Steiermärkischer Sparkasse-Konzern steigert Betriebsergebnis auf 192 Mio. Euro

15. März 2012 Drucken

Der Steiermärkische Sparkasse-Konzern konnte 2011 seine Ertragslage verbessern und steigerte sein Betriebsergebnis zum  Vergleichszeitraum 2010 um 2,6 Prozent auf 192 Mio. Euro. Gleichzeitig konnte die Kernkapitalquote auf 12,3% verbessert werden. Die NPL-Ratio (Non Performing Loans: Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Ausleihungen)konnte weiter gesenkt werden: Sie nahm von 6,8% auf 6,3% des Portfolios ab. […]

Der Steiermärkische Sparkasse-Konzern konnte 2011 seine Ertragslage verbessern und steigerte sein Betriebsergebnis zum  Vergleichszeitraum 2010 um 2,6 Prozent auf 192 Mio. Euro. Gleichzeitig konnte die Kernkapitalquote auf 12,3% verbessert werden. Die NPL-Ratio (Non Performing Loans: Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Ausleihungen)konnte weiter gesenkt werden: Sie nahm von 6,8% auf 6,3% des Portfolios ab. Die Ausleihungen an Firmenkunden betrugen 440 Millionen Euro. Die Konzerntöchter im Ausland steuerten 34 % der Erträge zum Jahresergebnis bei.


Gute operative Ertragslage, Kernkapitalquote 12,3%, steigendes Betriebsergebnis

Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten führten zu einer verhaltenen Wirtschaftsentwicklung in Österreich, sowohl in Bezug auf die Kundenforderungen, als auch auf die Kundeneinlagen. In diesem Umfeld konnte die Steiermärkische Sparkasse die Konzernbilanzsumme moderat um 1,5% steigern und festigte ihre Position als führendes Kreditinstitut im Süden Österreichs. Die operative Ertragslage wurde 2011 weiter verbessert und das Betriebsergebnis um 2,6% auf 192,3 Millionen Euro gesteigert. Der ausgewiesene Konzernüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 18,8% auf 62,5 Millionen Euro. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Abwertung der vom Steiermärkische Sparkasse-Konzern gehaltenen Erste Group Bank-Aktien auf den Börsenkurs (13,58 Euro/Stück am Bilanzstichtag) über die Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen war. Unter Ausklammerung dieses Sondereffektes ergab sich ein bereinigter Konzernüberschuss von 88 Millionen Euro. Das entsprach im Vergleich zu 2010 einer Steigerung um 14,4%. Das Kernkapital der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG stieg auf 738 Millionen Euro. Das war ein Zuwachs von 60 Millionen Euro gegenüber 2010 und erreichte damit einen historischen Höchststand. Inklusive der ergänzenden Eigenmittel betrugen die anrechenbaren Eigenmittel, gemäß  § 23 BWG, 914 Millionen Euro, das lag um 348 Millionen Euro oder 61% über dem Gesetzgeber geforderten Limit (Kernkapitalquote 12,3%, Eigenmittelquote 13,8%).

Effizientes Risikomanagement
Durch frühzeitige und ausreichende Vorsorge für potenziell schlagend werdende Risiken in der Vergangenheit, erzielte die Steiermärkische Sparkasse ein sehr gutes Risikoergebnis trotz gesamtwirtschaftlich nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen. Wesentliche Grundlagen dafür waren ein solider. Den erwartungsgemäß steigenden Problemengagements in Südosteuropa, bedingt durch ein gesamtwirtschaftlich schwieriges Umfeld, wurde durch umfassende Risikovorsorge Rechnung getragen. Ingesamt war die Risikotragfähigkeit der Steiermärkischen Sparkasse 2011 besonders hoch:
Das Eigenkapital und die stillen Reserven waren doppelt so hoch, wie die Summe aller Risikopotentiale. Die NPL-Ratio (Non Performing Loans: Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Ausleihungen) sank von 6,8% auf 6,3% des Portfolios. Die Wertberichtigung und die vorhandenen Sicherheiten deckten über 91% der NPL (Total Coverage Ratio). Die Risikokosten lagen bei sehr zufriedenstellenden 0,5% der Ausleihungen.

30.000 neue Inlandskunden
Die Steiermärkische Sparkasse verfügte 2011 über 2,3 Millionen Kunden im In- und Ausland. Im Inland konnten 2011 ca. 30.000 neue Kunden gewonnen werden.

Privatkundengeschäft
2011 konnten Kreditverträge an Private im Volumen 360 Millionen Euro abgeschlossen werden. Das entspricht einer Steigerung um 100 Millionen Euro gegenüber 2010. Das Spareinlagenvolumen liegt bei 6 Milliarden Euro.

Firmenkundengeschäft: 440 Mio. Euro an Neukrediten
Die Steiermärkische Sparkasse stellte ihren Firmenkunden im Geschäftsjahr 2011 neue Kredite für Investitionen von mehr als 440 Millionen Euro zur Verfügung. Das entsprach ca. 15% des bestehenden gesamten Investitionskreditvolumens der Kommerzkunden. Dadurch konnten die langfristigen Ausleihungen um rund 2,5% gesteigert werden. Nach wie vor ist das Immobilien- und Projektgeschäft ein Geschäftsschwerpunkt. Weiterhin sinkend ist das Ausleihungsvolumen in Fremdwährung. Wegen der verbesserten Liquiditätslage und dem Forderungsmanagement der Firmenkunden waren die Kontokorrentkredite leicht rückläufig. Das Mobilienleasinggeschäft konnte um 17,7% gesteigert werden.

Steigerung der Kundendepots und starker Absatz bei Eigenemissionen
Vor diesem schwierigen Hintergrund im Jahr 2011, belief sich der Wertpapierumsatz ungefähr auf Vorjahresniveau, wobei insbesondere Eigenemissionen und Produkte wie der Erste Immobilienfonds eine sehr große Nachfrage bei Kunden hatten. Die Anzahl der Wertpapierdepots wurde gegenüber dem Vorjahr um ca. 2% gesteigert. Das insgesamt verwaltete Depotvolumen reduzierte sich leicht  auf 2,7 Milliarden Euro in Folge der Verwerfungen an den Finanzmärkten. Hinsichtlich der Anzahl von 56.500 Wertpapierkunden erreichte die Steiermärkische Sparkasse einen neuen Höchststand.

Auslandsergebnis mit rund 34% Ergebnisbeitrag
Die Steiermärkische Sparkasse ist seit 15 Jahren mit Beteiligungen im erweiterten Heimmarkt Südosteuropa aktiv. Das nachhaltige Geschäftsmodel einer Retailbank mit dem Ziel, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krediten und Einlagen zu halten, hat sich auch im Jahr 2011 bewährt. Besonders hervorzuheben ist die kroatische Tochter Erste & Steiermärkische Bank, die mit einer Steigerung des Jahresüberschusses (+11% gegenüber dem Vorjahr) und einem ROE von 11,6% ein ausgezeichnetes Ergebnis lieferte. Sie steigerte Ihren Marktanteil auf 14,2% (2010: 13,1%) und verstärkte damit ihre Position als drittgrößtes Bankinstitut Kroatiens. Die Sparkasse Bank Mazedonien konnte deutliche Zuwächse bei Krediten und Einlagen erzielen und dadurch ebenso ihren Marktanteil ausbauen. Die Sparkasse Bank Bosnien, sowie die serbische Tochterbank Erste Bank Novi Sad erzielten 2011 überdurchschnittliche Wachstumsraten und wesentliche Ergebnissteigerungen. Die Mobilienleasingtochter konnte im erweiterten Heimmarkt in Summe trotz schwacher Investitionstätigkeit und wirtschaftlich herausfordernden Bedingungen im Vorjahr profitabel bleiben und ihre starke Stellung am südosteuropäischen Markt verteidigen. Die s Leasing Gruppe verwaltet derzeit in Südosteuropa ein Gesamtobligo von rund 440 Millionen Euro. Die Steiermärkische Sparkasse ist im erweiterten Heimmarkt auch unter den ökonomisch herausfordernden Gegebenheiten stabil aufgestellt und die Auslandstöchter leisten mit 34% am Gesamtergebnis einen sehr wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis.

Mitarbeiter und Standorte
Per Jahresende 2011 arbeiteten ca. 6.000 Mitarbeiter im Konzern der Steiermärkischen Sparkasse an rund 500 Standorten in der Steiermark und Südosteuropa.