitarbeitskräfte abgebaut. Nach diesem krisenbedingten Rückgang folgt aktuell wiederum eine Zunahme: Im Jahr 2011 ist die Zahl der ZeitarbeiterInnen um 13 Prozent auf den Rekordwert von knapp 75.000 gestiegen.Im Auftrag von Powerserv hat SORA im Oktober 2011 in […]

Nachdem die Zahl der ZeitarbeiterInnen bis 2008 in Österreich kontinuierlich gestiegen war, wurden in der Wirtschaftskrise verstärkt Zeitarbeitskräfte abgebaut. Nach diesem krisenbedingten Rückgang folgt aktuell wiederum eine Zunahme: Im Jahr 2011 ist die Zahl der ZeitarbeiterInnen um 13 Prozent auf den Rekordwert von knapp 75.000 gestiegen.Im Auftrag von Powerserv hat SORA im Oktober 2011 in einer repräsentativen Studie 922 Unternehmen in Oberösterreich, der Steiermark und Wien zum Einsatz von Zeitarbeitskräften befragt.

Demnach wollen drei Viertel der befragten Unternehmen mindestens gleich häufig wie bisher ZeitmitarbeiterInnen beschäftigen. 38 Prozent aller Betriebe, die bisher keine Zeitarbeitskräfte beschäftigt haben, geben an, dass sie für künftige Aufträge, die mit dem bestehenden Team nicht zu bewältigen sind, ZeitmitarbeiterInnen einsetzen würden.

Flexibilität in Krisenzeiten
Für die Unternehmen bedeutet Zeitarbeit Flexibilität angesichts einer unsicheren Wirtschaftsentwicklung. Glaubt man den Angaben der befragten Unternehmen, würden zwei von drei Betrieben ohne das Instrument Zeitarbeit künftig auf manche Aufträge verzichten, bevor sie das Risiko höherer Personalkosten in Kauf nehmen, so die SORA-Aussendung.

Sicht der ZeitarbeiterInnen
Während SORA in der aktuellen Umfrage die Sicht der Unternehmen erhoben hat, wurden vergangenes Jahr 2.800 Powerserv-MitarbeiterInnen in 12 Ländern befragt. Demnach sah 2010 die Hälfte der Befragten Zeitarbeit als Überbrückung zu einer fixen Arbeit. Etwa vier von zehn sahen „keine andere Alternative“ und ebenso viele wollten mehrere Unternehmen kennenlernen, so die drei wichtigsten Motive der Befragten. Befragt nach ihrer Zufriedenheit gaben neun von zehn an, dass ihnen die vermittelte Tätigkeit gefallen habe. Sieben von zehn sagten, sie fühlen sich nicht benachteiligt gegenüber fest angestellten MitarbeiterInnen.