Neue Parkgebühren in Wien bringen für ansässige Unternehmer Vergünstigungen

01. März 2012 Drucken

Mit 1. März ist der Kauf eines Parkpickerls für Unternehmen aus Wiener Kurzparkzonen um 11 Prozent von 135 auf 120 Euro gesenkt worden.  Die Pauschale für weitere Lastfahrzeuge von Wirtschaftstreibenden wurde von jährlich 279,60 Euro auf 249 Euro verringert. Deutlich teurer werden allerdings die Kurzparkgebühren: Ein Stunde kostet 2 Euro statt bisher 1,20 Euro. Die […]

Mit 1. März ist der Kauf eines Parkpickerls für Unternehmen aus Wiener Kurzparkzonen um 11 Prozent von 135 auf 120 Euro gesenkt worden.  Die Pauschale für weitere Lastfahrzeuge von Wirtschaftstreibenden wurde von jährlich 279,60 Euro auf 249 Euro verringert. Deutlich teurer werden allerdings die Kurzparkgebühren: Ein Stunde kostet 2 Euro statt bisher 1,20 Euro. Die Tagespauschale für Servicebetriebe wird ebenfalls billiger.

Mit 1. März 2012 wurde der Preis für das Parkpickerl in der Bundeshauptstadt um elf Prozent gesenkt. Kurzparken wurde hingegen pro Stunde um zwei Drittel teurer. Die Stadtregierung hat beschlossen, dass das Parkpickerl für Bezirksbewohnerinnen und Bezirksbewohner mit 1. März 2012 um elf Prozent billiger wird. Anstatt wie bisher zwölf Euro pro Monat kostet es seit 1. März zehn Euro monatlich. Zuzüglich der Antrags- und Verwaltungsabgaben sank damit der Jahrespreis des Parkpickerls auf rund 179 Euro.
Demgegenüber wurden die Preise für das Kurzparken angehoben: Seit 1. März 2012 kosten 30 Minuten Kurzparken einen Euro, 60 Minuten Kurzparken zwei Euro, 90 Minuten drei Euro und 120 Minuten vier Euro. Die Gebühr für Falschparken werden im ersten Halbjahr 2012 von 21 auf 36 Euro angehoben.

Für anässige Unternehmen wird es billiger

  • Die Pauschale für das erste betriebserforderliche Fahrzeug von Wirtschaftstreibenden wurde wie das BewohnerInnen-Parkpickerl von jährlich 135 Euro auf 120 Euro (ohne Verwaltungsabgaben) verringert.
  • Die Pauschale für weitere Lastfahrzeuge von Wirtschaftstreibenden wurden von jährlich 279,60 Euro auf 249 Euro verringert.
  • Der Tagespauschal-Parkschein für Servicebetriebe, Hotels und Vorführfahrzeuge wurde von 4,60 Euro auf 4,10 Euro verringert.
  • Die sonstigen Pauschalierungen für Nicht-Begünstigte wurden von jährlich 1.524 Euro auf 2.544 Euro angehoben.


Administration bleibt gleich teuer
Zusätzlich werden wie bisher 58,99 Euro Verwaltungsabgaben pro Ausstellung des Parkpickerls eingehoben.

Umtausch in Trafiken, Rückgabe in Stadtkassen
Die neuen Kurzparkscheine sind seit Mitte Februar in rund 200 Trafiken (nicht alle machen mit), den Vorverkaufsstellen der Wiener Linien und den Stadtkassen in den Bezirksämtern erhältlich. Die alten Parkscheine (maximal 30 Stück auf einmal) können dann noch bis 31. Mai in den Trafiken gegen einen Aufpreis in neue Scheine umgetauscht werden. In den Wiener Stadtkassen und den Vorverkaufsstellen der Wiener Linien können die alten Kurzparkscheine getauscht und zurückgegeben werden.

Verwendung der Mehreinnahmen
Der Nettoertrag der Parkometerabgabe wird gemäß § 7 der Parkometerabgabeverordnung für Maßnahmen verwendet, die der Erleichterung des innerstädtischen Verkehrs dienen. Die Gelder werden vor allem für die Förderung von Garagenbauten oder die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs verwendet. Weiters werden damit Maßnahmen finanziert, die zu einer Funktionsaufteilung zwischen Individual- und Massenverkehr führen.