Hotellerie: Arbeitszeit sinkt, Gehälter steigen

30. März 2012 Drucken

Eine aktuelle Auswertung auf Initiative der Österreichischen Hoteliervereinigung von mehr als 11.000 Lohndaten in 255 österreichischen Ferienhotels weist einen Rückgang der Arbeitszeit und eine Steigerung bei den Gehältern nach. Mitarbeiter in der Hotellerie verdienen  im Durchschnitt 1.832 Euro. Die Arbeitszeit lag im Winter 2011/12 bei durchschnittlich 47,2 Std./Woche, eine leicht rückläufige Tendenz gegenüber 47,5 Stunden […]

Eine aktuelle Auswertung auf Initiative der Österreichischen Hoteliervereinigung von mehr als 11.000 Lohndaten in 255 österreichischen Ferienhotels weist einen Rückgang der Arbeitszeit und eine Steigerung bei den Gehältern nach. Mitarbeiter in der Hotellerie verdienen  im Durchschnitt 1.832 Euro. Die Arbeitszeit lag im Winter 2011/12 bei durchschnittlich 47,2 Std./Woche, eine leicht rückläufige Tendenz gegenüber 47,5 Stunden im Vorjahr.

Fachkräfte: Bezahlung deutlich über KV
Das Lohnniveau der Hilfskräfte ist bei gleichbleibender Arbeitszeit von rd. 46,9 Std./Woche um 2,1 % gestiegen und zeigt sich, von wegen Lohndumping, von der Öffnung des Arbeitsmarktes unbeeindruckt. Die Ist-Löhne für Fachkräfte liegen deutlich über den kollektivvertraglich vereinbarten Mindestlöhnen: Bei einem Chef de partie liegt der monatliche Brutto-Lohn bei 2.235 Euro, die Arbeitszeit bei 49,1 Std./Woche. Der laut Kollektivvertrag festgelegte Mindest-Bruttolohn liegt bei 2.095 Euro für 50 Std. Somit verdient ein Chef de partie bei rd. 1 Std. weniger Arbeitszeit pro Woche als kollektivvertraglich vereinbart pro Monat um 140 Euro oder 6,7% mehr als im kollektivvertraglich vereinbart.

Fachlich gut qualifizierte Empfangs-Mitarbeiter mit Erfahrung erhalten monatlich 2.108 Euro brutto für durchschnittlich 46,6 Std. pro Woche, während der KV 1.953 Euro brutto pro Monat für 47,5 Stunden pro Woche vorsieht. Bei Empfangs-Mitarbeitern liegt der Ist-Lohn um 7,9% oder 155 Euro über der Mindestentlohnung laut Kollektivvertrag.