e-Medikation: Erster Pilotbetrieb mit 31. Dezember 2011 beendet

25. Januar 2012 Drucken

In Tirol, Oberösterreich und Wien haben 8000 Patienten am Probelauf für e-Medikation teilgenommen. Der Pilotbetrieb e-Medikation, der seit April 2011 in einigen Bezirken in Tirol, Oberösterreich und Wien stattgefunden hat, ist mit Ende Dezember beendet worden. Konkret ging es in der Testphase um die Vernetzung und elektronische Kommunikation zwischen Ärzten, Apothekern und Krankenanstalten über die […]

In Tirol, Oberösterreich und Wien haben 8000 Patienten am Probelauf für e-Medikation teilgenommen.

Der Pilotbetrieb e-Medikation, der seit April 2011 in einigen Bezirken in Tirol, Oberösterreich und Wien stattgefunden hat, ist mit Ende Dezember beendet worden. Konkret ging es in der Testphase um die Vernetzung und elektronische Kommunikation zwischen Ärzten, Apothekern und Krankenanstalten über die Medikation eines Patienten. Nicht nur vom Arzt verordnete, sondern auch in der Apotheke rezeptfrei erworbene Arzneimittel wurden dabei berücksichtigt. Von den rund 100 teilnehmenden ÄrztInnen, den 57 teilnehmenden Apotheken und den 5 Krankenanstalten wurden insgesamt rund 37.000 elektronische Prüfungen auf Wechselwirkungen durchgeführt.

Durch die Medikationsübersicht sollen Ärzte einen besseren Überblick über Medikamente erhalten, die ein Patient bereits einnimmt. Bei der Verordnung weiterer Arzneimittel soll dies berücksichtigt werden. Patienten wiederum können sich anhand eines Ausdrucks dieser Liste besser orientieren, wann und wie sie ein Medikament einnehmen sollen, heißt es in einer Aussendung des Hauptverbandes der Sozialversicherungen.

8000 Patienten im Testlauf
In den drei Pilotregionen haben knapp 8.000 Patientinnen und Patienten ihre Zustimmung zur Teilnahme abgegeben. Von den rund 100 teilnehmenden ÄrztInnen, den 57 teilnehmenden Apotheken und den 5 Krankenanstalten wurden insgesamt rund 37.000 elektronische Prüfungen auf Wechselwirkungen durchgeführt.
Die im Pilotbetrieb gesammelten Erfahrungen werden nun von der Medizinischen Universität Wien wissenschaftlich evaluiert und die Daten in anonymisierter Form statistisch ausgewertet. Der Evaluierungsbericht wird voraussichtlich im April 2012 zur Verfügung stehen und die Grundlage für einen flächendeckenden österreichweiten Einsatz der e-Medikation bilden, schreibt der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger in einer Aussendung.

Daten werden anonymisiert und gespeichert
Für teilnehmende PatientInnen bedeutet das Ende des Pilotbetriebes, dass das Service e-Medikation ab 1.1.2012 nicht mehr in Anspruch genommen werden kann. Eine Abmeldung von e-Medikation ist nicht notwendig – die Teilnahme endet automatisch mit 31. Dezember 2011. Die gesammelten Daten werden nur in anonymisierter Form für statistische Auswertungen verwendet und können nicht mehr auf eine bestimmte Person zurückgeführt werden. Nach Abschluss der Auswertungen, spätestens am 30.06.2012, werden die Daten gänzlich gelöscht.