Alternative Kfz-Antriebsformen werden nur zögerlich angenommen

19. März 2012 Drucken

Die Umstellung der heimischen Fuhrparks auf klimafreundliche Mobilität bleibt ein zähes Unterfangen. Laut Bundessparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer fahren derzeit 13.000 heimische Fahrzeuge mit einem alternativen Antrieb oder mit reinen Biokraftstoffen, drei Viertel davon in heimischen Unternehmen. Zum Vergleich: 2011 wurden insgesamt 457.485 Kraftfahrzeuge (ohne Anhänger) neu zum Verkehr zugelassen. Von den in Österreich […]

Die Umstellung der heimischen Fuhrparks auf klimafreundliche Mobilität bleibt ein zähes Unterfangen. Laut Bundessparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer fahren derzeit 13.000 heimische Fahrzeuge mit einem alternativen Antrieb oder mit reinen Biokraftstoffen, drei Viertel davon in heimischen Unternehmen. Zum Vergleich: 2011 wurden insgesamt 457.485 Kraftfahrzeuge (ohne Anhänger) neu zum Verkehr zugelassen. Von den in Österreich angemeldeten 1.089 Elektrofahrzeugen werden 80 Prozent in Betrieben eingesetzt. Jeder fünfte Stadtautobus ist mit einer alternativen Antriebstechnologie unterwegs.

2,1 Millionen Tonnen CO2 durch Betriebe eingespart
Mehr als 18.000 Lenkerinnen und Lenker nahmen bisher an Spritspartrainings teil. 800 Spritspartrainer und 150 Fahrschulen schulen Lenker von Pkw, Lkw und Bussen wie sie den Kraftstoffverbrauch bei betrieblichen und privaten Fahrten minimieren. Bereits mehr als 2,1 Millionen Tonnen CO2 werden jährlich durch Fuhrparkumstellungen, Logistikoptimierungen oder betriebliches Mobilitätsmanagement sowie die Beimischung von Biokraftstoffen in Benzin (E5) und Diesel (B7) eingespart.

Verstromung des Verkehrs geht voran
Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist der Haupträger eines klimverträglichen Mobilitätskoinzepts. Attraktive Taktfahrpläne, eine bedarfsorientierte Flächenbedienung und Anreize für Kunden wie steuerbegünstigte Jobtickets, Car Sharing- oder Bahntaxi-Angebote erhöhten den Zuspruch für öffentliche Verkehrsmittel. Der überwiegende Teil des heimischen Stroms, beim Bahnstrom des ÖBB-Konzerns sogar 93 Prozent, stammt in Österreich bereits aus erneuerbaren Energien, vor allem Wasserkraft, weshalb die „Verstromung“ von Verkehren beachtliche Umweltvorteile bringt.

Schiene verliert wieder Anteile an Straße
Der aktuelle Flächenrückzug der Staatsbahnen führt zur Verlagerung von Transporten von der Schiene auf die Straße und bringt damit Nachteile im Klimaschutz. 1.273 Anschlussbahnbetreiber in Österreich generieren jedoch als verladende Wirtschaft zwei Drittel des Gütervolumens auf der Schiene.