Tirol verlängert „gemeindenahes Beschäftigungsprogramm“

22. Dezember 2011 Drucken

2009 wurde das „gemeindenahe Beschäftigungsprogramm Tirol“ aus der Taufe gehoben, das auf die Integration von Langzeitarbeitslosen abzielt. Die Initiative wird 2012 weitergeführt, wie  nach der Sitzung der Landesregierung am 20.12 bekannt gemacht wurde. Mehr als zwei Drittel der bisher im Rahmen dieses Programms von Gemeinden und gemeinnützigen Einrichtungen beschäftigten Langzeitarbeitslosen wurden in ein reguläres Dienstverhältnis […]

2009 wurde das „gemeindenahe Beschäftigungsprogramm Tirol“ aus der Taufe gehoben, das auf die Integration von Langzeitarbeitslosen abzielt. Die Initiative wird 2012 weitergeführt, wie  nach der Sitzung der Landesregierung am 20.12 bekannt gemacht wurde. Mehr als zwei Drittel der bisher im Rahmen dieses Programms von Gemeinden und gemeinnützigen Einrichtungen beschäftigten Langzeitarbeitslosen wurden in ein reguläres Dienstverhältnis übernommen. Für das kommende Jahr stehen Landesmittel in der Höhe von rund 340.000 Euro für die Unterstützung von 250 befristeten Beschäftigungsverhältnisse zur Verfügung.

Verlängert wird auch die Landesunterstützung für die seit 2008 in Innsbruck und seit 2010 in Wörgl bestehenden Produktionsschulen. Dort haben 14- bis 19-jährige sozial benachteiligte Jugendliche mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, praktisch zu arbeiten, Schlüsselqualifikationen zu erwerben und ihr Schulwissen zu verbessern. Bisher haben 375 Mädchen die Produktionsschulen durchlaufen. Viele Teilnehmerinnen konnten weitervermittelt werden. Die Produktionsschule in Innsbruck wird wie bisher Mädchen betreuen, die Produktionsschule in Wörgl wird ab Jänner 2012 auch für Burschen offen stehen.

Tirol startet Qualifizierungsoffensive
In Österreich gibt es schätzungsweise 280.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter, die über keinen positiven Pflichtschulabschluss verfügen. In Tirol wird diese Zahl auf 16.000 geschätzt.  Gemeinsam mit dem Bund startet die Landesregierung eine Qualifizierungsoffensive. Wer einen positiven Hauptschulabschluss nachholen will oder trotz eines positiven Abschlusses Defizite beim Lesen, Schreiben und Rechnen hat und diese Basiskompetenzen verbessern will, kann dies kostenlos tun. Die Tiroler Landesregierung hat die entsprechende 15a-Vereinbarung mit dem Bund zur Förderung von Lehrgängen für Erwachsene im Bereich der Basisbildung sowie zur Erlangung des Pflichtschulabschlusses beschlossen.

Finanziert von Land und Bund
Die Kosten für die Qualifizierungsoffensive werden jeweils zur Hälfte von Bund und Land Tirol getragen. Die Gesamtkosten für die Jahre 2012 bis 2014 betragen in Tirol 1,2 Millionen Euro. Der Bund verdoppelt diese Mittel, sodass insgesamt 2,4 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Ziel ist es, dass in den kommenden drei Jahren 270 Personen ihren Pflichtschulabschluss nachholen. Weitere 330 sollen bis 2014 im Rahmen eines Basisbildungskurses ihre Grundkompetenzen verbessern.